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Geographie der Niederlande
Dieser Artikel, Geographie der Niederlande, bietet einen geographischen und topographischen Überblick über den europäischen Teil des Königreiches der …
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Überblick
Die Geographie der Niederlande beschreibt den europäischen Teil des Königreiches der Niederlande. Seit 2010 gehören zwar auch drei karibische Inseln, die BES-Inseln, politisch zu den Niederlanden, sie unterscheiden sich geografisch aber stark und werden in diesem Zusammenhang nicht behandelt.
Die Niederlande sind ein sehr flaches Land. Die höchste Erhebung im europäischen Teil liegt bei etwa 322 Meter über NHN. Etwa 25 % der Landesfläche liegen unter dem Amsterdamer Pegel. Dazu gehören große Teile des dicht besiedelten und wirtschaftlich wichtigen Westens. Diese Lage unter oder nur knapp über dem Meeresspiegel ist ein zentrales Merkmal der niederländischen Geographie.
Flüsse und Gewässer
Die südlichen Niederlande liegen im Delta dreier großer Flüsse: Rhein, Maas und Schelde. Ein Delta ist ein Mündungsgebiet, in dem sich Flüsse verzweigen und Sedimente ablagern. Die IJssel ist ein nördlicher Nebenfluss und Mündungsarm des Rheins und gilt als vierter großer Fluss.
Die IJssel mündet in das IJsselmeer. Dieses ist ein Binnensee, der 1932 durch Eindeichung aus der Zuidersee entstand. Die Zuidersee war vorher eine Meeresbucht der Nordsee. Die Eindeichung zeigt, wie stark Wasserbau und Landgewinnung die niederländische Landschaft geprägt haben.
Grenzen und Küste
Die Niederlande grenzen im Osten an Deutschland und im Süden an Belgien. Die gesamte Landgrenze ist 1027 km lang.
Im Westen liegt die Küste an der Nordsee. Die Küstenlinie erstreckt sich über 451 km. Die Verbindung von langer Küste, tief liegenden Gebieten und großen Flussmündungen macht den Schutz vor Wasser zu einem wichtigen geografischen Thema des Landes.
Siedlungsstruktur
Die Niederlande gehören zu den am dichtesten besiedelten Ländern Europas. Eine einzelne große Metropole gibt es nicht. Stattdessen konzentrieren sich die vier größten Städte in den westlichen Provinzen Nordholland, Südholland und Utrecht.
Zwischen und um diese Städte liegt ein Ring mittelgroßer Städte, der Randstad genannt wird. Rund 45 % der niederländischen Bevölkerung leben in diesem Gebiet, obwohl es nur 20 % der Gesamtfläche ausmacht. In der Mitte befindet sich eine relativ offene Fläche, das sogenannte Groene Hart, also das Grüne Herz. Der Rest des Landes ist deutlich weniger dicht besiedelt.
Landschaftsräume und Höhen
Die Niederlande lassen sich grob in zwei Landschaftsräume einteilen. Im Westen und Norden liegt ein Tieflandgebiet mit Meereslehmablagerungen, die teilweise von Torf bedeckt sind. Meereslehm ist feines Material, das in Küsten- und Meeresgebieten abgelagert wurde; Torf entsteht aus abgestorbenen Pflanzenresten in nassen Gebieten.
Im Osten und Süden liegt ein höheres Gebiet mit Sand- und Lösslandschaften. Löss ist ein sehr feines, fruchtbares Sediment. Auch die Flusslehmlandschaften in Mittelholland zählen zu den Niederen Niederlanden.
Der tiefste Punkt ist der Zuidplaspolder in Südholland mit -6,76 m. Der höchste Punkt im europäischen Teil der Niederlande ist der Vaalserberg in Limburg mit 322,4 m. Der höchste Berg des gesamten Königreiches ist dagegen Mount Scenery auf der Insel Saba in den Kleinen Antillen mit 870 m. Als natürliche Ressourcen nennt der Artikel Erdgas, Erdöl und fruchtbares Land.