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Wikipedia · einfach zusammengefasst · Stand

Roxane Gay

Roxane Gay (* 15. Oktober 1974 in Omaha, Nebraska, USA) ist eine US-amerikanische Autorin, Herausgeberin und Englischprofessorin haitianischer Abstammung.

Inhalt4 Abschnitte
  1. 1. Profil und Werdegang
  2. 2. Werk und zentrale Themen
  3. 3. Auszeichnungen und Anerkennung
  4. 4. Ausgewählte Veröffentlichungen

Profil und Werdegang

Roxane Gay (* 15. Oktober 1974 in Omaha, Nebraska, USA) ist eine US-amerikanische Autorin, Herausgeberin und Englischprofessorin haitianischer Abstammung. Sie schreibt Kurzgeschichten, Romane, Essays und Memoiren und arbeitet außerdem als Kommentatorin für Zeitungen.

Gay wuchs behütet auf und wurde im Alter von zwölf Jahren von einer Gruppe Jugendlicher vergewaltigt. Sie begann ihr Studium an der Yale University, unterbrach es jedoch im dritten Jahr, um für eine Beziehung nach Arizona zu ziehen. Später nahm sie ihr Studium wieder auf und schloss es an der University of Nebraska-Lincoln mit einem Abschluss in Kreativem Schreiben ab. Anschließend promovierte sie an der Michigan Technological University.

Nach ihrer Promotion im Jahr 2010 lehrte Gay bis 2014 als Aushilfsprofessorin für Englisch an der Eastern Illinois University. Von 2014 bis 2018 unterrichtete sie Kreatives Schreiben an der Purdue University in Indiana. Im Sommersemester 2018 war sie Gastprofessorin an der Yale University. Seit 2020 ist Gay mit der US-amerikanischen Schriftstellerin Debbie Millman verheiratet. Ihre Cousine ist die Politikwissenschaftlerin Claudine Gay.

Werk und zentrale Themen

Größere Bekanntheit im englischsprachigen Raum erlangte Roxane Gay 2014 mit Bad Feminist, einer Essaysammlung, die zum Bestseller der New York Times wurde. In ihren literarischen und essayistischen Arbeiten verbindet sie persönliche Erfahrungen mit gesellschaftlichen und kulturellen Fragen.

Zu den wiederkehrenden Themen ihres Werks gehören Popkultur, Feminismus, Abstammung, sexualisierte Gewalt, Gewicht, gewichtsbezogene Stigmatisierung und der weibliche Körper. In ihren Memoiren Hunger setzt sie sich mit dem Trauma ihrer Vergewaltigung auseinander. Sie beschreibt außerdem, wie dieses Trauma und gesellschaftliche Vorurteile gegenüber dicken Menschen ihr Verhältnis zu ihrem Körper und zum Essen beeinflussten.

Gay gibt Anthologien heraus und kommentiert gesellschaftliche und kulturelle Themen unter anderem im Guardian und in der New York Times. Für Marvel war sie als erste Schwarze Frau in einer entsprechenden Rolle Hauptautorin der Reihe Black Panther: World of Wakanda. Die Reihe wurde nach sechs Ausgaben abgesetzt. 2020 spielte Gay in einer Episode der Fernsehserie The L Word: Generation Q in einem Cameo-Auftritt sich selbst.

Auszeichnungen und Anerkennung

Roxane Gay erhielt mehrere Literatur- und Kulturpreise:

  • 2015: Pen Center USA Freedom to Write Award
  • 2016: Paul Engle Prize
  • 2018: Eisner Award in der Kategorie Beste abgeschlossene Serie für Black Panther: World of Wakanda, gemeinsam mit Ta-Nehisi Coates und Alitha E. Martinez
  • 2018: Guggenheim Fellowship for Creative Arts in General Nonfiction
  • 2018: Lambda Literary Award in der Kategorie Bisexual Nonfiction für Hunger
  • 2019: Nominierung für den Lambda Literary Award in der Kategorie LGBTQ Anthology—Nonfiction für Not That Bad: Dispatches from Rape Culture
  • 2019: Aufnahme in die von Margaret Busby herausgegebene Anthologie New Daughters of Africa
  • 2025: National Book Foundation’s Literarian Award

Ausgewählte Veröffentlichungen

Zu den genannten Veröffentlichungen gehören Ayiti (2011), Bad Feminist (2014), An Untamed State (2014), Hunger: A Memoir of (My) Body (2017), Difficult Women (2017) und Not That Bad: Dispatches from Rape Culture (2018).

Mehrere Werke liegen auch auf Deutsch vor: Bad Feminist. Essays (2019), HUNGER: Die Geschichte meines Körpers (2019), Schwierige Frauen. Stories (2021), Von Geistern und Schatten: Stories (2024) sowie Halb so schlimm: 29 Essays über Rape Culture (2024). Die deutschen Ausgaben wurden von Eva Bonné, Anne Spielmann oder Cornelia Röser übersetzt.

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