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Wikipedia · einfach zusammengefasst · Stand

Explosionszeichnung

Bei manchen Explosionszeichnungen ist die Perspektive so gewählt, dass die drei Koordinatenachsen in der Darstellung jeweils im Winkel von 120° versetzt sind.

Inhalt3 Abschnitte
  1. 1. Definition und Zweck
  2. 2. Einsatzbereiche
  3. 3. Isometrische Darstellung und Alternative

Definition und Zweck

Eine Explosionszeichnung, auch Explosionsgrafik, Explosivdarstellung oder im Fachjargon Sprengzeichnung, zeigt einen komplizierten Gegenstand in seine Einzelteile zerlegt. Die Bauteile werden räumlich voneinander getrennt dargestellt, als würden sie nach einer Explosion auseinanderfliegen; die Darstellung kann perspektivisch sein.

Dadurch werden die Beziehung zwischen dem Ganzen und seinen Teilen sowie die Lage der einzelnen Bauteile sichtbar. Eine Explosionszeichnung erklärt die Funktion und den Zusammenbau von Baugruppen. Teilenummern ermöglichen außerdem, einzelne Komponenten zu bestimmen, etwa ein Ersatzteil und seine Lagernummer.

Einsatzbereiche

Explosionszeichnungen werden als Informationsgrafiken in Gebrauchsanweisungen sowie in gedruckten oder virtuellen, interaktiven Ersatzteilkatalogen verwendet. In Montageanleitungen zeigen sie die Reihenfolge, in der Teile montiert oder demontiert werden.

Im Maschinenbau machen sie komplexe Maschinen übersichtlich. Im Bauwesen können sie verdeutlichen, wie verschiedene Bauteile oder Elemente des Tragwerks eines Gebäudes zusammengefügt sind. Typische dargestellte Gegenstände sind beispielsweise eine Pumpe oder eine Fahrradnabenschaltung.

Isometrische Darstellung und Alternative

Bei manchen Explosionszeichnungen sind die drei Koordinatenachsen jeweils um 120° gegeneinander versetzt. In dieser isometrischen Axonometrie besitzt jede Entfernung entlang einer Koordinatenachse denselben Maßstab und kann genau gemessen werden. Verläuft eine Entfernung nicht parallel zu einer Achse, lassen sich einzelne Teilentfernungen messen und mithilfe des Satzes des Pythagoras zum genauen Ergebnis verbinden.

Eine alternative Darstellung technischer Objekte ist die Phantomzeichnung. Sie zeigt mehrere Ebenen, die sich eigentlich gegenseitig verdecken, gemeinsam in einem Bild – unabhängig davon, ob das Objekt in entsprechende Einzelteile zerlegt werden kann.

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