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Kenneth D. Garbade
Kenneth Douglas Garbade (* 2. Juni 1946 in New York) ist ein US-amerikanischer Wirtschaftswissenschaftler, Autor und Professor für Wirtschaft und Finanzen.
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Überblick
Kenneth Douglas Garbade (* 2. Juni 1946 in New York) ist ein US-amerikanischer Wirtschaftswissenschaftler, Autor und Professor für Wirtschaft und Finanzen. Er ist Senior Vizepräsident in der Forschungsgruppe der Federal Reserve Bank of New York. Seine Arbeit ist vor allem für die Finanzwirtschaft wichtig, besonders für Fragen zu Wertpapiermärkten, Liquidität und festverzinslichen Wertpapieren.
Ausbildung und beruflicher Weg
Garbade wuchs in New Hyde Park, New York, als Sohn des Deutsch-Amerikaners Arthur Garbade (1904–1982) und Louise M. Garbade Degan auf. Er ist in zweiter Ehe mit Bernice Feuer verheiratet und Vater von Larissa Yosafat Garbade.
Er studierte an der Graduate School of Business Administration New York und schloss 1968 am California Institute of Technology mit einem Bachelor of Science in Physik und Geschichte ab. 1975 promovierte er an der Princeton University, New Jersey, mit einem Ph.D. in Wirtschaftswissenschaften.
An der Graduate School of Business Administration der New York University war er von 1973 bis 1974 Ausbilder für Wirtschaft und Finanzen, von 1974 bis 1978 Assistenzprofessor und von 1980 bis 1982 Professor für Wirtschaft und Finanzen. Bei der Federal Reserve Bank of New York begann er als Berater und wurde 1979 Wissenschaftlicher Mitarbeiter. Von 1985 bis 1997 war er Geschäftsführer der Bankers Trust Company. Im Jahr 2000 wurde er Vizepräsident der Federal Reserve Bank of New York, seit 2008 ist er dort Senior Vice Präsident.
Forschung und zentrale Begriffe
Garbades wirtschaftswissenschaftliche Bücher und Zeitungsartikel gelten in der Finanzwelt als bedeutsam. Ein wichtiger Begriff in diesem Zusammenhang ist Liquidität: Sie beschreibt, wie gut ein Vermögenswert oder Wertpapier gehandelt werden kann. Die Bezeichnung der Markttiefe als Beschreibung einer Dimension der Liquidität einer Aktie geht auf Garbade zurück. Bernstein greift diese Bezeichnung auf; Harris und Schmidt bezeichnen dieselbe Dimension als Marktweite.
In Price Dispersion in The Government Securities Market (MIT Press, 2001) finden Garbade und Silber empirische Evidenz dafür, dass das Emissionsvolumen als Liquiditätsindikator geeignet ist. Ein Liquiditätsindikator ist ein Merkmal, mit dem Liquidität eingeschätzt werden soll. Quafya Sai und Marin Tadinac erklären in Liquidität der Kapitalmärkte, dass dieser Indikator versucht, Liquidität zu erfassen, ohne Informationen über den Handelsprozess zu verwenden. Die zugrunde liegende Idee lautet, dass Eigenschaften von Wertpapieren ursächlich für deren Liquidität sind; als eine solche Eigenschaft gilt das Emissionsvolumen.
Publikationen
Zu Garbades Buchpublikationen gehören Discretionary Control of Aggregate Economic Activity (Lexington Books, 1975), Securities Markets (McGraw Hill, 1982), Fixed Income Analytics (MIT Press, 1996), Price Dispersion in The Government Securities Market (MIT Press, 2001, mit Silber) und From the Great War to the Great Depression (MIT Press, 2012).
Außerdem veröffentlicht Garbade in wissenschaftlichen Fachzeitschriften, darunter Journal of Finance, Journal of Political Economy, International Economic Review und Journal of Banking and Finance.