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Johnny English – Man lebt nur dreimal

Johnny English – Man lebt nur dreimal (Originaltitel: Johnny English Strikes Again) ist eine britische Spionage-Actionkomödie aus dem Jahr 2018, welche die …

Inhalt6 Abschnitte
  1. 1. Überblick
  2. 2. Handlung
  3. 3. Produktion und Veröffentlichung
  4. 4. Synchronisation und Freigabe
  5. 5. Aufnahme und Erfolg
  6. 6. Fortsetzung

Überblick

„Johnny English – Man lebt nur dreimal“ ist eine britische Spionage-Actionkomödie aus dem Jahr 2018. Der Originaltitel lautet „Johnny English Strikes Again“. Der Film ist die dritte Fortsetzung der Reihe nach „Johnny English – Der Spion, der es versiebte“ und „Johnny English – Jetzt erst recht!“. Rowan Atkinson spielt zum dritten Mal die Hauptfigur Johnny English. Regie führte David Kerr, für den es das Regiedebüt bei einem Kinofilm war.

Der Film wurde im Vereinigten Königreich, in den USA und in Frankreich produziert, ist auf Englisch gedreht und hat eine Länge von 89 Minuten. Das Drehbuch schrieb William Davies. Produzenten waren Tim Bevan, Eric Fellner und Chris Clark. Die Musik stammt von Howard Goodall, die Kamera führte Florian Hoffmeister. Der deutsche Kinostart war am 18. Oktober 2018.

Handlung

Johnny English ist nach seiner Pensionierung nicht mehr als MI7-Agent tätig, sondern arbeitet als Geografielehrer an einer Schule. Seinen Schülerinnen und Schülern bringt er jedoch heimlich Spionagetricks bei. Als der britische Geheimdienst MI7 durch einen Hackerangriff bloßgestellt wird und die Identitäten aller Undercoveragenten veröffentlicht werden, muss die Premierministerin ehemalige Agenten zurückholen. English setzt bei der Vertragsunterzeichnung versehentlich alle anderen Agenten außer Gefecht und wird deshalb allein auf den Fall angesetzt. Er bittet darum, von seinem früheren Kollegen Jeremy Bough unterstützt zu werden.

English und Bough reisen nach Südfrankreich, weil dort in einem Hotel die Quelle des Angriffs vermutet wird. Sie stehlen einem Verdächtigen ein Handy, setzen dabei aber das Hotelrestaurant in Brand. Auf einem Foto entdecken sie eine Yacht, die zur Tatzeit in der Nähe lag. Auf der Yacht werden sie von Ophelia Bhuletova gestellt, können sich jedoch mit einem explosiven Wattestäbchen befreien und im Serverraum einen Peilsender anbringen. Später findet Bough heraus, dass Ophelia eine Spionin ist. Sie erkennt ebenfalls, dass English ein Agent ist, und erhält den Auftrag, ihn zu töten. Ihre Versuche scheitern jedoch.

Die Yacht gehört Jason Volta, einem Silicon-Valley-Milliardär. Die Premierministerin will mit ihm beim bevorstehenden G12-Gipfel einen Vertrag schließen, weil er scheinbar als Einziger die Hackerangriffe auf das Vereinigte Königreich stoppen kann. English und Bough verdächtigen ihn jedoch, selbst hinter den Angriffen zu stecken. Weil Pegasus Beweise verlangt, brechen sie in Voltas Villa ein. Bei der Vorbereitung mit einer Virtual-Reality-Brille verursacht English in der Stadt erhebliches Chaos.

In Voltas Haus trifft English erneut auf Ophelia. Sie erklärt, dass sie eine russische Spionin ist und seit zwei Jahren verdeckt gegen Volta ermittelt. English filmt heimlich Voltas Pläne, wird aber entdeckt und kann fliehen. Als er die Beweise der Premierministerin zeigen will, hat er versehentlich sein Handy vertauscht. Daraufhin suspendiert sie ihn. Bough ermutigt ihn trotzdem weiterzumachen. Mit Hilfe eines U-Bootes der Royal Navy, das von Boughs Ehefrau Lydia kommandiert wird, fahren sie zum Schloss am Loch Nevis, wo der G12-Gipfel stattfindet.

Volta will die Staatsoberhäupter erpressen, indem er mit den Servern auf seiner Yacht Strom und Internet in ganz Europa abschaltet. Im Gegenzug verlangt er Zugang zu allen Daten der beteiligten Länder. English aktiviert versehentlich eine Rakete des U-Bootes, die wegen des Peilsenders auf die Yacht zusteuert und sie zerstört. Dadurch werden Strom und Internet wiederhergestellt, und Volta wird von English überwältigt. Am Ende kehrt English als Gastredner an seine Schule zurück und wird dort von seinen Schülern als Held gefeiert.

Produktion und Veröffentlichung

Ende Mai 2017 wurde bekannt, dass die Vorproduktion für einen weiteren Teil der „Johnny English“-Reihe mit Rowan Atkinson begonnen hatte. Mit dem Drehbeginn wurde David Kerr als Regisseur genannt. William Davies schrieb wie schon bei den beiden Vorgängern das Drehbuch. Auch Rowan Atkinson sowie die Produzenten Tim Bevan und Chris Clark waren am Schreibprozess beteiligt. Der deutsche Kameramann Florian Hoffmeister übernahm die Kameraarbeit. Im April 2018 erhielt der Film offiziell den Titel „Johnny English Strikes Again“. Der deutsche Titel spielt auf „James Bond 007 – Man lebt nur zweimal“ mit Sean Connery aus dem Jahr 1967 an.

