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Kristin Raabe
Kristin Raabe (* 1970) ist eine deutsche Wissenschaftsjournalistin und Dozentin am Nationalen Institut für Wissenschaftskommunikation (NaWik).
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Person und Bedeutung
Kristin Raabe (* 1970) ist eine deutsche Wissenschaftsjournalistin und Dozentin am Nationalen Institut für Wissenschaftskommunikation (NaWik). Sie ist vor allem durch journalistische Beiträge zu wissenschaftlichen und medizinischen Themen bekannt, unter anderem für öffentlich-rechtliche Radio- und Fernsehsendungen. Ihre Arbeit ist für die Wissenschaftskommunikation wichtig, weil sie Forschungsthemen wie Hirnforschung, Kognitionswissenschaften und Infektionsmedizin verständlich für ein breiteres Publikum aufbereitet.
Ausbildung und journalistische Arbeit
Raabe studierte Biologie und Philosophie an den Universitäten Köln, Düsseldorf und Bonn. Nach dem Studienabschluss begann sie 1997 mit journalistischen Arbeiten für die Ärztezeitung.
Ab 1998 arbeitete sie für öffentlich-rechtliche Sendeanstalten, darunter der Westdeutsche Rundfunk und der Deutschlandfunk. Sie lieferte Beiträge für die Radiosendung Leonardo, die seit 2018 Quarks heißt, für die Fernsehsendung Quarks & Co sowie für Deutschlandfunk-Sendungen wie Forschung Aktuell und Wissenschaft im Brennpunkt. 2004 erhielt sie von der Heinz-Kühn-Stiftung ein Stipendium für einen Aufenthalt in Vietnam.
Ab 2007 schrieb sie für das Magazin Technology Review. Inhaltlich beschäftigte sie sich unter anderem mit Hirnforschung, Kognitionswissenschaften und Infektionsmedizin. Dabei griff sie auch ethische Fragen auf, zum Beispiel beim Thema Organspende.
Lehre und Funktionen
Seit 2009 bildet Kristin Raabe angehende Journalistinnen und Journalisten an verschiedenen deutschen Hochschulen aus. Außerdem war sie in der Ausbildung an der Deutschen Welle Akademie und am House of Competence (HoC) des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) tätig.
Seit 2015 lehrt sie als Dozentin am Nationalen Institut für Wissenschaftskommunikation. Von 2017 bis 2019 war sie Vorstandsmitglied der Internationalen Gesellschaft für Philosophische Praxis.
Auszeichnungen
Kristin Raabe erhielt mehrere Preise für ihre wissenschaftsjournalistische Arbeit. 2000 bekam sie den Heureka Journalistenpreis. 2007 erhielt sie den Georg von Holtzbrinck Preis für Wissenschaftsjournalismus in der Kategorie Elektronische Medien, unter anderem für „Neue Pillen für neue Menschen“ in Wissenschaft im Brennpunkt.
2009 und 2011 wurde sie mit dem Medienpreis der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie ausgezeichnet: 2009 für das Deutschlandfunk-Radio-Feature „Das durchstoßene Herz – 20 Jahre nach Ramstein – Wie das Gehirn eine Katastrophe verarbeitet“ und 2011 für „Die Neuvermessung des Bösen“.
2012 und 2013 erhielt sie den Medienpreis „Mensch – Medizin – Technik“, der von der Charité Berlin und dem Medizintechnikhersteller Medtronic vergeben wird. Ausgezeichnet wurden die Sendung „Licht ins Dunkel – Ein Neurochip für Blinde“ und das Radio-Feature „Die Gedankenübersetzungsmaschine.“ 2013 erhielt sie außerdem als Teil des Sendungsteams den Publizistikpreis der Stiftung Gesundheit für die Quarks-&-Co-Sendung „Wenn Gedanken krank machen“. 2015 folgte der Deutsche Journalistenpreis Neurologie der Deutschen Gesellschaft für Neurologie.
Buchveröffentlichung
Als Buch veröffentlichte Kristin Raabe „Oma Hilde, Sokrates und der Dalai Lama. Was wir von weisen Menschen lernen können.“ Das Werk erschien unter anderem bei Hoffmann und Campe in Hamburg 2010 mit der ISBN 978-3-455-50161-2 und beim Atlantik Verlag in Hamburg 2018 mit der ISBN 978-3-455-00310-9.