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Der Klang des Herzens

Der Klang des Herzens ist ein US-amerikanischer Spielfilm von Regisseurin Kirsten Sheridan aus dem Jahre 2007 mit Freddie Highmore, Keri Russell und …

Inhalt5 Abschnitte
  1. 1. Film und Grundidee
  2. 2. Die getrennte Familie
  3. 3. Musikalischer Weg und Wiedersehen
  4. 4. Musik und deutsche Fassung
  5. 5. Auszeichnungen und Beurteilung

Film und Grundidee

„Der Klang des Herzens“ (Originaltitel: „August Rush“) ist ein US-amerikanischer Spielfilm aus dem Jahr 2007. Regie führte Kirsten Sheridan, das Drehbuch stammt von Paul Castro und Nick Castle. Der 115 Minuten lange, englischsprachige Film ist in Deutschland und Österreich ab 6 Jahren freigegeben. Die Hauptrollen spielen Freddie Highmore als Evan Taylor beziehungsweise August Rush, Keri Russell als Lyla Novacek und Jonathan Rhys Meyers als Louis Connelly.

Im Mittelpunkt steht ein musikalisch hochbegabter Junge, der seine unbekannten Eltern sucht. Musik verbindet dabei die voneinander getrennten Familienmitglieder und führt ihre Handlungswege schließlich bei einem Konzert zusammen.

Die getrennte Familie

Die begabte Cellistin Lyla Novacek und der irische Rockmusiker Louis Connelly lernen sich bei einer Party kennen und verbringen eine Nacht miteinander. Danach werden sie getrennt und verlieren sich aus den Augen. Lyla wird schwanger; Louis zerstreitet sich mit seinem Bruder und verlässt seine Band.

Nach einem Unfall erzählt Lylas ehrgeiziger Vater ihr, das Kind sei gestorben. Tatsächlich gibt er den Jungen ohne ihr Wissen zur Adoption frei. Elf Jahre später lebt Lylas Sohn Evan Taylor in einem Waisenhaus. Er glaubt, dass seine Eltern noch leben und ihn nicht freiwillig verlassen haben. Deshalb flieht er nach New York.

Dort gerät Evan an den zwielichtigen Straßenmusiker Maxwell „Wizard“ Wallace. Wizard leitet eine Gruppe von Kindern, die als Straßenmusiker Geld für ihn verdienen müssen. Er erkennt Evans Talent und gibt ihm den Künstlernamen „August Rush“, den er von einem vorbeifahrenden Lastwagen abliest. Der neue Name soll verhindern, dass Evan erkannt und in das Waisenhaus zurückgebracht wird.

Musikalischer Weg und Wiedersehen

Nachdem die Polizei Wizards Versteck gestürmt hat, wird Evan von ihm getrennt und gelangt in eine Kirche. Der Pastor erkennt seine außergewöhnliche Begabung und meldet ihn an der Juilliard School an. Dort beeindruckt Evan seine Umgebung so sehr, dass seine eigene Komposition bei einem Konzert aufgeführt werden soll. Wizard findet ihn jedoch wieder und zwingt ihn durch die Drohung, seinen wirklichen Namen zu verraten, zur Rückkehr.

Währenddessen führt Louis ein für ihn unbefriedigendes Leben mit einem Bürojob. Nach einer Aussprache mit seinem Bruder tritt er wieder seiner früheren Band bei und sucht zugleich nach Lyla. Lyla arbeitet inzwischen als Musiklehrerin. Als ihr Vater stirbt, gesteht er zuvor, dass er ihren Sohn weggegeben hat. Daraufhin nimmt sie ein Auftrittsangebot für dasselbe Konzert an, bei dem auch Evans Komposition gespielt werden soll, und reist nach New York. Beim New Yorker Jugendamt entdeckt sie schließlich ein Foto von Evan.

Auch Louis kommt für ein Konzert seiner alten Band nach New York. Dort begegnet er Evan, der erneut für Wizard spielen muss. Vater und Sohn unterhalten sich, erkennen ihre Verwandtschaft aber nicht. Später sieht Louis Lylas Namen auf einem Konzertplakat und macht sich auf die Suche nach ihr. Wizard versucht unterdessen, Evan vom Konzert fernzuhalten, weil er fürchtet, ihn zu verlieren. Evan flieht und erreicht die Aufführung rechtzeitig. Dort findet Louis Lyla wieder, während Lyla in Evan ihren Sohn erkennt.

Musik und deutsche Fassung

Die Filmmusik stammt von Mark Mancina. Der Soundtrack umfasst 14 Titel und verbindet unterschiedliche musikalische Formen und Interpreten. Dazu gehören „Father’s Song“ und „La Bamba“ von Leon Thomas III, „Moondance“ und „This Time“ von Jonathan Rhys Meyers, „Someday“ von John Legend sowie „Raise It Up“ von Jamia Simone Nash und Bryton James. Jonathan Rhys Meyers und Freddie Highmore sind gemeinsam bei „Dueling Guitars“ aufgeführt. Das abschließende zentrale Stück „August’s Rhapsody“ stammt von Mark Mancina.

Die deutsche Synchronfassung wurde von der Berliner Synchron GmbH Wenzel Lüdecke hergestellt. Cornelia Meinhardt und Markus Jütte verfassten das Dialogbuch; Cornelia Meinhardt führte Dialogregie. Christian Zeiger spricht August Rush beziehungsweise Evan Taylor, Solveig Duda spricht Lyla Novacek, Norman Matt spricht Louis Connelly und Peer Augustinski spricht Wizard.

Auszeichnungen und Beurteilung

Bei der Oscarverleihung 2008 erhielt „Raise It Up“ eine Nominierung in der Kategorie Bester Song. Bei den Teen Choice Awards 2008 wurde Keri Russell in der Kategorie Choice Movie Actress: Drama nominiert.

Die wiedergegebenen Kritiken beurteilen den Film überwiegend kritisch, erkennen aber teilweise seinen märchenhaften Charakter an. Das „Lexikon des internationalen Films“ bezeichnet ihn als ungewöhnlichen Kinderfilm mit Anleihen bei Charles Dickens’ „Oliver Twist“, kritisiert jedoch, dass die Handlungsstränge kein schlüssiges Ganzes bildeten und die Musik vor allem kitschig wirke. Filmstarts nennt den Film ein überzeugendes Weihnachtsmärchen, das besonders in die gefühlvolle Stimmung der Feiertage passe. Prisma bewertet die stark romantische, märchenhafte Inszenierung dagegen besonders negativ und wirft ihr übermäßigen Kitsch und eine wenig glaubwürdige Geschichte vor.

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