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Molybdänsäure
Molybdänsäure hat die Verhältnisformel H 2MoO 4 und kann als Monohydrat des Molybdäntrioxids aufgefasst werden: MoO 3 · H 2O. Im Gegensatz etwa zur …
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Definition und Aufbau
Molybdänsäure ist eine anorganische Säure mit der Verhältnisformel H₂MoO₄. Sie kann als Monohydrat des Molybdäntrioxids aufgefasst werden: MoO₃ · H₂O. Ihre molare Masse beträgt 161,95 g·mol⁻¹.
Im Gegensatz zur Schwefelsäure H₂SO₄ besteht Molybdänsäure nicht aus einzelnen H₂MoO₄-Molekülen. Je nach Kristallform bildet sie ein Festkörpergitter aus MoO₆-Oktaedern: Die gelbe, monokline Form besitzt ein Schichtengitter, die farblose, trikline Form Zickzackketten. Molybdänsäure ist fest und erscheint als farbloser beziehungsweise gelber Feststoff.
Molybdate und Bedeutung für Lebewesen
Die konjugierte Base der Molybdänsäure ist das Molybdat-Ion MoO₄²⁻. Die Salze der Molybdänsäure heißen Molybdate; ein Beispiel ist Nickelmolybdat.
Molybdationen bestehen aus MoO₄²⁻-Tetraedern. Molybdat ist außerdem die bioverfügbare, also für Lebewesen nutzbare Form des Elements Molybdän.
Eigenschaften und Bildung
Molybdänsäure schmilzt bei 300 °C, wenn sie 85%ig vorliegt. Für ihre zweistufige Säuredissoziation sind die pKₛ-Werte pKₛ₁ = 3,7 und pKₛ₂ = 3,9 angegeben. Das Monohydrat ist bei 15 °C mit 0,5 g·l⁻¹ löslich.
Ein weißer Niederschlag von Molybdänsäure entsteht, wenn eine Molybdatlösung angesäuert wird. Salpetersaure Molybdatlösungen können bei längerem Stehen außerdem das gelbe Hydrat H₂MoO₄ · H₂O in kristalliner Form abscheiden. Als Gefahrstoff ist Molybdänsäure mit „Achtung“ gekennzeichnet; angegeben sind die H-Sätze H319, H335 und H373 sowie der P-Satz P305+351+338.