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Graphische Notation
Grafische Notation ist eine Art der Musikgrafik zur Notation von Musik, die zusätzlich zu den herkömmlichen Elementen der Notenschrift oder anstelle …
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Grundidee und Verwendung
Grafische Notation ist eine Form der Musikgrafik zur Notation von Musik. Sie verwendet zusätzlich zu den herkömmlichen Elementen der Notenschrift oder an ihrer Stelle andere Symbole, Texte und teilweise Farben. Diese Mittel beschreiben, wie ein Musikstück ausgeführt werden soll.
Seit dem 20. Jahrhundert wird grafische Notation vor allem in der experimentellen und der Avantgarde-Musik eingesetzt. Dort kann die traditionelle Notenschrift unzureichend sein, um Inhalte und die Spontanität einer musikalischen Idee zu vermitteln.
Zeichen für rhythmische Erscheinungen
Zu den im Artikel genannten grafischen Zeichen und ihren Bedeutungen gehören:
- Ein Strich oder Punkt kann die Tondauer darstellen.
- Die Abstände der Zeichen können dem optischen Bild der Tonfolge entsprechen.
- Ein bestimmtes Zeichen kann eine schneller werdende Tonfolge anzeigen.
- Ein anderes Zeichen kann eine langsamer werdende Tonfolge anzeigen.
- Eine unregelmäßige Tonfolge kann grafisch gekennzeichnet werden.
- Außerdem gibt es Zeichen für eine kurze und eine lange Fermate, also für unterschiedlich lange Unterbrechungen oder Haltetöne.
Die konkrete Ausführung ergibt sich aus der Bedeutung der verwendeten Symbole und ihrer Anordnung.
Komponisten
Komponisten, die grafische Notation verwenden, sind unter anderem Christian Wolff, Earle Brown, Sylvano Bussotti, John Cage, Morton Feldman, Roman Haubenstock-Ramati, Anestis Logothetis, Roger Reynolds, Norbert Walter Peters, Leon Schidlowsky, Karlheinz Stockhausen, Friedrich Goldmann, Cristóbal Halffter, Luciano Berio, Helmut W. Erdmann, Anthony Braxton und Cathy Berberian.