Wikipedia · einfach zusammengefasst · Stand
Absatzwirtschaft
Zu den Aufgaben und Tätigkeiten der Absatzwirtschaft zählen unter anderem die Absatzpolitik, die Absatzorganisation, die Marktforschung, die Versandabwicklung …
Inhalt3 Abschnitte
Aufgabe der Absatzwirtschaft
Absatzwirtschaft ist eine betriebliche Funktion und eine Entwicklungsstufe zum heutigen Marketing. Sie umfasst alle Aufgaben, Tätigkeiten und Institutionen (Organe), die den Austausch von Betriebsleistungen zwischen Wirtschaftseinheiten ermöglichen.
Dazu gehören insbesondere Absatzpolitik, Absatzorganisation, Marktforschung, Versandabwicklung und Güterbeförderung. Absatzpolitik umfasst Entscheidungen zur Gestaltung des Absatzes; die Absatzorganisation regelt die dafür zuständigen Stellen und Abläufe. Marktforschung liefert Informationen über den Markt.
Verhältnis zum Marketing
Absatzwirtschaft wird häufig mit Marketing gleichgesetzt. Diese Gleichsetzung hängt mit der Entwicklung des Marketingbegriffs zusammen: Er wurde erstmals zwischen 1905 und 1920 an US-amerikanischen Universitäten verwendet. Im deutschsprachigen Raum sprach man bis in die 60er Jahre jedoch weiterhin von „Absatzwirtschaft“.
Ansatz von Heinrich Freiherr von Stackelberg
Eine Ausnahme in der früheren Entwicklung war die Untersuchung von Heinrich Freiherr von Stackelberg aus dem Jahr 1939. Während die damals vorherrschende Preistheorie Preis und Menge als Aktionsparameter von Unternehmen betrachtete, bezog Stackelberg erstmals Qualitätsvariationen und Vertriebspolitik ein.
Dadurch galt nicht mehr, dass alle an einem Markt angebotenen Leistungen objektiv austauschbar sind. Außerdem wurde die Marktstimulierung berücksichtigt, also die Beeinflussung beziehungsweise Anregung des Marktes.