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Darwin-Ohrhöcker
Der nach Charles Darwin benannte Ohrhöcker wurde von ihm als evolutionäres Überbleibsel des vormals spitzen Säugetierohres gedeutet und wird daher als Atavismus …
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Merkmale und Verbreitung
Der Darwin-Ohrhöcker, auch darwinscher Ohrhöcker, Darwinhöcker oder Darwinsches Höckerchen genannt, ist ein Knorpelfortsatz am Außenrand der menschlichen Ohrmuschel. Lateinisch heißt er Tuberculum auriculae. In einer Studie in Spanien wurde er bei 56 von 539 untersuchten Personen festgestellt.
Evolutionäre Einordnung
Charles Darwin deutete den Ohrhöcker als evolutionäres Überbleibsel des früher spitzen Säugetierohres. Deshalb wird er als Atavismus oder Rudiment angesehen. Ein Atavismus ist ein wieder auftretendes Merkmal früherer Entwicklungsformen, während ein Rudiment ein zurückgebildeter Überrest ist. Trotz der Benennung nach Darwin wurde der Darwin-Ohrhöcker zuerst vom britischen Bildhauer Thomas Woolner beschrieben. Ein homologer Punkt, also eine entsprechende anatomische Struktur, kommt auch beim Javaneraffen vor.