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Frühlingserwachen (1923)

Frühlingserwachen ist ein 1923 in Deutschland entstandener, österreichischer Stummfilm des Ehepaars Jakob Fleck und Luise Fleck nach dem gleichnamigen Drama …

Inhalt4 Abschnitte
  1. 1. Überblick
  2. 2. Schicksale von Moritz, Melchior und Wendla
  3. 3. Entstehung, Aufführung und zeitgenössische Kritik
  4. 4. Zeitgenössische Bewertung

Überblick

Frühlingserwachen ist ein österreichischer Stummfilm in deutscher Sprache aus dem Jahr 1923. Er entstand in Deutschland und basiert auf dem gleichnamigen Drama von Frank Wedekind aus dem Jahr 1891. Regie und Produktion übernahmen Jakob Fleck und Luise Fleck; das Drehbuch schrieben Adolf Lantz und Jakob Fleck. Die Kamera führte Mutz Greenbaum. Der Film ist mit 90 Minuten angegeben und bestand aus fünf Akten mit einer Gesamtlänge von 2070 Metern.

Zu den genannten Darstellern gehören Frieda Richard als Frau Bergmann und Hertha Müller als deren Tochter Wendla Bergmann sowie Erich Kaiser-Titz, Olga Limburg, Leopold von Ledebur, Albert Patry, Hertha Bartz, K. Aichinger und J. Epp.

Schicksale von Moritz, Melchior und Wendla

Moritz Stiefel arbeitet zwar sehr fleißig, bleibt aber ein schlechter Schüler. Sein Mitschüler Melchior Gabor lernt dagegen leicht. Beide stehen in Konkurrenz zu der gleichaltrigen Wendla Bergmann.

Moritz hat große Angst vor seinem strengen Vater, der von ihm mehr Anstrengung und bessere Noten verlangt. Dieser Druck treibt Moritz in den Selbstmord. Gleichzeitig beginnt zwischen Melchior und Wendla eine Liebesaffäre. Wendla wird von Melchior schwanger. In ihrer Not sucht sie eine Engelmacherin auf, also eine Person, die heimlich Abtreibungen vornimmt. Wendla stirbt bei der folgenden gefährlichen Abtreibung.

Entstehung, Aufführung und zeitgenössische Kritik

Obwohl es eine österreichische Produktion war, wurde der Film im Frühjahr 1923 in Berlin gedreht. Die deutsche Zensur genehmigte ihn am 28. Mai 1923. Die Uraufführung fand am 31. August 1923 im Berliner Alhambra-Kino statt; im Januar des folgenden Jahres lief der Film auch in Wien. Er erhielt ein Jugendverbot. Die Bauten, also die Gestaltung der Filmkulissen, entwarf Julian Ballenstedt.

Zeitgenössische Bewertung

Die Neue Freie Presse aus Wien beurteilte den Film 1924 überwiegend positiv. Sie nannte ihn technisch „recht nett“, hielt die Regie für gelungen und die Darstellung fast durchwegs für sehr gut. Besonders hervorgehoben wurden Frieda Richard als Mutter von Wendla und Hertha Müller in der Rolle der Wendla.

Lernvideos zu Frühlingserwachen (1923)

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