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Nikolas Dörr
Seine Schwerpunkte sind die Historische Kommunismusforschung, Geschichts- und Erinnerungspolitik, der Kalte Krieg, die Geschichte der Sicherheitspolitik und …
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Person und Forschungsschwerpunkte
Nikolas Dörr (* 1979 in Bad Soden am Taunus) ist ein deutscher Historiker und Politologe. Er arbeitet vor allem zu Themen der Zeitgeschichte und Politikwissenschaft. Zu seinen Schwerpunkten gehören die Historische Kommunismusforschung, also die wissenschaftliche Untersuchung kommunistischer Bewegungen und Staaten in ihrer Geschichte, Geschichts- und Erinnerungspolitik, der Kalte Krieg, die Geschichte der Sicherheitspolitik und Inneren Sicherheit sowie die Historische Wohlfahrtsstaatsforschung, also die historische Erforschung sozialstaatlicher Politik und ihrer Entwicklung.
Akademischer Werdegang
Dörr war von 2009 bis 2012 Lehrbeauftragter an der Universität Potsdam. Von 2012 bis 2014 arbeitete er als Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Deutschen Historischen Museum und anschließend beim Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam (ZZF). Danach war er als Wissenschaftlicher Mitarbeiter bei der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur tätig.
Von 2016 bis 2023 war Dörr beim SOCIUM – Forschungszentrum Ungleichheit und Sozialpolitik, Abt. Politische Ökonomie des Wohlfahrtsstaates, angestellt. Von 2020 bis 2023 leitete er die Nachwuchsforschergruppe „Der ‚aktivierende Sozialstaat‘ – eine Politik- und Gesellschaftsgeschichte deutscher Sozialpolitik, 1979–2017“. Diese Gruppe wurde durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales im Rahmen des Fördernetzwerks interdisziplinäre Sozialpolitikforschung (FIS) gefördert.
Seit 2023 ist Dörr Professor für Politikwissenschaft an der Hochschule für Polizei Baden-Württemberg, Fakultät IV – Sozialwissenschaften. Gleichzeitig ist er affiliierter Wissenschaftler am SOCIUM – Forschungszentrum Ungleichheit und Sozialpolitik in der Arbeitsgruppe „Historische und vergleichende Wohlfahrtsstaatsforschung“.
Ausgewählte Veröffentlichungen
Zu Dörrs ausgewählten Monographien gehört „Die Rote Gefahr. Der italienische Eurokommunismus als sicherheitspolitische Herausforderung für die USA und Westdeutschland 1969–1979“, erschienen 2017 in Köln / Weimar / Wien. Das Werk passt zu seinen Forschungsschwerpunkten Kommunismusforschung, Kalter Krieg und Sicherheitspolitik.
2015 veröffentlichte er zusammen mit Till Zimmermann „Gesichter des Bösen. Verbrechen und Verbrecher des 20. Jahrhunderts“ in Bremen; das Buch enthält ein Geleitwort von Heribert Prantl. Bereits 2007 erschien in Berlin „Die Sozialdemokratische Partei Deutschlands im Parlamentarischen Rat 1948/1949. Eine Betrachtung der SPD in den Grundgesetzberatungen vor dem Hintergrund der ersten Bundestagswahl 1949“.