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Ach (Interjektion)
Ach ist eine häufig vorkommende Interjektion der deutschen Sprache. Inhaltsverzeichnis. 1 Etymologie; 2 Einordnung und Bedeutung; 3 Ach in der Literatur …
Inhalt2 Abschnitte
Bedeutung und Funktion
„Ach“ ist eine häufige Interjektion der deutschen Sprache. Als Symptominterjektion drückt sie eine Empfindung aus. Ihre genaue Bedeutung hängt häufig von der Intonation ab.
Oft ist „ach“ ein Seufzer oder ein Schmerzausruf, etwa in „Ach, Peter!“ oder in Goethes Vers „Habe nun, ach, Philosophie, / Juristerei und Medizin / Und leider auch Theologie / Durchaus studiert, mit heißen Mühn!“ Ausdrücken kann es außerdem Verwunderung („ach ja?“, „ach was!“, „ach so?“), Fassungslosigkeit („ach du grüne Neune!“) oder Desinteresse. Die Interjektion wird oft ironisch gebraucht.
Wortformen und literarische Beispiele
„Ach“ kann auch als Substantiv verwendet werden: „all mein Weh und Ach“ bedeutet Schmerz. Die Redewendung „mit Ach und Krach“ bedeutete ursprünglich „mit Ächzen und Krächzen“. Das Verb „ächzen“ ist aus der Interjektion gebildet.
In Heinrich von Kleists Lustspiel „Amphitryon“ ruft Alkmene am Ende „Ach!“. Sie hat in dieser Szene verstanden, dass der Mann, den sie für ihren Ehemann Amphitryon hielt, nicht Amphitryon war. Der emotionale Gehalt des Ausrufs bleibt vielseitig interpretierbar.
Loriot nutzte „Ach (was)!“ in seinen Sketchen lakonisch zur Verstärkung der Komik. In „Herren im Bad“ antwortet Dr. Klöbner auf die Aussage, Müller-Lüdenscheidt sitze gern ohne Wasser in der Wanne, mit „Ach.“ Damit will er seine Verwunderung ausdrücken; er erklärt, er hätte auch „aha“ sagen können.