Zum Inhalt springen
L

Wikipedia · einfach zusammengefasst · Stand

Harald Christ

Harald Christ (* 3. Februar 1972 in Worms) ist ein deutscher Unternehmer, Politiker (ehemals FDP, davor SPD), Aufsichtsrat und Stifter. Harald Christ (2019) …

Inhalt5 Abschnitte
  1. 1. Überblick
  2. 2. Beruflicher Werdegang
  3. 3. Lehre und Politik
  4. 4. Soziales und kulturelles Engagement
  5. 5. Stiftung und Veröffentlichungen

Überblick

Harald Christ (* 3. Februar 1972 in Worms) ist ein deutscher Unternehmer, Politiker, Aufsichtsrat und Stifter. Er war zunächst Mitglied der SPD und später der FDP. Seine beruflichen Schwerpunkte liegen in Finanzdienstleistungen, Unternehmensberatung und Aufsichtsräten; außerdem engagiert er sich in Lehre, Kultur, sozialen Projekten und Demokratiebildung.

Beruflicher Werdegang

Christ wuchs in Gimbsheim auf. Von 1989 bis 1992 absolvierte er bei den Stadtwerken Worms eine Ausbildung zum Industriekaufmann sowie berufsbegleitend eine Ausbildung im Bank- und Versicherungswesen.

2003 gründete er die Conomus Treuhand AG in Berlin. Von 2002 bis 2007 war er Geschäftsführer und Gesellschafter bei HCI Capital und der Hammonia Reederei; bis Herbst 2007 war er Vorstandsvorsitzender der HCI Capital AG. Danach wechselte er als Generalbevollmächtigter zur Weberbank.

2013 trat er in den Postbank-Konzern ein, wurde Vorstandsvorsitzender der Postbank Finanzberatung AG und Generalbevollmächtigter der BHW Bausparkasse AG. Im Mai 2016 wurde er Vorstandsvorsitzender der ERGO Beratung und Vertrieb AG. Er hatte Aufsichtsrats- und Beiratsfunktionen bei mehreren Unternehmen. Bei der Ernst Russ AG ist er Vorsitzender des Aufsichtsrats. Stand 2024 ist er Geschäftsführer der von ihm gegründeten Christ&Company Consulting GmbH.

Lehre und Politik

Seit Februar 2018 ist Christ Hochschuldozent an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg im Bachelor-Studiengang Finanzdienstleistungen. Seit April 2019 ist er Lehrbeauftragter an der Philosophischen Fakultät der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn. Zuvor war er von 1998 bis 2001 für die Berufsakademie Mannheim tätig und hielt 2011 Gastvorträge bei den German Societies der Oxford University und der Cambridge University.

Sein politisches Engagement begann 1988 bei den Jusos der SPD. In Hamburg war er 2006/2007 Landesschatzmeister und Mitglied des geschäftsführenden SPD-Landesvorstands. In Berlin war er von 2010 bis Sommer 2012 Landeskassierer. 2015 wurde er Gründungsmitglied des Wirtschaftsforums der SPD, zunächst Schatzmeister und später bis 2020 Vizepräsident. Von 2018 bis Dezember 2019 war er Mittelstandsbeauftragter des SPD-Parteivorstands.

Im Dezember 2019 verließ Christ nach 31 Jahren die SPD und trat im März 2020 der FDP bei. Von 2020 bis 2022 war er Bundesschatzmeister der FDP. Am 1. Dezember 2024 trat er im Zusammenhang mit der D-Day-Affäre aus der FDP aus. Im Juli 2023 spendete er insgesamt 253.000 Euro an FDP, SPD, Grüne und CDU. Seit 2025 ist er Vorsitzender eines Beirats für Sondervermögen Infrastruktur der Bundesregierung Deutschland im Kabinett Merz.

Soziales und kulturelles Engagement

Christ ist Mitbegründer und Ehrenvorsitzender von SOS '86 Kinder von Tschernobyl e. V. und fördert in diesem Zusammenhang ein Projekt mit der Taras-Schewtschenko-Universität. Er gehörte 2013 bis 2014 dem Stiftungsvorstand der EBS Universität für Wirtschaft und Recht an. Von 2014 bis 2015 war er Mitbegründer und stellvertretender Vorstandsvorsitzender des Förderkreises der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld e. V.

Seit 2015 ist er Mitglied des Kuratoriums der Nibelungenfestspiele Worms. 2016 war er Großspender bei Wormatia Worms.

Stiftung und Veröffentlichungen

2020 gründete Christ die Harald Christ Stiftung für Demokratie und Vielfalt und ist deren Vorsitzender. Sie will insbesondere Heranwachsende unterstützen und demokratische Erziehung fördern. Der Verein stiftet seit 2020 die Preisgelder des queeren Filmpreises Teddy Award, der jährlich im Rahmen der Berlinale vergeben wird.

Zu seinen Veröffentlichungen gehören „4.Zero. Die ESG-Revolution“ (mit Peter Gassmann, 2022) und „Zukunftsfest. Wie wir die Chancen der 20er Jahre nutzen müssen“ (2022). Weitere Texte behandeln unter anderem Freiheit und Sicherheit, Bildung, soziale Gerechtigkeit sowie Aufstieg und Chancen durch Bildung.

Weiterlesen