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Morula

Eine Morula (von lateinisch morum ‚Maulbeere'), auch als „Maulbeerkeim“ bezeichnet, ist in der Biologie ein Stadium der frühen Embryonalentwicklung mehrzelliger …

Inhalt2 Abschnitte
  1. 1. Definition und Entwicklung
  2. 2. Aufbau und Differenzierung

Definition und Entwicklung

Die Morula, auch „Maulbeerkeim“, ist ein frühes Entwicklungsstadium eines mehrzelligen Embryos, zum Beispiel beim Menschen. Sie entsteht nach den ersten Zellteilungen aus der Zygote, der befruchteten Eizelle, und entwickelt sich anschließend zur Blastozyste weiter.

Sie ist kugelig und besteht aus 16 bis 32 Blastomeren. Blastomeren sind die Zellen, die bei den ersten Teilungen der Zygote entstehen. Die von außen sichtbaren Einschnürungen zwischen den Zellen heißen Furchen; die entsprechenden Teilungen werden Furchung genannt. Beim Menschen wird ab dem 16-Zell-Stadium, etwa drei bis vier Tage nach der Befruchtung, von einer Morula gesprochen. Sie befindet sich dann in der Regel im Eileiter.

Aufbau und Differenzierung

Der Durchmesser einer Morula beträgt 150 µm. Ihr Volumen ist gegenüber der Zygote unverändert: Beide sind von der Zona pellucida umgeben, einer festen Schicht aus Glykoproteinen. Zwar steigt die Zahl der Zellen, doch die Tochterzellen sind jeweils kleiner als die Ausgangszellen.

Die Zona pellucida stabilisiert die Form des frühen Keimlings, verhindert eine Einnistung im Eileiter und schützt bis zum 6. Tag, dem Blastozystenstadium, vor immunologischen Reaktionen der Mutter.

In der Morula entstehen eine innere und eine äußere Zellmasse, die äußerlich noch nicht unterscheidbar sind. Die äußeren Zellen bilden undurchlässige Zellverbindungen, sogenannte tight junctions. Dieser Vorgang heißt Kompaktion oder compaction. Dadurch wird die innere Zellmasse vom äußeren Flüssigkeitsmilieu getrennt. Die Zellen verlieren dabei ihre Totipotenz und werden pluripotent.

Dies bereitet die Bildung der Blastozyste vor: Aus den äußeren Zellen entsteht der Trophoblast, aus dem sich Plazenta und Chorion entwickeln. Aus dem inneren Embryoblast entstehen der eigentliche Embryo und das Amnion. Amnion, Allantois, Chorion und Dottersack bilden zusammen die Eihäute.

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