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Bionade-Biedermeier

Bionade-Biedermeier ist eine von der Limonadenmarke Bionade und der Epoche des Biedermeier abgeleitete scherzhafte Bezeichnung für den Lebensstil und das …

Inhalt2 Abschnitte
  1. 1. Bedeutung des Begriffs
  2. 2. Entstehung und politische Verwendung

Bedeutung des Begriffs

Bionade-Biedermeier ist eine scherzhafte Bezeichnung für Lebensstil und Konsumverhalten einer großstädtischen, gutverdienenden und gebildeten Klientel. Der Ausdruck verbindet die Limonadenmarke Bionade mit dem Biedermeier.

Bionade steht dabei symbolisch für bestimmte Ernährungs- und Konsumgewohnheiten. Mit Biedermeier ist vor allem der Rückzug in private Gemütlichkeit gemeint, verbunden mit einer Abkehr von breiterem politischem oder gesellschaftlichem Engagement. Als politisches Schlagwort kritisiert der Begriff die Vorstellung, dass tatsächlich oder nur vermeintlich nachhaltiger Konsum „echtes“ Engagement ersetzen könne. Solcher Konsum steigere vor allem das Wohlbefinden der handelnden Personen.

Entstehung und politische Verwendung

Der Begriff wurde 2007 durch eine Reportage von Henning Sußebach über den Berliner Ortsteil Prenzlauer Berg im Zeitmagazin Leben geprägt. Sußebach erklärte 2017, die Überschrift „Bionade-Biedermeier“ stamme von seinem Kollegen Tillmann Prüfer. In dem Artikel prägte Sußebach außerdem den Typus des „Ökoschwaben“.

Der Grünenpolitiker Jürgen Trittin schrieb 2014: „Bionade-Biedermeier als Lebensstil, als vorgelebtes richtiges Leben: Das wird nicht reichen.“ Er warnte, Grüne könnten Teile der Subkultur verlieren, in der sie wurzeln, wenn sie zu „Ökospießern“ würden.

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