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Aus dem Leben eines Taugenichts (Film)

Aus dem Leben eines Taugenichts ist eine deutsche Literaturverfilmung der DEFA von Celino Bleiweiß aus dem Jahr 1973. Sie beruht auf Motiven der Novelle Aus …

Inhalt5 Abschnitte
  1. 1. Überblick
  2. 2. Handlung
  3. 3. Produktion
  4. 4. Synchronisation
  5. 5. Kritik

Überblick

„Aus dem Leben eines Taugenichts“ ist eine deutsche Literaturverfilmung der DEFA (der staatlichen Filmgesellschaft der DDR) aus dem Jahr 1973. Regie führte Celino Bleiweiß, der auch am Drehbuch mitwirkte. Der Film beruht auf Motiven der gleichnamigen Novelle (einer kürzeren Erzählung) von Joseph von Eichendorff. Das Drehbuch schrieben Celino Bleiweiß, Wera Küchenmeister und Claus Küchenmeister, die Musik stammt von Reiner Hornig, die Kamera von Günter Jaeuthe, den Schnitt besorgte Monika Schindler. Der Film ist 96 Minuten lang und wurde ab 6 Jahren freigegeben (FSK 6). Produziert wurde er von der DEFA mit der KAG „Berlin“ in deutscher Sprache. Seine Premiere erlebte er am 10. Mai 1973 im Berliner Kino Kosmos. Die Hauptrolle des Taugenichts spielte der Amerikaner Dean Reed, weitere wichtige Rollen hatten Anna Dziadyk (die 1. Schöne), Hannelore Elsner (die Gräfin) und Gerry Wolff (Rinaldo Rinaldini) inne.

Handlung

Ein junger Mann liegt nur im Gras und hilft dem Müller nicht bei der Arbeit. Deshalb wird er als Taugenichts beschimpft und vom Müller vom Hof gejagt. Der Taugenichts nimmt sein Bündel und seine Geige und zieht in die Welt. Unterwegs trifft er einen Hund, den er Bam nennt und der ihm als treuer Begleiter folgt. Während seiner Wanderschaft überholt ihn die Kutsche der Gräfin und ihrer Begleitung. Der Taugenichts spielt den Reisenden vor und wird auf das gräfliche Schloss eingeladen. Dort wohnt und dichtet er, soll aber für seinen Lohn Gartenarbeit verrichten. Bald langweilt ihn dieses Leben: Obwohl er sich in die Begleiterin der Gräfin verliebt, die er selbst für eine Gräfin hält, verlässt er das Schloss. Die Gräfin kann ihn noch kurz als Zolleintreiber anstellen, doch auch dabei hält es ihn nicht lange aus, und er zieht weiter. Im nächsten Dorf spielt er auf und flirtet kurz mit einer Frau, findet aber kein Obdach und will im Wald übernachten. Dort überraschen ihn zwei Reiter, die er nach Italien begleiten soll. Die beiden sind in Wirklichkeit ein Mann und eine Frau und lassen den Taugenichts in Italien allein. In einer Kutsche wird er entführt und landet schließlich beim Räuberhauptmann Rinaldini, für den er sogar eine überfallene Kutsche zum Stehen bringt. Rinaldini bietet ihm seinen Posten als Räuberhauptmann an. Doch dann steigt eine Dienerin aus der Kutsche, die der Taugenichts vom gräflichen Schloss kennt. Sie erzählt ihm, dass die Begleiterin der Gräfin ihn stets geliebt und ihm nachgetrauert hat. Sofort reitet der Taugenichts zum Schloss zurück und schließt seine Geliebte in die Arme. Sie ist keine Gräfin, sondern die Nichte des Portiers, sodass einer standesgemäßen Beziehung nichts mehr im Wege steht.

Produktion

Gedreht wurde unter anderem im und um das Barockschloss Rammenau, das im Film das gräfliche Schloss darstellt. Das eigens für die Dreharbeiten errichtete „Zollhäuschen“ steht noch heute im Schlosspark. Der Film war die erste DEFA-Produktion, in der der Amerikaner Dean Reed mitspielte. Hannelore Elsner übernahm die Rolle der Gräfin; sie war seit dem Bau der Berliner Mauer der erste bundesdeutsche Filmstar, der in einem DEFA-Film eine Hauptrolle übernahm. Die in Polen sehr bekannte Schauspielerin Anna Dymna spielt hier noch unter ihrem Mädchennamen „Dziadyk“ eine ihrer ersten größeren Rollen. Ina Bleiweiß, die Tochter des Regisseurs, war in einer Kinderrolle zu sehen.

Synchronisation

Da viele Rollen mit ausländischen Darstellern besetzt waren, wurde der Film synchronisiert. Dean Reed wurde von Peter Reusse gesprochen, Anna Dziadyk von Eva-Maria Hagen. Weitere Sprecher: Enrico Migliore für Gheorge Gíma (Kleiner Mann), Rosemarie Herzog für Marieta Rares (Alte), Lamberto Guerzani für Mircea Breazu (Student), Ettore Gaipa für Nicolae Secáreanu (Alter), Ingrid Rentsch für Aimée Iacobescu (Prinzessin), Nico Turoff für Paul Sbrentea (Einbeiniger) und Walter Wickenhauser für Dinú Vsile (Postmeister).

Kritik

Die zeitgenössische Kritik bemängelte, dass sich der Film zu sehr auf die Wirkung des schönen Bilds und auf die erwartete Ausstrahlung von Dean Reed verlasse, dabei aber auf eine tiefergehende Charakterisierung des Taugenichts verzichte. Das Lexikon des internationalen Films bezeichnete den Film als „dramaturgisch unbeholfen, schauspielerisch teilweise unter dem Durchschnitt“ und als ein Werk „ohne Gespür für die Atmosphäre und den Sinngehalt der Vorlage“.

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