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Homerecording

Homerecording (abgeleitet vom Englischen: home recording, deutsch: Heimaufnahme) ist die Aufnahme und das Abmischen u. a. eigener Musikproduktionen – nicht …

Inhalt4 Abschnitte
  1. 1. Begriff und Zweck
  2. 2. Analoge Anfänge
  3. 3. Digitalisierung und Folgen
  4. 4. Arbeitsweise und Auswirkungen

Begriff und Zweck

Homerecording (englisch home recording, deutsch „Heimaufnahme“) bezeichnet das Aufnehmen und Abmischen von Musikproduktionen im privaten Hobbytonstudio. Es unterscheidet sich damit vom Arbeiten in einem professionellen Tonstudio. Typische Zwecke sind eigene Musikproduktionen, Demoaufnahmen und Selbstveröffentlichungen.

Durch digitale Technik können heute mehrere Arbeitsschritte an einem Ort erledigt werden: das Arrangieren, also das Gestalten der musikalischen Teile eines Stücks, das Mischen der aufgenommenen Spuren und das Mastern, die abschließende klangliche Bearbeitung.

Analoge Anfänge

Die heimische Vorproduktion von Musikstücken setzte sich 1979 mit dem Teac/Tascam Portastudio 144 endgültig durch. Dieses Gerät war der erste 4-Spur-Kassettenrekorder mit eingebautem Mini-Mischpult. Solche Geräte werden umgangssprachlich häufig Multitracker genannt.

Ein Beispiel ist Bruce Springsteen: Er nahm 1982 sein komplettes Album Nebraska mit einem solchen Gerät auf und produzierte es darauf. Mitte der 1980er Jahre stellte die Zündfunk-Redaktion des Bayerischen Rundfunks Musiker ohne Plattenvertrag vor, die ihre Aufnahmen vollständig im Homerecording-Verfahren hergestellt hatten.

Digitalisierung und Folgen

Homerecording profitierte laut Artikel ab Ende der 1990er(?) besonders von digitalisierten Klängen, leistungsfähigen Computern, vielseitigen Soundkarten und geeigneter Software. Dadurch konnten Produktionsschritte vom Arrangieren bis zum Mischen und Mastern in den Rechner verlagert und auch in begrenzten Räumen durchgeführt werden. Nahezu gleichzeitig vereinfachten Digitaldruck und Book-on-Demand Selbstverlag und Selbstpublikation von Büchern sowie CD-Booklets und machten sie kostengünstiger.

Seit etwa 2005(?) richten Hersteller von Musiksoftware wegen begrenzter Zuwachsraten im professionellen Bereich ihr Interesse besonders auf den wachsenden Homerecording-Markt. Mit vergleichsweise wenig Aufwand können seither Aufnahmen entstehen, die höheren Ansprüchen genügen und klanglich nahe an professionelle Musikproduktionen heranreichen.

Arbeitsweise und Auswirkungen

Auch Musikproduzenten wie Scott Storch und Timbaland erstellen Aufnahmen und Arrangements zunächst im Homerecording-Studio und lassen Titel anschließend in einem großen Tonstudio weiterbearbeiten oder fertigstellen. Üblicherweise entstehen Produktionen dabei nicht mit großen Mischpulten, analogen Effekten und Outboardequipment, sondern mithilfe aktueller PCs und kleiner Mehrspurrekorder.

Die Ausweitung des Homerecordings führt laut Artikel dazu, dass professionelle Tontechniker weniger Auftraggeber finden. Sie hat außerdem bereits zum Niedergang größerer kommerzieller Tonstudios beigetragen.

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