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Klas Pontus Arnoldson
... Religion und Philosophie und beobachtete die aktuellen politischen Ereignisse. Seine Ideen zu Religion, Politik und Pazifismus veröffentlichte er in …
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Person und Bedeutung
Klas Pontus Arnoldson (* 27. Oktober 1844 in Göteborg; † 20. Februar 1916 in Stockholm) war ein schwedischer Journalist, Politiker und Pazifist. Er setzte sich besonders für Abrüstung, politische Neutralität und die friedliche Beilegung internationaler Konflikte ein. 1908 erhielt er gemeinsam mit Fredrik Bajer den Friedensnobelpreis. Ausgezeichnet wurden seine Bemühungen um eine friedliche Lösung des Konflikts zwischen Schweden und Norwegen.
Ausbildung und publizistische Tätigkeit
Arnoldson stammte als Sohn eines Hausmeisters aus einfachen Verhältnissen. Nach dem Tod seines Vaters musste er 1861 die Schule abbrechen und eine Ausbildung beginnen. Bis 1871 arbeitete er als Büroangestellter einer Eisenbahngesellschaft, anschließend bis 1881 als Stationsvorsteher.
Neben seiner Arbeit bildete er sich autodidaktisch, also durch selbstständiges Lernen, weiter. Er beschäftigte sich mit Geschichte, Religion und Philosophie und verfolgte die politischen Ereignisse seiner Zeit. Seine Vorstellungen zu Religion, Politik und Pazifismus – dem Einsatz für Frieden und gegen Krieg – veröffentlichte er in Zeitungen und Zeitschriften wie Nordiska Dagbladet und Sanningssökaren sowie in Büchern und politischen Pamphleten.
Politisches und friedenspolitisches Wirken
Von 1882 bis 1887 gehörte Arnoldson dem schwedischen Reichstag an. Dort trat er für ein erweitertes Stimmrecht, Religionsfreiheit, Abrüstung und die politische Neutralität Schwedens ein.
1883 war er Mitbegründer und erster Vorsitzender der Svenska freds- och skiljedomsföreningen („Schwedische Friedens- und Schiedsgerichtsvereinigung“). Die Organisation entstand als Reaktion auf Aufrüstungspläne der schwedischen Regierung. Ein Schiedsgericht soll Konflikte durch Verhandlungen und rechtliche Entscheidungen statt durch Gewalt lösen.
Ab 1890 hielt Arnoldson bei Versammlungen in ganz Schweden und Norwegen Reden. Damit half er, eine Verhandlungslösung für den Konflikt zwischen den beiden damals in einer Union verbundenen Staaten vorzubereiten. 1905 wurde die Union einvernehmlich aufgelöst und Norwegen unabhängig. Die friedliche Lösung dieses Konflikts führte 1908 zur Verleihung des Friedensnobelpreises an Arnoldson und Fredrik Bajer.
Spätere Jahre und Schriften
1911 war Arnoldson Gast der American Colony in Jerusalem. Diese Reise führte zu seinem 1913 veröffentlichten Werk Jerusalems själ („Seele Jerusalems“).
Seine weiteren Schriften behandelten vor allem Neutralität, Frieden und das Recht zwischen den Völkern. Zu den ausgewählten Werken gehören Neutralitetsfrågan. Vidräkning med de stora Stockholmstidningarne (1883), Är världsfred möjlig? En historisk framställning af sträfvandena för lag och rätt mellan folken (1890) und dessen deutsche Übersetzung Pax Mundi. Eine historische Darstellung der Bestrebungen für Gesetz und Recht zwischen den Völkern (1896). Die deutsche Ausgabe wurde von J. Müller übersetzt und enthielt eine Einleitung sowie eine Chronik der Friedensbewegung von Bertha von Suttner.
Weitere Titel sind Nordens enhet och Kristian II (1899), Seklernas hopp: En bok om världsfreden (1901) und F-båten och freden (1912). Seklernas hopp erschien auch auf Englisch, Französisch, Norwegisch und Deutsch.