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Evangelische Arbeitsgemeinschaft Familie

Evangelische Arbeitsgemeinschaft Familie. familienpolitischer Dachverband evangelischer, familienbezogener Institutionen und Verbände auf Bundesebene, …

Inhalt6 Abschnitte
  1. 1. Überblick
  2. 2. Aufgaben und Arbeitsweise
  3. 3. Schwerpunkte
  4. 4. Entwicklung seit 1953
  5. 5. Organisation und Standorte
  6. 6. Leitung

Überblick

Die Evangelische Arbeitsgemeinschaft Familie e.V. (Eigenschreibweise: evangelische arbeitsgemeinschaft familie e.V.; eaf) ist ein familienpolitischer Dachverband. Sie bündelt evangelische, familienbezogene Institutionen und Verbände auf Bundesebene, Länderebene und Landeskirchenebene.

Als Dachverband vertritt die eaf Anliegen von Familien gegenüber Politik und Evangelischer Kirche in Deutschland (EKD). Unter ihrem Dach arbeitet außerdem das Forum Familienbildung mit einer Servicestelle.

Aufgaben und Arbeitsweise

Die eaf ist ein als gemeinnützig anerkannter, eingetragener Verein. Ihr Ziel ist es, sich für die Bedürfnisse und gesellschaftlichen Anliegen von Familien einzusetzen.

Dazu arbeitet sie ressortübergreifend, also über einzelne Politikbereiche hinweg, in Themenfeldern, die für Familien wichtig sind. Viermal jährlich veröffentlicht sie die Verbandszeitschrift Familienpolitische Informationen.

Mitglieder der eaf sind Landesverbände auf landeskirchlicher Ebene sowie bundesweite evangelische Fachverbände. Im Forum Familienbildung haben sich Evangelische Familienbildungsstätten und -einrichtungen auf Bundesebene zu einem Arbeitsbündnis zusammengeschlossen.

Schwerpunkte

Zu den Schwerpunktthemen der letzten Jahre gehörten der verantwortungsvolle Umgang mit Reproduktionsmedizin, Kinderrechte, Kindergrundsicherung sowie eine krisensichere Familienpolitik und familienfreundliche Zeitpolitik.

Reproduktionsmedizin bezeichnet medizinische Verfahren, die bei Fortpflanzung und Kinderwunsch eingesetzt werden. Kinderrechte sind Rechte, die Kinder besonders schützen und ihre Beteiligung stärken sollen. Kindergrundsicherung meint politische Modelle zur finanziellen Absicherung von Kindern. Familienfreundliche Zeitpolitik bezieht sich auf Rahmenbedingungen, die Familien mehr passende Zeit für Betreuung, Erwerbsarbeit und gemeinsames Leben ermöglichen sollen.

Entwicklung seit 1953

Die Organisation wurde am 10. September 1953 in Bethel als Evangelische Aktionsgemeinschaft für Familienfragen, EAF, gegründet. Seit 2005 verwendet sie die Kurzform eaf, seit 2014 heißt sie Evangelische Arbeitsgemeinschaft Familie.

Von Beginn an unterstützte und förderte die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) die Arbeit der eaf. Fachlich wurde und wird sie außerdem vom Diakonischen Werk der EKD beziehungsweise von Diakonie Deutschland unterstützt. Das Bundesfamilienministerium fördert die Arbeit der eaf finanziell und sachlich.

Es entwickelte sich auch eine Zusammenarbeit mit anderen familienpolitischen Verbänden in der Arbeitsgemeinschaft der Deutschen Familienorganisationen (AGF).

Organisation und Standorte

1963 zog die eaf zum Sitz der Bundesregierung nach Bonn. In den Gründungsjahren und danach entstanden in den einzelnen Bundesländern und Landeskirchen Landesarbeitskreise beziehungsweise Landesverbände für Familienfragen. Diese wurden 1964 als Mitglieder in die eaf eingegliedert. Auch der Kreis bundesweiter Fachverbände als Mitglieder erweiterte sich.

2002 zog die Bundesgeschäftsstelle der eaf zum Regierungssitz in die Hauptstadt Berlin.

2014 entstand innerhalb der eaf das Forum Familienbildung mit einer Servicestelle. Es führt das Arbeitsfeld der aufgelösten Bundesarbeitsgemeinschaft Evangelischer Familien-Bildungsstätten und Familien-Bildungswerke (BAG) e. V. in neuer Form fort. Im Zusammenhang mit dieser Erweiterung wurde die Evangelische Aktionsgemeinschaft für Familienfragen in Evangelische Arbeitsgemeinschaft Familie umbenannt.

Leitung

Von 1973 bis 2003 war Siegfried Keil Präsident der eaf. Ihm folgten Ute Gerhard von 2003 bis 2009 und Christel Riemann-Hanewinckel von 2009 bis 2019.

Seit 2019 ist Martin Bujard Präsident der eaf. Hauptberuflich ist er Forschungsdirektor am Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung.

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