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BenE München

Der Verein Bildung für eine nachhaltige Entwicklung München e.V., kurz BenE München, ist ein regionales Kompetenzzentrum zur Förderung der Bildung für …

Inhalt5 Abschnitte
  1. 1. BenE München im Überblick
  2. 2. Bildung für nachhaltige Entwicklung
  3. 3. Entstehung und Netzwerk
  4. 4. Kompetenzzentrum und Aufgaben
  5. 5. Projekte und Veranstaltungen

BenE München im Überblick

Bildung für eine nachhaltige Entwicklung München e.V. (BenE München) ist ein 2007 gegründeter eingetragener Verein mit Sitz in München. Er ist ein regionales Kompetenzzentrum und Netzwerk für Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE). Sein Zweck ist, BNE in München zu fördern. Die United Nations University erkennt BenE München als RCE an; RCE bedeutet „Regional Centre of Expertise“.

BenE München hat 70 Mitglieder. Vorsitzende sind Annette Rinn und Andreas Kratzer, die Geschäftsführung hat Sabine Leise. Der Verein koordiniert Aktivitäten zur BNE in München, fördert den Austausch von Wissen und Bildungsangeboten und möchte zu einer Kultur der Nachhaltigkeit in der Stadt beitragen.

Bildung für nachhaltige Entwicklung

BNE informiert Menschen über drohende Gefahren und zeigt Handlungsmöglichkeiten auf, etwa umweltbewusstes Verhalten, den Kauf fair gehandelter Produkte oder soziales Engagement. Sie soll Menschen außerdem befähigen, sich im Lebens- und Berufsalltag eigenständig für nachhaltige Entwicklung einzusetzen.

Entscheidungen sollen danach bewertet werden, ob sie „zukunftsfähig“ sind. BNE vermittelt dafür Schlüsselkompetenzen: komplexe Zusammenhänge verstehen, vorausschauend denken und planen, sich selbst und andere motivieren, unterschiedliche Interessen zusammenbringen und gemeinsame Lösungen finden. BenE München übernahm nach seiner Gründung die Koordination der Münchner Aktivitäten in diesem Bereich.

Entstehung und Netzwerk

2002 erklärten die Vereinten Nationen in Johannesburg die Jahre 2005 bis 2014 zur „Weltdekade Bildung für nachhaltige Entwicklung“. Akteure im Bereich Nachhaltigkeit wurden zur Mitarbeit aufgefordert; dies war auch Anlass für die Gründung von BenE München.

In München konnte der Verein an bereits vorhandene Strukturen der lokalen „Agenda 21“ anknüpfen. Im Juli 2007 gründeten 35 Unternehmen, Institutionen und Einzelpersonen BenE München als Plattform für den Austausch über BNE. Von den derzeit 70 Mitgliedern sind 50 Institutionen. Sie stammen aus Stadt München, Wissenschaft und Hochschule, Wirtschaft, Umweltbildung, Eine-Welt-Organisationen und Sozialverbänden. Sie arbeiten beispielsweise in Schulen, außerschulischer Jugendbildung, Erwachsenenbildung, Hochschulen, Medien oder Kultur.

Der Verein fördert den Wissensaustausch zwischen diesen Akteuren und über Bildungsangebote. München erhielt auch dank BenE 2013 die Auszeichnung als Fair-Trade-Stadt.

Kompetenzzentrum und Aufgaben

Die Forderung nach Regional Centers of Excellence wurde im Oktober 2001 in Lüneburg erhoben und 2002 beim World Summit on Sustainable Development in Johannesburg in der Ubuntu Declaration aufgegriffen. Die Universität der Vereinten Nationen koordiniert die RCEs. Ihr Rektor Hans van Ginkel startete das RCE-Programm 2005 mit sieben RCEs; seither koordiniert es das RCE-Service Center am Institute of Advanced Studies der UNU.

BenE München wurde am 12. Februar 2007 von den Vereinten Nationen offiziell als 13. „Regional Centre of Expertise“ der UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ akkreditiert. Das Bündnis ist damit eines von weltweit 117 Kompetenzzentren.

Das Kompetenzzentrum und seine Mitglieder qualifizieren Multiplikatoren, führen BNE-Angebote durch und entwickeln sie weiter, initiieren und vernetzen neue hochwertige Bildungsprojekte und leisten Öffentlichkeitsarbeit. Auf Betreiben von BenE München erhielt München am 5. Juni 2012 die Auszeichnung „Stadt der UN-Dekade Bildung für eine Nachhaltige Entwicklung“.

Projekte und Veranstaltungen

Das Projekt GenE vermittelt Jugendlichen und Erwachsenen Systemdenken sowie weitere Gestaltungskompetenzen für nachhaltige Entwicklung. Es reicht von Simulationsspielen für Jugendliche über Angebote für Studierende bis zu Weiterbildungen für Fachleute aus Didaktik, Pädagogik, Nachhaltigkeitskommunikation und Bildungsmanagement.

Im Projekt Nachhaltiges Wirtschaften entstehen Bildungskonzepte zur Verantwortung der Ökonomie und zu Wegen zu einer Ökologisch-Sozialen-Marktwirtschaft. „Nachhaltiges Wirtschaften Lernen (NWL)“ ermöglicht Schülerinnen und Schülern der gymnasialen Oberstufe in Praxis-Seminaren Kompetenzen für nachhaltiges Wirtschaften. Die Hochschule München und BenE bieten außerdem die „Weiterbildung Nachhaltiges Wirtschaften (WNW)“ an, unter anderem zu Wirtschaftsethik, Corporate Responsibility Management, Umwelt-, Human Resource- und Change Management sowie systemischem Denken.

Der „Münchner Klimaherbst“ umfasst Veranstaltungswochen zum jeweiligen Jahresthema der UN-Dekade. Beim alle zwei Jahre stattfindenden Sommer-Symposium sollen Wissenschaft, Kunst und Bildung Kriterien einer Kultur der Nachhaltigkeit erarbeiten und praxisorientiert vermitteln. Eine Ringvorlesung an der Münchner Hochschule, organisiert mit dem Verein für Nachhaltigkeit und dem Rachel Carson Center, verbindet akademische Welt mit Wirtschaft, Politik, Kultur und Bürgergesellschaft.

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