Neben Rowan Atkinson kehrte Ben Miller als Jeremy Bough zurück, den er bereits im ersten Teil gespielt hatte. Olga Kurylenko gab im September 2017 ihre Beteiligung bekannt. Emma Thompson spielt die Premierministerin, Adam James den MI7-Chef Pegasus und Jake Lacy den Gegenspieler Jason Volta.

Die Dreharbeiten begannen am 3. August 2017 in den Pinewood Studios nahe London, wo auf vier Soundstages gedreht wurde. Weitere Aufnahmen entstanden in Gloucestershire, Hertfordshire und im Berkeley Castle, das als Kulisse für den G12-Gipfel diente. Ende September 2017 wurden die Dreharbeiten in Frankreich im Département Var fortgesetzt.

Der erste Trailer erschien am 5. April 2018, das offizielle Poster im Juni. Ein zweiter Trailer folgte am 28. August 2018 auf Englisch und am 25. September 2018 auf Deutsch. Der Kinostart war am 5. Oktober 2018 im Vereinigten Königreich, am 18. Oktober 2018 in Deutschland und am 26. Oktober 2018 in den USA.

Synchronisation und Freigabe

Die deutschsprachige Synchronisation entstand bei Berliner Synchron. Dialogbuch und Dialogregie übernahm Sven Hasper. Johnny English wird in der deutschen Fassung von Lutz Mackensy gesprochen, Jeremy Bough von Stefan Krause, Ophelia Bhuletova von Katharina Spiering, Jason Volta von Manuel Straube und die Premierministerin von Monica Bielenstein.

In den USA erhielt der Film von der MPAA die Einstufung PG, ebenso von der BBFC im Vereinigten Königreich. In Deutschland wurde „Johnny English – Man lebt nur dreimal“ von der FSK ab 6 Jahren freigegeben. In der Begründung heißt es, der Film greife typische Elemente des Genres auf und parodiere sie durch starke Übertreibung und Slapstick. Gewalt komme zwar häufig vor, wirke aber meist nicht bedrohlich, und spannende Szenen würden schnell humorvoll aufgelöst. Die österreichische JMK vergab eine Freigabe ab 8 Jahren.

Aufnahme und Erfolg

Die Kritiken fielen gemischt aus. Bei Rotten Tomatoes überzeugte der Film 37 % der 109 gelisteten Kritikerinnen und Kritiker und erreichte eine durchschnittliche Bewertung von 4,8 von 10 Punkten. Das zusammenfassende Urteil der Seite lautete, die Fortsetzung könne zwar einzelne Lacher auslösen, scheitere insgesamt aber. Auf Metacritic erhielt der Film auf Grundlage von 22 Kritiken einen Metascore von 39 von 100 Punkten.

Einige Kritiken waren deutlich positiver. Antje Wessels von Filmstarts bezeichnete den Film als besten Teil der Reihe und lobte, dass David Kerr und William Davies der Hauptfigur mehr Respekt entgegenbrächten. Positiv hervorgehoben wurden die Handlung um Hackerangriffe, das Spiel mit dem Gegensatz zwischen dem altmodischen Johnny English und der digital vernetzten Welt, das Timing der Komik, die Inszenierung, die Effekte und die Leistungen der Darsteller. Auch das „Lexikon des internationalen Films“ bewertete den Film positiv und sah den Humor besonders in der Kluft zwischen digitaler Welt und den altmodischen Arbeitsmethoden des Protagonisten.

Peter Bradshaw von „The Guardian“ fand zwar einige gelungene Momente, kritisierte den Humor aber als zu kindisch und weniger einfallsreich als Atkinsons Rolle Mr. Bean. Rowan Atkinson und Ben Miller würden besonders gegen Ende viel einsetzen, doch die Rolle werde Atkinsons komödiantischem Talent nicht wirklich gerecht. Emma Thompson und Olga Kurylenko wurden positiv erwähnt. Andreas Günther von der „Mittelbayerischen Zeitung“ lobte dagegen den Humor und verglich ihn mit den Arbeiten von Gérard Oury mit Louis de Funès. Die Deutsche Film- und Medienbewertung verlieh dem Film das Prädikat „besonders wertvoll“.

Am Startwochenende erreichte der Film mit 225.000 Besucherinnen und Besuchern Platz 1 der deutschen Kino-Charts. Insgesamt sahen ihn in Deutschland 973.452 Kinobesucher, und er spielte dort 7,65 Millionen Euro ein. Weltweit standen Produktionskosten von rund 25 Millionen US-Dollar Einnahmen von 158,97 Millionen US-Dollar gegenüber. Davon entfielen 4,41 Millionen US-Dollar auf Nordamerika.

Fortsetzung

Im Februar 2024 wurde bekanntgegeben, dass die Dreharbeiten an einem vierten Teil im Sommer 2024 auf Malta und im Vereinigten Königreich beginnen sollten. Die Produktion startete am 30. September 2024 in London. Als Produzenten fungierten William Davies und Eric Fellner.

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