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Lagaš-Umma-Krieg

Der Lagaš-Umma-Krieg war eine langwierige kriegerische Auseinandersetzung zwischen den beiden frühdynastischen sumerischen Stadtstaaten Umma und Lagaš in …

Inhalt3 Abschnitte
  1. 1. Konflikt um Land und Wasser
  2. 2. Grenzregelung und Sieg Lagašs
  3. 3. Weitere Kämpfe und Geierstele

Konflikt um Land und Wasser

Der Lagaš-Umma-Krieg war eine langwierige kriegerische Auseinandersetzung zwischen den frühdynastischen sumerischen Stadtstaaten Umma und Lagaš in Südmesopotamien. Das Gebiet liegt im heutigen irakischen Gouvernement Dhi Qar. Die Kämpfe dauerten vom 26. bis zum 24. Jahrhundert v. Chr.; als Ausgang wird ein Sieg Lagašs genannt.

Entscheidend war die Bewässerung: Beide Stadtstaaten waren für ihre Ernten auf die Instandhaltung und Erweiterung von Bewässerungssystemen angewiesen. Umma lag stromaufwärts am Tigris und konnte deshalb große Wassermengen durch Kanäle in das eigene Gebiet leiten. Anlass des Konflikts war ein Grenzstreit um einen fruchtbaren Landstrich.

Grenzregelung und Sieg Lagašs

König Mesilim von Kiš wollte als Schiedsrichter vermitteln. Er hatte unter den sumerischen Stadtfürsten eine besondere Stellung und ließ um 2530/2500 v. Chr. eine Stele aufstellen, die die Grenze zwischen Umma und Lagaš markieren sollte. Umma fühlte sich dadurch benachteiligt und beseitigte die Stele später; die Kämpfe gingen weiter.

Um 2470 v. Chr. wurde E-ana-tum König von Lagaš. Er eroberte Gebiete Umm as und gewann verlorenes Territorium von Lagaš zurück. Seinen Sieg ließ er auf einer Grenzstele festhalten; außerdem wurde die neue Grenze durch einen Graben bestimmt. Umma schwor vor den Göttern einen Eid: Bei einem Friedensbruch sollte es durch die Götter vernichtet werden. Zudem musste Umma Ernteerträge an Lagaš liefern.

Weitere Kämpfe und Geierstele

Der Frieden hielt nicht dauerhaft. Als En-metena um 2430 v. Chr. König von Lagaš wurde, verweigerte Umma die weiteren Abgaben an Lagaš. Dadurch kam es erneut zu Auseinandersetzungen. Die Feindschaft bestand bis zum Ende der ersten Dynastie von Lagaš, etwa 2340 v. Chr., fort.

Eine wichtige archäologische Quelle ist die Geierstele. Ihre Bruchstücke befinden sich heute im Pariser Louvre. Der französische Archäologe Ernest de Sarzec entdeckte sie 1878 etwa 28 Kilometer nordwestlich von Lagaš, dem heutigen Tell el-Hiba, im Tempelbezirk von Telloh im Südirak. Die reliefierte Stele trägt Inschriften E-ana-tums über den Konflikt mit Umma und zeigt besiegte Feinde. Erkennbar sind außerdem eine Phalanx, also eine Schlachtaufstellung, ein Streitwagen, Helme und Schilde. Der Streitwagen gilt dabei als früheste bekannte Darstellung der militärischen Nutzung des Rades.

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