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Noda (Iwate)

Geographie. Bearbeiten. Noda liegt am ... Für die Zeit vor dem Tsunami von 1896 stehen keine schriftlichen Aufzeichnungen über große Tsunamis zur Verfügung.

Inhalt4 Abschnitte
  1. 1. Lage und Gemeinde
  2. 2. Landschaft und Ortsteile
  3. 3. Entstehung und Tsunami-Risiko
  4. 4. Verkehr und Bildung

Lage und Gemeinde

Noda (japanisch: 野田村, -mura) ist eine Dorfgemeinde im Landkreis Kunohe im Osten der Präfektur Iwate in Japan. Sie gehört zur Region Tōhoku, hat eine Fläche von 80,84 km² und liegt bei 40° 6′ 38″ N, 141° 49′ 3″ O.

Das Dorf liegt am östlichen Fuß des Kitakami-Berglandes an der Noda-Bucht des Pazifischen Ozeans, südlich von Kuji, nordöstlich von Iwaizumi und nördlich von Fudai.

Landschaft und Ortsteile

Noda liegt an der nördlichen Sanriku-Küste. Die Geologie wird dort von der Oberkreide-Kuji-Gruppe geprägt. Entlang der Flüsse und Meeresterrassen entstanden alluviale Tiefländer, also durch abgelagerte Materialien gebildete flache Gebiete. Küstenklippen und Riffe reichen ins Meer; Sand- und Kiesstrände bilden in der sonst zur Ria-Küste entwickelten Gegend eine seltene sedimentäre Umgebung. Im Tiefland liegen Reisfelder und Siedlungsgebiete.

Im Norden befindet sich ein großes Mündungsdelta mehrerer Flüsse. Dort liegen das Ortszentrum und der Ortsteil Noda, in dem der Großteil der Bevölkerung lebt; er ist in 37 nummerierte Unterortsteile gegliedert. Weiter südlich liegt ein kleineres Delta mit dem Ortsteil Tamagawa und fünf nummerierten Unterortsteilen. In der Noda-Tamagawa-Mine wurde 1972 erstmals das seltene Mineral Kinoshitalith entdeckt.

Entstehung und Tsunami-Risiko

Die heutige Gemeinde entstand 1889 durch die Zusammenlegung der alten Dörfer Noda und Tamagawa.

Das Sanriku-Gebiet an der Pazifikküste der Tōhoku-Region liegt dem Japangraben gegenüber und wurde häufig von großen Tsunamis betroffen. Besonders große historische Tsunamis ereigneten sich 1611, 1896, 1933 und 2011. Für die Zeit vor 1896 gibt es keine schriftlichen Aufzeichnungen über große Tsunamis.

Für Noda nennt die Vergleichstabelle folgende Bilanzen: 1896 wurden 80 Häuser völlig zerstört und 260 Menschen starben; 1933 waren es 62 Häuser und 8 Todesopfer; beim Chile-Tsunami 1960 9 Häuser und keine Todesopfer. Für 2011 nennt die Tabelle 309 völlig zerstörte Häuser und 38 Todesopfer. Die Opferzahl für 2011 wurde dort aus den Gesamtzahlen des 153. FDMA-Schadensberichts vom 8. März 2016 abzüglich der von der Reconstruction Agency ermittelten katastrophenbedingten Todesfälle berechnet.

Der Tsunami von 1896 drang nach Angaben der lokalen Bevölkerung bis 880 m ins Inland vor und erreichte 16 m Höhe. Am 11. März 2011 beschädigte der Tsunami nach dem Tōhoku-Erdbeben das Dorfzentrum schwer. Im Text werden hierfür abweichend 311 vollständig und 168 teilweise zerstörte Wohngebäude sowie 39 Tote genannt. Im Überflutungsgebiet lebten 68,9 % der 4.639 Einwohner. Das einzige Krankenhaus wurde beschädigt und verlor seine Funktionsfähigkeit; das Erdgeschoss des Rathauses wurde überflutet, mit Spuren bis 1 m Höhe an der Außenwand. Nahe der Küste erreichte der Tsunami 22,84 m, drang etwa 720 m landeinwärts und bis 12 m Höhe vor. Die Ereignisse von 1896 und 2011 sind nicht unmittelbar vergleichbar, weil die Wellenbrecher erst nach 1896 errichtet wurden.

Verkehr und Bildung

Die einzige Fernstraße ist die Nationalstraße 45 in Richtung Sendai oder Aomori. Ein Bus verbindet Noda über die Kuji-Küstenlinie der Norunetto Kuji mit Kuji. Der Bahnverkehr erfolgt über die Kita-Rias-Linie der Sanriku Tetsudō mit Verbindungen zu den Hauptbahnhöfen Miyako und Kuji; Stationen in Noda sind Rokuchū-Noda und Noda-Tamagawa.

Im Dorf gibt es die Grundschule Noda, die Mittelschule Noda und die präfekturale technische Oberschule Kuji. Diese Oberschule liegt trotz ihres Namens nicht im nahe gelegenen Kuji.

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