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Hamlet (1990)

Hamlet ist der Titel einer von Franco Zeffirelli produzierten Literaturverfilmung aus dem Jahr 1990 mit Mel Gibson in der Hauptrolle, die das gleichnamige …

Inhalt5 Abschnitte
  1. 1. Film und Vorlage
  2. 2. Hamlets Racheauftrag
  3. 3. Tod und Auflösung
  4. 4. Umsetzung und deutsche Fassung
  5. 5. Kritik und Auszeichnungen

Film und Vorlage

Hamlet ist eine Literaturverfilmung aus dem Jahr 1990 nach dem gleichnamigen Theaterstück von William Shakespeare. Regie führte Franco Zeffirelli, Mel Gibson spielt die Hauptrolle des dänischen Prinzen Hamlet. Der 130 Minuten lange Film ist eine Produktion aus Großbritannien, den USA, Frankreich und Italien, die Originalsprache ist Englisch. Er ist in Deutschland ab 12 Jahren freigegeben.

Das Drehbuch schrieben Christopher De Vore und Franco Zeffirelli nach Shakespeare. Ennio Morricone komponierte die Musik, David Watkin führte die Kamera und Richard Marden übernahm den Schnitt.

Hamlets Racheauftrag

Prinz Hamlet von Dänemark ist ein melancholischer Universitätsstudent. Kurz vor der Beerdigung seines Vaters erfährt er, dass seine Mutter Gertrude dessen Bruder Claudius heiraten wird. Claudius wird dadurch König von Dänemark.

Hamlets Freund Horatio berichtet ihm vom Geist seines Vaters auf den Zinnen der Burg. Der Geist erklärt, er sei vergiftet worden, Claudius sei der Täter und Hamlet solle ihn rächen. Hamlet will zunächst die Wahrheit ans Licht bringen.

Hamlet liebt Ophelia, die Tochter des Oberkämmerers Polonius. Polonius verbietet ihr den Umgang mit ihm. Als Polonius sich hinter einem Vorhang versteckt, ersticht Hamlet ihn versehentlich. Claudius schickt Hamlet nach England und fordert den englischen König in einem Brief auf, ihn zu töten. Hamlet gelangt an den Brief, schreibt ihn um und kehrt unversehrt nach Dänemark zurück. Ophelia wird durch den Verlust ihres Vaters wahnsinnig.

Tod und Auflösung

Nach Ophelias Tod hält ihr Bruder Laertes Hamlet für verantwortlich und will ihn töten. Claudius schlägt einen Schwertkampf vor, dessen Ausgang wie ein Unfall wirken soll. Er stellt einen vergifteten Trank bereit, nachdem er selbst davon getrunken hat. Laertes vergiftet außerdem die Spitze seines Schwertes.

Laertes verletzt Hamlet am Arm. Hamlet ergreift später dasselbe Schwert und verwundet auch Laertes. Gertrude trinkt ahnungslos aus dem vergifteten Kelch und stirbt. Laertes bittet Hamlet sterbend um Vergebung, vergibt ihm ebenfalls und sagt, der König trage die Schuld. Hamlet zwingt Claudius daraufhin, den Gifttrank zu trinken. Bevor auch Hamlet stirbt, bittet er Horatio, seine Sache zu erklären.

Umsetzung und deutsche Fassung

Der Film wurde mit historischen Kostümen und Kulissen gedreht. Das Budget betrug 20 Millionen US-$. Drehorte waren Dover Castle, Dunnottar Castle und Blackness Castle. Wie bereits bei Romeo und Julia wurden die Dialoge 1:1 übernommen; die Verfilmung nimmt wenige Interpretationsfreiheiten in Anspruch, um das Drama möglichst authentisch zu realisieren.

Die deutsche Synchronfassung entstand bei Berliner Synchron. Armin Kaiser schrieb das Dialogbuch und führte Synchronregie. Joachim Tennstedt spricht Hamlet, Uta Hallant Gertrude, Joachim Kerzel Claudius, Holger Hagen den Geist von Hamlets Vater, Eckart Dux Polonius, Alexandra Wilcke Ophelia, Michael Pan Horatio und Torsten Sense Laertes.

Kritik und Auszeichnungen

Das Lexikon des internationalen Films beschreibt Zeffirellis Schwerpunkt als Konflikt eines von Natur aus tatkräftigen Mannes, der durch den Racheauftrag in eine existentialistische Krise gerät. Die Verfilmung biete keine radikalen Neuansätze der Interpretation, überzeuge jedoch durch handwerkliche Arbeit und ein hochkarätiges Schauspieler-Ensemble.

Bei der Oscarverleihung 1991 erhielt der Film zwei Nominierungen: für das beste Szenenbild für Dante Ferretti und Francesca Lo Schiavo sowie für das beste Kostümdesign für Maurizio Millenotti. Alan Bates wurde für einen BAFTA als bester Nebendarsteller nominiert. Franco Zeffirelli erhielt den David di Donatello für den besten ausländischen Film. Tonino Accolla, die italienische Stimme von Mel Gibson, erhielt einen Nastro d’Argento als bester Synchronsprecher.

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