Wikipedia · einfach zusammengefasst · Stand
Macbeth (1971)
Macbeth ist ein US-amerikanisch-britisches Filmdrama aus dem Jahr 1971. Regie führte Roman Polański, der auch zusammen mit Kenneth Tynan das Drehbuch anhand …
Inhalt5 Abschnitte
Film und Vorlage
Macbeth ist ein 140 Minuten langes US-amerikanisch-britisches Filmdrama aus dem Jahr 1971, das in englischer Sprache gedreht wurde und in Deutschland ab 16 Jahren freigegeben ist. Roman Polański führte Regie und verfasste gemeinsam mit Kenneth Tynan das Drehbuch. Grundlage ist William Shakespeares Theaterstück Macbeth aus dem Jahr 1606. Die Handlung folgt der Vorlage im Wesentlichen; die letzte Szene wurde jedoch von Polański hinzugefügt.
Die Hauptrollen spielen Jon Finch als Macbeth und Francesca Annis als Lady Macbeth. Terence Bayler verkörpert Macduff, Martin Shaw spielt Banquo und Nicholas Selby König Duncan. Die Musik stammt von The Third Ear Band, die Kameraarbeit von Gilbert Taylor und der Schnitt von Alastair McIntyre.
Prophezeiung, Königsmord und Machtübernahme
Nach einem Sieg über norwegische Truppen reiten die schottischen Feldherren Macbeth und Banquo nach Hause. Unterwegs begegnen sie drei Hexen. Diese prophezeien Macbeth, er werde bald Than von Cawdor und anschließend König von Schottland. Banquo erfährt dagegen, dass seine Söhne später den schottischen Thron erben würden. Zunächst glauben die beiden Männer den Weissagungen kaum. Kurz darauf überbringen ihnen jedoch Reiter des Königs die Nachricht, dass Macbeth als Belohnung für seinen Sieg tatsächlich den Titel Than von Cawdor erhält.
Macbeth berichtet seiner Frau von der Prophezeiung. Lady Macbeth drängt ihn daraufhin, König Duncan bei dessen Besuch auf Macbeths Schloss zu ermorden. Macbeth ersticht Duncan im Bett. Lady Macbeth beschmiert die Hände und Dolche der zuvor mit Gift betäubten Wachen mit Blut, damit diese als Täter erscheinen.
Am nächsten Morgen geben sich Macbeth und seine Frau betroffen und unschuldig. Duncans Söhne Malcolm und Donalbain fliehen aus Angst vor einem weiteren Mord nach England beziehungsweise Irland. Dadurch kann Macbeth, ein Vetter Duncans, die Herrschaft übernehmen: Er wird zum König von Schottland gekrönt und zieht in die königliche Festung ein.
Gewaltherrschaft und Untergang
Macbeth fürchtet, Banquos Nachkommen könnten entsprechend der Prophezeiung seine Familie entmachten. Deshalb lässt er Banquo bei einem Ausritt ermorden. Banquos Sohn kann jedoch entkommen. Macbeth und Lady Macbeth werden zunehmend von albtraumhaften Visionen verfolgt, die sie mit ihren Morden konfrontieren.
Macbeth sucht die Hexen erneut auf. Durch einen Zaubertrank erhält er Traumvisionen mit zwei entscheidenden Aussagen: Nur „ein Mann, den kein Weib gebar“ könne ihn töten, und er bleibe unbesiegbar, bis der Wald von Birnam nach Dunsinane gehe. Macbeth deutet diese Aussagen als Zusicherung seiner Sicherheit und entwickelt sich immer stärker zum Tyrannen.
Als England gemeinsam mit Duncans Sohn Malcolm einen Krieg gegen Schottland vorbereitet, schließen sich mehrere schottische Adelige der Gegenseite an. Zu ihnen gehört Macduff. Als Vergeltung lässt Macbeth dessen Frau und Kinder grausam töten, worauf Macduff blutige Rache schwört.
Das überlegene englische Heer nähert sich Macbeths Festung. Die Soldaten tarnen ihren Vormarsch mit abgeschlagenen Bäumen aus dem Wald von Birnam, sodass sich die Prophezeiung vom wandernden Wald erfüllt. Macbeths gesamter Hofstaat flieht. Lady Macbeth ist wahnsinnig geworden und stürzt sich in den Tod.
Macbeth bleibt allein im Schloss, weil er weiterhin glaubt, kein von einer Frau geborener Mann könne ihn töten. Im entscheidenden Zweikampf erklärt Macduff jedoch, er sei nicht geboren, sondern aus dem Mutterleib geschnitten worden. Macduff enthauptet Macbeth und lässt dessen Kopf als Siegeszeichen auf einer Lanze aufspießen. Malcolm übernimmt anschließend die Macht in Schottland.
In der von Polański ergänzten Schlussszene betritt Malcolms Bruder Donalbain den Aufenthaltsort der Hexen. Dies deutet an, dass sich das durch missverstandene Prophezeiungen ausgelöste Unheil fortsetzen könnte.
Produktion, Veröffentlichung und deutsche Fassung
Gedreht wurde der Film von November 1970 bis April 1971 in den Shepperton Studios sowie an verschiedenen Orten in England und Wales. Die Weltpremiere fand am 13. Oktober 1971 in den Vereinigten Staaten statt. Im Mai 1972 wurde der Film bei den Internationalen Filmfestspielen von Cannes gezeigt.
Die deutsche Synchronfassung entstand im Auftrag der Berliner Synchron. Ottokar Runze schrieb das Dialogbuch und führte Dialogregie. Norbert Langer sprach Macbeth, Uta Hallant Lady Macbeth und Michael Chevalier Macduff. Weitere Stimmen waren Joachim Kerzel als Ross, Christian Rode als König Duncan, Uwe Paulsen als Malcolm, Christian Brückner als Donalbain und Heinz Theo Branding als Angus.
Auszeichnungen
1972 erhielt der Film den National Board of Review Award als Bester Film. 1973 gewann er den BAFTA Award für die Kostüme. Ebenfalls 1973 wurde The Third Ear Band für den Anthony Asquith Award for Film Music nominiert.
Lernvideos zu Macbeth (1971)
6:50
Shakespeare in Seven Minutes: Macbeth Summary
Easy as GCSE · 2,7 Mio. Aufrufe
37:17
The ONLY Video You Need to Pass Macbeth!
Easy as GCSE · 441.773 Aufrufe
11:58
Macbeth: Summary (Memorise & Recall)
Dr Aidan · 290.958 Aufrufe
3:22
Macbeth Plot Summary in Under 4 Minutes
Schooling Online · 275.295 Aufrufe