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Meena-Volksreligion

Die ethnische Religion der Meena ist eine indigene Religion und Teil des Sanatan Hindu Dharma. Die Meena assoziieren sich mit Matsya Avatar, einer der …

Inhalt4 Abschnitte
  1. 1. Kern der Religion
  2. 2. Historischer Hintergrund
  3. 3. Natur- und Familienbräuche
  4. 4. Glaube in der Neuzeit

Kern der Religion

Die ethnische Religion der Meena ist eine indigene Religion und wird als Teil des Sanatan Hindu Dharma beschrieben. Die Meena verbinden sich besonders mit Matsya Avatar, einer der Inkarnationen (Dashavatara) der Hindu-Gottheit Vishnu. Ihre Religion verbindet hinduistische Verehrung mit eigenen ethnischen Traditionen, lokalen Gottheiten und Naturverehrung.

Wichtig ist die Beziehung zur Natur: Seit Jahrhunderten verehren die Meena Bäume und Pflanzen als Totembäume. Totembäume sind Bäume, die für eine Gemeinschaft eine besondere religiöse oder kulturelle Bedeutung haben. Sie werden bei verschiedenen kulturellen Festen verehrt und geschützt. Auch Büffel werden verehrt, besonders während des Diwali-Festes, kurz nach der Erntezeit. Dies geschieht aus Respekt vor ihrer wichtigen Rolle in der lokalen Agrarwirtschaft.

Historischer Hintergrund

Der Meena-Stamm lebte in Nain. Der Text berichtet, dass Nain von Behrmaul mit Hilfe seiner Verbindungen zum Mogul zerstört wurde. Ein alter historischer Bezirk beschreibt die Macht der Meena-Fürsten von Nain mit der Angabe, dass es „zweiundfünfzig Festungen und sechsundfünfzig Tore“ gegeben habe, die dem mächtigen Mina, dem Raja von Nain, gehörten.

Von Pajiui, dem Vasallenhäuptling von Prithviraj, bis Baharmall, dem Zeitgenossen von Babur, hätten die Kachhwahas ihr Territorium nur wenig vergrößert. Als Baharmall die Mina-Herrschaft von Nain zerstörte, soll er die Tore eingeebnet und auf den Ruinen die Stadt Lohwan errichtet haben, die später als Residenz des Rajawat-Häuptlings genannt wird.

Der Text unterscheidet außerdem zwischen den Bezeichnungen Maina und Mina. Maina bezeichnet demnach die asl, also die „unvermischte Klasse“, von der heute nur noch die Usara genannt wird. Mina bezeichnet die gemischte Gruppe, zu der zwölf Gemeinschaften gezählt werden, die vom Blut der Rajputen abstammen sollen, darunter Chauhan, Tuar, Jadon, Parihar, Kachhwaha, Solanki, Sankhla und Guhilot. Diese Gruppen seien in nicht weniger als 5200 verschiedene Clans unterteilt.

Natur- und Familienbräuche

Die Religion hat ihren Ursprung in der Dharadi-Tradition. In dieser Tradition wird die Liebe zu verschiedenen Formen der Natur praktiziert. Die Meenas werden als Hüter des Waldes beschrieben.

Ein wichtiger Brauch betrifft die Dharadi-Bäume. Auf Grundlage der Bräuche der Vorfahren werden diese Bäume in der ethnischen Religion der Meena bei der Heirat verehrt. Die Baumverehrung ist damit nicht nur ein allgemeines religiöses Zeichen, sondern auch Teil wichtiger Lebensereignisse.

Glaube in der Neuzeit

In der Neuzeit werden die Meenas als wichtiger Teil der hinduistischen Kultur beschrieben. Sie verehren die Trimurti, also die drei zentralen hinduistischen Gottheiten Brahma, Vishnu und Shiva, sowie deren verschiedene Inkarnationen. Außerdem verehren sie die Hindu-Göttin Ambika.

Neben diesen überregionalen hinduistischen Gottheiten spielen lokale Gottheiten eine wichtige Rolle. Welche Gottheiten verehrt werden, hängt vom gotha, also der Abstammung, und vom kola, also Familie oder Clan, ab.

Der Text beschreibt die Meenas als feste Gläubige und Beschützer der hinduistischen Kultur in Rajasthan, Madhya Pradesh und ganz Indien. Gleichzeitig halten sie an ihren ethnischen Überzeugungen fest. Diese werden als Teil der größeren Sanatan-Kultur dargestellt, auch während der Herrschaft muslimischer Invasoren und später während der britischen Zeit.

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