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Florian Weber (Geograph)

Florian Weber (* 1983) ist ein deutscher Geograph. Er war seit 2019 habilitierter Juniorprofessor und ist seit April 2025 Universitätsprofessor für …

Inhalt4 Abschnitte
  1. 1. Person und akademische Laufbahn
  2. 2. Forschungsschwerpunkte
  3. 3. Zentrale Monographien
  4. 4. Sammelbände und Fachaufsätze

Person und akademische Laufbahn

Florian Weber (* 1983) ist ein deutscher Geograph. Seit April 2025 ist er Universitätsprofessor für Europastudien in der Fachrichtung Gesellschaftswissenschaftliche Europaforschung an der Universität des Saarlandes. Dort war er bereits seit 2019 als habilitierter Juniorprofessor tätig. Er gehört zu den Gründungs- und Clusterprofessoren des Clusters für Europaforschung und ist Vorstandsmitglied der Deutschen Akademie für Geographische Regionalforschung.

Von 2003 bis 2009 studierte Weber Geographie, Soziologie, Publizistik und Betriebswirtschaftslehre an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und der Universität Paris-Nanterre. Danach arbeitete er als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Dort promovierte er 2012 über die (Re-)Produktion kultureller Differenzierungen in quartiersbezogenen Stadtpolitiken in Deutschland und Frankreich.

Von 2013 bis 2014 betreute er an der Technischen Universität Kaiserslautern ein Projekt zum grenzüberschreitenden Universitätsverbund Universität der Großregion. Anschließend war er wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf. Ab 2016 arbeitete er als Akademischer Rat im Forschungsbereich Geographie – Stadt- und Regionalentwicklung – der Eberhard Karls Universität Tübingen. Dort habilitierte er sich 2018 mit einer Arbeit über Konflikte um die Energiewende.

Forschungsschwerpunkte

Im Mittelpunkt von Webers Forschung steht die grenzüberschreitende Regionalentwicklung, besonders in der Großregion Saar-Lor-Lux. Damit ist der Grenzraum um das Saarland, Lothringen und Luxemburg gemeint. Er untersucht dort Grenzziehungsprozesse, die beispielsweise während der Covid-19-Pandemie sichtbar wurden.

Ein weiterer Schwerpunkt sind raumbezogene Konflikte, vor allem im Zusammenhang mit der Energiewende. Weber analysiert außerdem Formen grenzüberschreitender Zusammenarbeit und ihre Governancestrukturen, also die Regeln, beteiligten Akteure und Verfahren, durch die Kooperation gesteuert wird.

Weitere Arbeitsgebiete sind Prozesse der Stadtentwicklung und Stadtplanung, insbesondere in Frankreich, sowie die diskurstheoretische Landschaftsforschung. Diese betrachtet Landschaften im Zusammenhang mit gesellschaftlichen Deutungen, Debatten und Auseinandersetzungen.

Zentrale Monographien

Webers Monographien behandeln seine wichtigsten Forschungsfelder. Seine Promotionsschrift erschien 2013 unter dem Titel „Soziale Stadt – Politique de la Ville – Politische Logiken“ und vergleicht quartiersbezogene Stadtpolitiken in Deutschland und Frankreich. Die Habilitationsschrift „Konflikte um die Energiewende. Vom Diskurs zur Praxis“ wurde 2018 veröffentlicht.

Gemeinsam mit Olaf Kühne und Corinna Jenal veröffentlichte er 2018 „Neue Landschaftsgeographie“. 2019 folgte mit Karsten Berr, Corianna Jenal und Olaf Kühne „Landschaftsgovernance. Ein Überblick zu Theorie und Praxis“. Zusammen mit Olaf Kühne erschien 2022 „Germany. Geographies of Complexity“.

Sammelbände und Fachaufsätze

Als Herausgeber wirkte Weber an Sammelbänden zu Energiewende, Grenzen und deutsch-französischen Beziehungen mit. Dazu gehören „Bausteine der Energiewende“ (2018), „Geographien der Grenzen. Räume – Ordnungen – Verflechtungen“ (2020) sowie der deutsch-französische Band „Grenzerfahrungen | Expériences transfrontalières“ über Covid-19 und die deutsch-französischen Beziehungen (2021).

Seine begutachteten Fachaufsätze greifen ebenfalls zentrale Forschungsthemen auf. Ein Beitrag von 2017 analysiert mit einem diskurstheoretischen Ansatz nach Laclau und Mouffe die Argumentationsmuster von Bürgerinitiativen, die Widerstand gegen den Ausbau des Stromnetzes leisten. Ein Aufsatz von 2022 untersucht die grenzüberschreitende Zusammenarbeit zwischen Deutschland, Frankreich und Luxemburg während der Covid-19-Pandemie.

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