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Andreas Püttmann

Andreas Püttmann (* 16. April 1964 in Dinslaken) ist ein deutscher Politikwissenschaftler, Journalist und Publizist. Andreas Püttmann (2010) …

Inhalt4 Abschnitte
  1. 1. Überblick
  2. 2. Ausbildung und beruflicher Weg
  3. 3. Publizistische Arbeit und Themen
  4. 4. Mitgliedschaften, Lehre und Auszeichnungen

Überblick

Andreas Püttmann (* 16. April 1964 in Dinslaken) ist ein deutscher Politikwissenschaftler, Journalist und Publizist. Seine Arbeit verbindet politische und ethische Grundsatzfragen mit Themen aus Christentum, Gesellschaft und Demokratie. Schwerpunkte sind christliche Gesellschaftslehre und Wertediskussion, Religionssoziologie und Kirchenpolitik, Demoskopie (Erforschung von Meinungen und Einstellungen), Medienwirkungen, die Krise der liberalen Demokratie und Rechtspopulismus.

Ausbildung und beruflicher Weg

Püttmann studierte von 1983 bis 1990 Politikwissenschaft, Geschichte und Staatsrecht an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn sowie am Institut d’études politiques de Paris. Er war Stipendiat der Konrad-Adenauer-Stiftung und des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD).

1993 promovierte er bei Wolfgang Bergsdorf mit der Dissertation „Ziviler Ungehorsam und christliche Bürgerloyalität. Konfession und Staatsgesinnung in der Demokratie des Grundgesetzes“. Ziviler Ungehorsam bezeichnet dabei den bewussten Verstoß gegen staatliche Regeln aus Gewissensgründen; Bürgerloyalität meint die grundsätzliche Bindung der Bürger an den demokratischen Staat.

Nach freier Mitarbeit beim WDR-Hörfunk von 1987 bis 1989 war er von 1989 bis 1991 Redakteur beim Rheinischen Merkur. Von 1993 bis 2002 arbeitete er wissenschaftlich für die Konrad-Adenauer-Stiftung: zunächst in der journalistischen Nachwuchsförderung, ab 1995 als Leiter eines Referats für südwestdeutsche Hochschulen in der Deutschen Studentenförderung sowie in der Arbeitsgruppe Kirche und Politik. Ab 1998 gehörte er auch dem Betriebsrat der Stiftung an.

Seit 2002 ist Püttmann nach einer verschleppten Borreliose gesundheitlich beeinträchtigt und nur noch begrenzt freier Publizist. Er ist römisch-katholisch und lebt in Bonn.

Publizistische Arbeit und Themen

Püttmann verfasste oder verfasste mit anderen zahlreiche Bücher und veröffentlichte in Zeitschriften, Tageszeitungen und Online-Medien. Dazu zählen unter anderem Frankfurter Allgemeine Zeitung, Süddeutsche Zeitung, Die Welt, Rheinischer Merkur, Die Tagespost, ZEIT online, Cicero Online, Katholisch.de und Zentrum Liberale Moderne.

Besondere Beachtung fand sein Buch „Gesellschaft ohne Gott. Risiken und Nebenwirkungen der Entchristlichung Deutschlands“ von 2010 in säkularen und kirchlichen Medien. Nach seiner eigenen Erkrankung an Lyme-Borreliose schrieb er außerdem über deren psychosoziale und medizinische Problematik.

Als Referent für Begabtenförderung gründete Püttmann 1997 gemeinsam mit dem Altstipendiaten Florian Ludwig das Kammerorchester der Konrad-Adenauer-Stiftung, das bis heute besteht.

Mitgliedschaften, Lehre und Auszeichnungen

Püttmann war von 1992 bis 2003 Mitglied der Redaktion von „Die Entscheidung“, dem Bundesorgan der Jungen Union. Er gehörte 1998/99 der Arbeitsgruppe Politik und Soziales der Kommission Kirche 2000 der Deutschen Bischofskonferenz an und lehrte von 2005 bis 2008 als Lehrbeauftragter an der Gustav-Siewerth-Akademie in Weilheim-Bierbronnen.

Zu seinen weiteren Aufgaben zählen Kuratoriumsmitgliedschaften beim Christlichen Medienverbund KEP, jetzt Christliche Medieninitiative Pro (seit 2010), und beim Institut für Gesellschaftswissenschaften Walberberg (2010 bis 2014). Von 2014 bis 2015 war er Mitglied der CDU-Zukunftskommission „Zusammenhalt stärken – Zukunft der Bürgergesellschaft gestalten“. Für katholische Gremien arbeitete er unter anderem von 2018 bis 2020 als Berater im Ständigen Arbeitskreis „Politische und ethische Grundfragen“ des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK). Seit Mai 2025 ist er als Einzelpersönlichkeit gewähltes Mitglied des ZdK; im Mai 2026 wurde er in die Jury des Katholischen Preises gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus berufen.

1991 erhielt Püttmann den Förderpreis des Katholischen Journalistenpreises. 2010 wurde er in den OMCT Tempelritterorden aufgenommen, aus dem er 2015 austrat.

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