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Antiparallelogramm
Als Antiparallelogramm wird ein sich selbstüberschneidendes Viereck bezeichnet, dessen jeweils gegenüberliegende, also nicht benachbarte Seiten die gleiche …
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Definition und besondere Formen
Ein Antiparallelogramm ist ein sich selbst überschneidendes Viereck. Seine jeweils gegenüberliegenden, also nicht benachbarten Seiten haben die gleiche Länge. Anders als bei einem gewöhnlichen Parallelogramm schneiden sich dabei zwei Seiten und liegen in der Regel nicht parallel. Deshalb ist ein Antiparallelogramm nicht konvex: Es besitzt eine nach innen gerichtete Form.
Eine Spezialform ist das gekreuzte Rechteck. Bei ihm sind die beiden kürzeren Seiten parallel zueinander.
Bahn eines Mittelpunkts
Haben die benachbarten Seitenlängen das Verhältnis 1 : √2 und wird eine der beiden längeren Seiten festgehalten, so beschreibt der Mittelpunkt der gegenüberliegenden Seite eine Bernoullische Lemniskate. Das ist eine schleifenförmige Kurve.
Verwendung als Gelenkviereck
Mit starren Seiten und Gelenken an den Eckpunkten kann ein Antiparallelogramm als Koppelgetriebe aufgebaut werden. Es bildet dann ein Gelenkviereck, das geradlinige Bewegungen in kreisförmige Bewegungen umwandeln kann, ähnlich einem Pleuel. Als verwandter Mechanismus wird der Inversor von Hart genannt.
Führungsstäbe können verhindern, dass das Antiparallelogramm beim Bewegen in die Form eines Parallelogramms umschlägt. Dazu werden drei Stäbe mittig angebunden; eine mögliche Verbindung zu einem vierten Stab ist ebenfalls dargestellt.
Bewegungsbahn und Zahnräder
Bewegt sich ein Antiparallelogramm um eine seiner kurzen Seiten, bewegt sich sein Kreuzungspunkt auf einer elliptischen Bahn. Diese Ellipse ist die Gangpolbahn des Viergelenks.
Ein Viergelenk-Antiparallelogramm lässt sich durch zwei elliptische Zahnräder substituieren.