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Ø
Der Buchstabe Ø (Kleinbuchstabe ø) kommt im Dänischen, Norwegischen, Färöischen, Südsamischen, Altschwedischen sowie dem Altisländischen vor.
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Bedeutung und Verwendung
Ø ist der Großbuchstabe, ø der Kleinbuchstabe. Der Buchstabe kommt im Dänischen, Norwegischen, Färöischen, Südsamischen, Altschwedischen und Altisländischen vor. Seine Aussprache entspricht dem deutschen, schwedischen und isländischen Ö.
Je nach Zielsprache kann Ø unterschiedlich transkribiert werden: als Ö, beispielsweise im Deutschen oder Schwedischen, als Œ im Französischen oder als OE im Englischen.
Alphabetische Einordnung
Im Dänischen, Norwegischen und Färöischen steht Ø am Ende des Alphabets, hinter dem Z beziehungsweise auf Färöisch hinter Ý. Das dänische und norwegische Alphabet endet mit der Reihenfolge Æ, Ø, Å; das färöische Alphabet endet mit Æ, Ø.
Im Finnischen, Isländischen und Schwedischen wird Ø unter Ö eingeordnet. Bei einer internationalen Sortierung wird es unter O einsortiert.
Abgrenzung zu ähnlichen Zeichen
Das große Ø wird gelegentlich ersatzweise für ähnlich aussehende Zeichen verwendet: für das Durchmesserzeichen ⌀, für das Zeichen des arithmetischen Mittels beziehungsweise des Durchschnitts und für das Zeichen der leeren Menge ∅.
Für das Durchmesserzeichen nennt DIN 5008:2020-03 diese Verwendung ausdrücklich als „ersatzweise“ anwendbar. Typografisch ist die Verwendung von Ø an diesen Stellen jedoch falsch und vermeidbar. Stattdessen sollte die gemeinte Beschreibung ausgeschrieben oder das jeweils vorgesehene Zeichen verwendet werden.
Buchstabieren
Nach DIN 5009 wird der Buchstabe beim Buchstabieren mit dem speziellen Ansagewort „schräggestrichen“ angesagt, gefolgt vom Ansagewort für O aus der verwendeten Buchstabiertafel. Beispiele sind „schräggestrichen Offenbach“ und „schräggestrichen Oscar“.
Darstellung und Eingabe am Computer
Ø und ø waren im ASCII-Zeichensatz nicht enthalten. Deshalb konnten viele ältere Computersysteme die Zeichen nicht darstellen. 1986 wurde dieses Problem für den Anwendungsbereich von ISO 8859-1, auch Latin-1 genannt, durch eine ASCII-Erweiterung behoben. Moderne Computer verwenden fast ausnahmslos Unicode und können die Zeichen dadurch sprachunabhängig verarbeiten und darstellen.
Die wichtigsten Kodierungen lauten:
- Unicode-Codepoints: Ø U+00D8, „LATIN CAPITAL LETTER O WITH STROKE“; ø U+00F8, „LATIN SMALL LETTER O WITH STROKE“.
- UTF-8: Ø C3 98; ø C3 B8.
- ISO 8859-1: Ø D8_{hex}; ø F8_{hex}.
- HTML: Ø und ø.
- XML/XHTML dezimal: Ø und ø; hexadezimal: Ø und ø.
- TeX/LaTeX: im Textmodus und mathematischen Modus \O beziehungsweise \o.
Weitere ähnliche Zeichen besitzen eigene Codes und Bedeutungen: ⌀ ist U+2300, das Durchmesserzeichen, mit LaTeX-Befehl \diameter; ∅ ist U+2205, das Zeichen für die leere Menge, mit HTML-Entität ∅ und LaTeX-Befehl \varnothing; ⊘ ist U+2298, der eingekreiste Geteiltstrich, mit ⊘ und \oslash;.
Auf deutschen Standardtastaturbelegungen E1 und T2 gibt es keine direkte Taste für Ø oder ø. Je nach System stehen jedoch Eingabemethoden zur Verfügung. Unter Windows erzeugen CP850 (TUI) die Kombinationen Alt+157 und Alt+155, CP1252 (GUI) Alt+0216 und Alt+0248. Auf einem deutschen Macintosh verwendet man alt/⌥+⇧Shift+O beziehungsweise alt/⌥+O. Unter Linux mit neueren Versionen von X11 funktionieren Alt Gr+⇧Shift+O beziehungsweise Alt Gr+O oder Compose-Eingaben. Bei Neo lautet die Eingabe Mod3+, ⇧Shift+O beziehungsweise Mod3+, O. In Microsoft Word kann man Strg+⇧Shift+7, ⇧Shift+O beziehungsweise Strg+⇧Shift+7, O verwenden; die Unicodeeingabe lautet D, 8, Alt+C beziehungsweise F, 8, Alt+C.
In Vim sind Digraph-Eingaben mit Strg+K, ⇧Shift+O7 beziehungsweise Strg+K, O, ⇧Shift+7 möglich. Die Unicodeeingabe lautet Strg+V, U, 0, 0, D, 8 beziehungsweise Strg+V, U, 0, 0, F, 8. Auf Apple iOS und Android hält man O beziehungsweise o lange gedrückt.