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Crack (Droge)

Crack ist eine Droge, die aus Kokainsalz und Natriumhydrogencarbonat (Natron) hergestellt wird. Sie wird in kleinen Pfeifen geraucht und wirkt extrem …

Inhalt5 Abschnitte
  1. 1. Was Crack ist und wie es hergestellt wird
  2. 2. Schnelle und starke Wirkung
  3. 3. Abhängigkeit und Entzug
  4. 4. Verbreitung und finanzielle Folgen
  5. 5. Rechtslage

Was Crack ist und wie es hergestellt wird

Crack ist eine aus Kokainsalz und Natriumhydrogencarbonat (Natron) hergestellte Droge. Es besteht aus Kristallkörnern, die auch „Rocks“ oder Steine genannt werden, und kann gelblich-weiß bis rosa sein. Es wird in kleinen Pfeifen geraucht. Als freie Base verdampft es bei 96 °C mit einem knackenden oder knisternden Geräusch.

Zur Herstellung werden Kokainsalz und Natron vermischt und erhitzt beziehungsweise aufgekocht. Wird Kokain-Hydrochlorid verwendet, entsteht durch einen Ionentausch ein Gemisch aus Kochsalz und Kokain in Basenform. In den USA besteht Backpulver ausschließlich aus Natriumhydrogencarbonat; deutsches Backpulver enthält meist zusätzlich Säuerungsmittel und Stärke. Nach dem Artikel kann dies die weißen Ausgangsstoffe verfärben und das Backpulver angeblich ungeeignet machen.

Zur Reinheit gibt es unterschiedliche Angaben: Verschiedene Quellen beschreiben keinen Aufreinigungseffekt. Andere nennen Herstellungsvarianten mit höherer Reinheit und geben für Crack 80–100 % an, gegenüber 30–60 % bei üblichem Straßenkokain in Salzform.

Schnelle und starke Wirkung

Die Wirkung ähnelt anderen Kokainzubereitungen, ist aber deutlich stärker. Über die Lunge wird Crack schneller aufgenommen als geschnupftes Kokain über die Nasenschleimhäute: Nach etwa 10 Sekunden erreichen die Moleküle die Nervenzellen im Gehirn. Die Rauschwirkung dauert nur 5 bis 15 Minuten.

Je nach konsumierter Menge und körperlicher Verfassung kann Crack beruhigend, euphorisierend und stimmungsaufhellend wirken. Konsumierende können sich energiegeladen fühlen, eine gesteigerte Aufmerksamkeit, Wachheit und Leistungsfähigkeit erleben sowie starken Rededrang und erhöhtes sexuelles Verlangen haben. Möglich sind auch Selbstüberschätzung bis Größenwahn.

Ab einer bestimmten Dosis können unkontrollierbares Zittern oder Zucken auftreten. Weitere mögliche Folgen sind Schwächegefühle, Paranoia, Hautjucken, Bluthochdruck und Einsamkeitsgefühle. Das Umfeld kann feindselig erscheinen; es können schizophrenieähnliche Zustände, Verfolgungswahn und Wahnvorstellungen auftreten. Crack kann eine Drogenpsychose auslösen; eine Überdosierung kann zum Herzstillstand führen.

Abhängigkeit und Entzug

Crack greift massiv in die Hirnchemie ein und zählt nach dem Artikel neben etwa Methamphetamin, Heroin und Fentanyl zu den Drogen mit besonders hohem psychischem Abhängigkeitspotenzial. Eine Abhängigkeitsgefahr besteht demnach sogar beim Erstkonsum.

Nach dem kurzen Rausch kann sehr schnell ein heftiges Verlangen nach erneutem Konsum entstehen. Dieses Verlangen heißt Craving und ist ein Hauptgrund für das hohe Abhängigkeitspotenzial. Weil die Wirkung bei Crack im Vergleich zu Kokain rasch an- und abflutet, kann das „Runterkommen“ beziehungsweise der Entzug stärker empfunden werden. Dies kann zu langen „Binges“ führen, also Episoden mit rasch aufeinanderfolgenden Konsumakten.

Bei wiederholtem Konsum kann sich rasch eine Gewöhnung entwickeln. Um dieselbe Wirkung zu erzielen, müssen dann höhere Dosen genommen werden; dies wird Tachyphylaxie genannt. Als mögliche körperliche Entzugserscheinungen nennt der Artikel Muskelzucken, Zittern bis Schüttelfrost, Schwäche und Müdigkeit, Hautjucken, Bluthochdruck sowie Kreislaufzusammenbrüche. Psychisch können Charakterveränderungen, Einsamkeit, aggressives Verhalten, Wahnvorstellungen, Psychosen und soziale Vereinsamung auftreten. Bei Langzeitkonsumierenden wird außerdem Zahnausfall als schwerwiegender gesundheitlicher Aspekt genannt.

Der Abschnitt weist selbst darauf hin, dass Angaben darin nicht hinreichend mit Belegen ausgestattet sind.

Verbreitung und finanzielle Folgen

Crack wird als kleine Klumpen oder Steine gehandelt, teils ab Mengen von einem Zehntel Gramm. Eine einzelne Konsumeinheit ist relativ billig. Wegen der oft extremen Konsumdynamik können jedoch in kurzer Zeit hohe Ausgaben entstehen.

In Deutschland ist Crack vor allem in großstädtischen Szenen verbreitet; Schwerpunkte nennt der Artikel für Frankfurt am Main, Hamburg und Hannover. Viele gewohnheitsmäßige Konsumierende waren zuvor bereits von Heroin und/oder Kokain abhängig. Der Artikel nennt außerdem Beschaffungskriminalität und Beschaffungsprostitution als Wege, über die viele Konsumierende ihre Sucht finanzieren.

Rechtslage

Crack ist wie Kokain seit 1961 in der UN Single Convention on Narcotic Drugs als Schedule-I-Droge aufgeführt. Nichtstaatliche Herstellung, Ausfuhr, Einfuhr, Vertrieb, Handel, Verwendung und Besitz sind danach illegal.

In Deutschland ist Kokain in Anlage III des Betäubungsmittelgesetzes als verkehrs- und verschreibungsfähiges Betäubungsmittel aufgeführt. d-Kokain steht in Anlage II und ist verkehrs-, aber nicht verschreibungsfähig. Ohne Genehmigung ist der Umgang mit Kokain strafbar. Fahren unter Kokain- oder Crackeinfluss ist nach § 24a StVG ordnungswidrig; führt der Einfluss zur Fahruntüchtigkeit, ist das Führen eines Fahrzeugs nach § 316 StGB strafbar.

Australien führt Crack und Kokain als Schedule 8 controlled drug und erlaubt ihre Verwendung nur bei bestimmten medizinischen Indikationen. In Kanada sind Crack und andere Koka-Produkte Schedule-I-Substanzen. In den USA sind Crack und Kokain Schedule-II-Drogen nach dem Controlled Substances Act und dem Anti-Drug Abuse Act von 1986. Im Vereinigten Königreich gilt Crack als Class-A-Droge nach dem Misuse of Drugs Act 1971. In den Niederlanden steht Crack nach dem Opiumgesetz auf Liste I für schwere Narkotika.

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