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Atala (Novelle)
Atala ist eines der historisch wichtigsten Werke der französischen Romantik und umfasst wesentliche Aspekte dieser literarischen Strömung: Exotismus, …
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Was ist Atala?
Atala ist ein romantischer Roman von François-René de Chateaubriand (1768–1848) aus dem Jahr 1801. Erzählt wird die Geschichte einer jungen getauften „Halbindianerin“, die in einen Konflikt zwischen ihrer Liebe und der Keuschheit gerät, die sie ihrer frommen Mutter gelobt hat, und sich daraufhin tötet.
Zusammenhang mit René
Atala bildet zusammen mit dem Werk René eine Einheit: In Atala berichtet der Indianer Chactas dem Franzosen René von seiner unglücklichen Liebe zu Atala; in René enthält das Werk Renés Autobiographie.
Bedeutung und Stil
Atala ist eines der historisch wichtigsten Werke der französischen Romantik und umfasst wesentliche Aspekte dieser literarischen Strömung: Exotismus, Leidenschaftlichkeit und Pathos sowie Katholizismus. Besonders wichtig ist das Werk im Zusammenhang mit der Debatte um den „edlen Wilden“, der hier christlich-katholisch umgedeutet wird. Reiche Natursymbolik, eine scheinbar „indianische“ Bildsprache und ein melodisch-harmonischer Ton unterstützen den Eindruck unverdorbener Natur.
Druckausgaben und Links
Die deutsche Erstübersetzung stammte von Friedrich Rückert (frei übersetzt), erschienen bei Reclam, Leipzig, o. J. [1878] (Reihe Ausgewählte Werke, RUB #976, 977), mit häufigen Neuauflagen in verschiedenen Verlagen mit unterschiedlichen Übersetzern. Zuletzt erschien: François-René de Chateaubriand, Atala. Roman, übersetzt von Cornelia Hasting, Dörlemann, Zürich 2018, ISBN 978-3-03820-053-6. Eine deutsche Übersetzung von 1855 ist bei Zeno.org verfügbar.