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Horst Zuse
Horst Konrad Zuse (* 17. November 1945 in Hindelang) ist ein deutscher Informatiker. Horst Zuse (2013). Inhaltsverzeichnis. 1 Werdegang und Tätigkeiten …
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Person und Fachgebiet
Horst Konrad Zuse (* 17. November 1945 in Hindelang) ist ein deutscher Informatiker und Sohn des Computerpioniers Konrad Zuse, des Erfinders des ersten binären Digitalrechners. Sein fachlicher Schwerpunkt liegt in der Softwaretechnik, besonders bei der Messung der Komplexität von Software.
Ausbildung und Hochschultätigkeit
Von April 1967 bis Dezember 1973 studierte Zuse Elektrotechnik an der Technischen Universität Berlin und schloss das Studium mit dem Diplom ab. Im März 1983 promovierte er zum Dr.-Ing. über Softwarekomplexitätsmaße. Im Dezember 1998 habilitierte er sich an der TU Berlin und erhielt die Lehrbefugnis für praktische Informatik.
Von Februar bis Mai 1998 war er Gastprofessor an der Southwestern Louisiana Universität in Lafayette in den Vereinigten Staaten. Von Juni 1998 bis September 2008 lehrte er als Privatdozent an der TU Berlin. An der Hochschule Lausitz (FH) war er von November 2003 bis November 2006 Gastprofessor; 2006 wurde er dort Honorarprofessor und 2009 Professor. Seit Dezember 2008 ist er hauptsächlich an der Hochschule Lausitz tätig und übernimmt daneben in geringem Umfang Lehrveranstaltungen an der TU Berlin.
Arbeit zur Computergeschichte
Zwischen 1996 und 2000 entwickelte Horst Zuse die „Konrad Zuse Multimedia Show“ zur Geschichte der Computerentwicklung. 2010 vollendete er gemeinsam mit dem Elektrotechnik-Konzern Finder einen originalgetreuen Nachbau des von seinem Vater konstruierten Computers Z3. Dieser Nachbau wurde 2011 im Heinz Nixdorf MuseumsForum ausgestellt.
Zusammen mit Wilhelm Mons veröffentlichte Zuse zwei Bücher über seinen Vater. Seit März 2015 gehört er dem Senat der Deutschen Industrieforschungsgemeinschaft Konrad Zuse an, die nach Konrad Zuse benannt ist.
Wichtige Veröffentlichungen
Zuses Veröffentlichungen behandeln vor allem Softwaremessung und seinen Vater Konrad Zuse:
- „Software Complexity: Measures and Methods“, de Gruyter, 1991, ISBN 3-11-012226-X.
- Mit Reiner Dumke: „Theorie und Praxis der Softwaremessung“, DUV, 1994, ISBN 3-8244-2061-9.
- „A Framework of Software Measurement“, de Gruyter, 1998, ISBN 3-11-015587-7.
- Mit Jürgen Alex, Hermann Flessner und Wilhelm Mons: „Konrad Zuse: Der Vater des Computers“, Parzeller, Fulda 2000, ISBN 3-7900-0317-4.
- Mit Wilhelm Mons und Roland Vollmar: „Konrad Zuse: Helden ohne Degen“, be.bra wissenschaft verlag, 2005, ISBN 978-3-937233-45-1; herausgegeben von der Ernst-Freiberger-Stiftung.