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Hans Rupprecht Goette
Hans Rupprecht Goette (* 1956 in Soest) ist ein deutscher Klassischer Archäologe. Inhaltsverzeichnis. 1 Werdegang; 2 Schriften; 3 Weblinks …
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Profil und Forschungsgebiete
Hans Rupprecht Goette (geboren 1956 in Soest) ist ein deutscher Klassischer Archäologe. Sein Arbeitsgebiet umfasst die Erforschung der materiellen Hinterlassenschaften der griechischen und römischen Antike. Im Mittelpunkt stehen die Topographie und Siedlungsarchäologie Griechenlands, besonders Attika sowie die Inseln Aigina und Euboia. Weitere Schwerpunkte sind die antike Architektur, die antike Plastik, insbesondere die römische Porträtplastik, die Realienkunde und die Verwendung von Marmor in der Antike.
Goette verbindet wissenschaftliche Forschung, Lehre, die Arbeit in Bibliotheken und Archiven sowie die Organisation von Fachtagungen und Ausstellungen. Er ist korrespondierendes Mitglied des Deutschen Archäologischen Instituts (DAI).
Ausbildung und beruflicher Werdegang
Goette legte 1975 am Kölner Dreikönigsgymnasium im altsprachlichen Zweig das Abitur ab. Von 1975 bis 1982 studierte er Klassische Archäologie, Lateinische Philologie und Geschichte an den Universitäten Köln, Bonn, München und Göttingen. Als DAAD-Stipendiat studierte er 1980/1981 in Rom. 1982 schloss er sein Studium in Göttingen mit dem Magister-Grad ab.
Bis 1995 hatte er Lehraufträge in Göttingen. Dort promovierte er 1984 bei Klaus Fittschen mit der Dissertation Studien zu römischen Togadarstellungen. Anschließend war er Wissenschaftlicher Assistent in Göttingen. Von 1985 bis 1986 nutzte er ein Reisestipendium zu einer Reise durch den Mittelmeerraum.
1986 wurde Goette Allgemeiner Referent an der Abteilung Athen des Deutschen Archäologischen Instituts. 1992 übernahm er dort die Aufgaben als Referent für Historische Landeskunde und als Leiter des Photoarchivs. 1994 hatte er außerdem Lehraufträge an der Universität Marburg und an der Universität Kiel.
1997 habilitierte er sich an der Universität Gießen mit der Arbeit Ό ἀξιόλογος δῆμος Σούνιον (Ho axiólogos dēmos Sounion). Landeskundliche Studien in Südost-Attika und wurde danach Privatdozent in Gießen. 2002 wechselte er als Referent für die Bibliothek und zur Redaktion an die Zentrale des DAI nach Berlin. 2004 ernannte ihn die Universität Gießen zum Außerplanmäßigen Professor. 2015 folgte er Almut Benecke als Leiter der Bibliothek der Zentrale des DAI in Berlin nach.
In Athen war Goette an der Organisation mehrerer internationaler Fachtagungen beteiligt: 1994 an H. G. Lolling und die griechische Landeskunde und Epigraphik, 1998 an Ancient Roads in Greece und 2002 an Ludwig Ross in Griechenland 1832–1846. Außerdem war er Mitorganisator der Ausstellung Der Wandel archäologischer Denkmäler in historischen und zeitgenössischen Photographien, die von 1995 bis 1997 in Zürich, Heidelberg, Hannover und Münster gezeigt wurde. Vorträge und Tagungsteilnahmen führten ihn nach Österreich, in die Schweiz, nach Griechenland, nach Großbritannien und in die USA.
Ausgewählte Schriften
Zu Goettes wichtigsten Veröffentlichungen gehören:
- Studien zu römischen Togadarstellungen, erschienen 1990 als Band 10 der Beiträge zur Erschließung hellenistischer und kaiserzeitlicher Skulptur und Architektur.
- Athen, Attika, Megaris. Reiseführer zu den Kunstschätzen und Kulturdenkmälern im Zentrum Griechenlands (1993); die englische Ausgabe erschien 2001 unter dem Titel Athens, Attica and the Megarid. An archaeological guide.
- Mit Adrian Zimmermann veröffentlichte er 1995 Der Wandel archäologischer Denkmäler in historischen und zeitgenössischen Photographien.
- Die Habilitationsschrift Ό ἀξιόλογος δῆμος Σούνιον. Landeskundliche Studien in Südost-Attika erschien 2000.
- Als Herausgeber betreute er Ancient roads in Greece (2002), die Beiträge eines in Athen organisierten Symposiums. Mit Jürgen Hammerstaedt veröffentlichte er Das antike Athen. Ein literarischer Stadtführer (2004), mit Thomas Maria Weber Marathon. Siedlungskammer und Schlachtfeld – Sommerfrische und olympische Wettkampfstätte (2004) und mit Günther Schörner Die Pan-Grotte von Vari (2004).
- Gemeinsam mit Olga Palagia gab er 2005 Ludwig Ross und Griechenland. Akten des internationalen Kolloquiums heraus.
- Spätere Arbeiten sind Schwertbandbüsten der Kaiserzeit (2021), mit Gunnar Brands herausgegeben Neue Ansätze zur Erforschung spätantiker Ideal- und Portraitplastik (2023) sowie mit Árpád Miklós Nagy Die Sammlung antiker Skulpturen im Museum der bildenden Künste in Budapest (2024, 2 Teilbände).