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Wikipedia · einfach zusammengefasst · Stand

Liste römischer Familien

Didius, Plebejer, seit dem 2. Jahrhundert v. Chr. ; Domitius, Plebejer, seit dem 4. Jahrhundert v. Chr. ; Duilius, Plebejer, bis 3. Jahrhundert v. Chr. ; Duronius …

Inhalt4 Abschnitte
  1. 1. Zweck und Aufbau der Liste
  2. 2. Abgrenzung und zeitlicher Rahmen
  3. 3. Bedeutende republikanische Familien
  4. 4. Muster und Beispiele aus der Gesamtliste

Zweck und Aufbau der Liste

Die Liste verzeichnet römische Gentilnamen (Nomina), also Namen von Familienverbänden, die heutigen Familiennamen entsprechen. Sie ist alphabetisch von A bis V geordnet. Zu jedem Namen können vier Angaben stehen: der gesellschaftliche Stand, die Zeit der Bezeugung und die wichtigsten Stirpes. Eine Gens ist ein römischer Familienverband; eine Stirps ist ein fortlaufender Zweig innerhalb einer solchen Familie.

Beim Stand unterscheidet die Liste vor allem Patrizier und Plebejer. Patrizier gehörten zum alten römischen Adel, Plebejer zur übrigen Bürgerschaft. Die Zeitangabe nennt, wann eine Gens inschriftlich oder historisch nachweisbar ist. Leere Felder bedeuten, dass die betreffende Angabe in der Liste nicht gemacht wird. Nebenformen stehen in Klammern, etwa Aelius (Ailius), Antistius (Antestius) oder Plautius (Plotius).

Abgrenzung und zeitlicher Rahmen

Nicht aufgenommen werden Cognomina, wenn sie nur einzelne Personen und keinen dauerhaften Familienzweig bezeichneten. Ebenso fehlen Einzel- und Personennamen der Kaiserzeit nach christlicher Zeitrechnung, die meist nach orientalischen Gebräuchen gewählt wurden.

Die Belege reichen von frühen Familien des 6. oder 5. Jahrhunderts v. Chr. bis zu spätantiken Geschlechtern. Beispiele für frühe Einträge sind Tarquinius seit dem 6. Jahrhundert v. Chr., Horatius vom 6. bis zum 4. Jahrhundert v. Chr. und mehrere patrizische Familien seit dem 5. Jahrhundert v. Chr. Späte Nachweise nennt die Liste beispielsweise für Ceionius, vor allem in der Spätantike, Nummius im 2. bis 4. Jahrhundert n. Chr. und Virius im 3. und 4. Jahrhundert n. Chr.

Bedeutende republikanische Familien

Als fünf große Geschlechter der römischen Republik, die ungefähr von 500 bis 30 v. Chr. datiert wird, hebt die Liste Aemilius, Claudius, Cornelius, Fabius und Valerius hervor. Alle fünf werden als patrizisch geführt und sind seit dem 5. Jahrhundert v. Chr. bezeugt, Valerius seit dem 4. Jahrhundert v. Chr.

Ihre zahlreichen Stirpes zeigen, dass eine Gens mehrere dauerhafte Zweige umfassen konnte: Bei den Aemilii gehören dazu Lepidus, Mamercinus, Paullus und Scaurus; bei den Claudii Marcellus, Nero, Pulcher und Sabinus; bei den Cornelii unter anderem Cinna, Lentulus, Scipio und Sulla. Die Fabii umfassen etwa Maximus, Pictor und Vibulanus, die Valerii Flaccus, Maximus, Messala und Poplicola.

Muster und Beispiele aus der Gesamtliste

Die Liste enthält neben patrizischen auch zahlreiche plebejische und im Stand nicht näher zugeordnete Familien. Plebejisch sind beispielsweise Acilius, Atilius, Caecilius, Calpurnius, Cassius, Licinius, Pompeius, Porcius, Tullius und Villius. Bei Lucretius lautet die Einordnung „Patrizier, später Plebejer“.

Die meisten Familien sind bereits in der Republik belegt; manche erscheinen erst im 1. Jahrhundert v. Chr. oder im 1. Jahrhundert n. Chr. Die Zeitangaben können auch einen Endpunkt nennen, etwa Aternius „bis zum 5. Jahrhundert v. Chr.“ oder Duilius „bis 3. Jahrhundert v. Chr.“. Örtliche oder besondere Hinweise bleiben selten; Holconius ist beispielsweise vom 3. bis 1. Jahrhundert v. Chr. in Pompeji bezeugt.

Typische Einträge verbinden den Gentilnamen mit bekannten Zweigen: Iulius ist patrizisch, seit dem 5. Jahrhundert v. Chr. nachweisbar und umfasst unter anderem Caesar; Iunius ist plebejisch, seit dem 4. Jahrhundert v. Chr. belegt und umfasst Brutus sowie Silanus-Torquatus. Bei Tullius wird als Stirps Cicero genannt, bei Ulpius Traianus und bei Pontius Nigrinus sowie Pilatus.

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