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Arpeggione-Sonate

Die Sonate in a für Arpeggione und Klavier, D 821, kurz auch als Arpeggione-Sonate bezeichnet, ist ein kammermusikalisches Werk für Arpeggione und Klavier …

Inhalt6 Abschnitte
  1. 1. Was ist die Arpeggione-Sonate?
  2. 2. Entstehung und Uraufführung
  3. 3. Rezeption und Bearbeitungen
  4. 4. Aufbau des Werks
  5. 5. Charakter und Bewertung
  6. 6. Die einzelnen Sätze im Detail

Was ist die Arpeggione-Sonate?

Die Sonate in a für Arpeggione und Klavier, D 821, kurz Arpeggione-Sonate genannt, ist ein kammermusikalisches Werk von Franz Schubert (1797–1828). Es entstand 1824 und ist für das Arpeggione geschrieben, ein Streichinstrument, das Johann Georg Stauffer Anfang der 1820er-Jahre entwickelt hatte und das auch „Bogen-Gitarre“ oder „Gitarre-Violoncell“ genannt wurde. Schuberts Sonate ist die einzige Komposition, in der das Instrument als „Arpeggione“ bezeichnet wird.

Entstehung und Uraufführung

Die Sonate entstand im November 1824 in Wien, kurz nach Schuberts zweitem Aufenthalt in Zelis. Vermutlich war sie für den Instrumentalisten Vincenz Schuster gedacht, der sich für das neue Instrument einsetzte und das Werk laut Vorwort des Erstdrucks im November 1824 auch uraufführte. Der Erstdruck erschien postum 1871 im Verlag J. P. Gotthard.

Rezeption und Bearbeitungen

Der Arpeggione war damals bereits wieder vergessen, deshalb enthielt der Erstdruck je eine Stimme für Violine oder Violoncello. Schon dem Autograph (Schuberts Handschrift, aufbewahrt in der Bibliothèque Nationale in Paris) lag eine Violinstimme von Anton Diabellis Hand bei. Wegen der geeigneten Stimmlage wird auch die Bratsche eingesetzt; es existieren zudem Transkriptionen für Kontrabass. Da im Original nur wenige Doppelgriffe notiert sind, werden auch Blasinstrumente wie Querflöte, Altblockflöte und Klarinette verwendet. Es gibt auch Versionen mit Violoncello und Gitarre statt Klavier.

Aufbau des Werks

Die Spieldauer beträgt etwa 20 Minuten. Das Werk gliedert sich in drei Sätze: Allegro moderato, Adagio und Allegretto.

Charakter und Bewertung

Da die Sonate vermutlich ein Auftragswerk für ein rasch wieder ungebräuchlich werdendes Soloinstrument war, galt sie zeitweise als reines Neben- oder Gelegenheitswerk Schuberts – ein Ruf, der ihr aber nicht gerecht wird. Konrad Hünteler zählt sie zu den „unsterblichen Perlen im Kammermusikrepertoire“.

Die einzelnen Sätze im Detail

Der erste und wohl gewichtigste Satz steht in a-Moll und folgt der Sonatenform; sein Hauptthema erinnert an den Beginn der „Unvollendeten“. Dem kurzen langsamen Satz in E-Dur schließt sich unmittelbar ein virtuoses, eher gefälliges Rondo in A-Dur an.

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