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Zuschlagskalkulation - Arten, Summarische & Differenzierende Kalkulation, Kostenträgerstückrechnung

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  1. Moin zusammen. Und wieder beschäftigt uns ein Verfahren der Kostenträgerstückrechnung. Es geht um die Zuschlagskalkulation.
  2. Starten wir. [Musik] Eine Zuschlagskalkulation ist eine
  3. Methode zur Berechnung der Herstellungs oder Selbstkosten eines Produkts oder einer Dienstleistung. Bei der Zuschlagskalkulation werden die
  4. Gemeinkosten, also Kosten, die nicht direkt einem bestimmten Produkt zugeordnet werden können, auf die Einzelkosten aufgeschlagen.
  5. Um die Gemeinkosten auf die Einzelkosten umzulegen, werden Zuschlagsätze verwendet. Diese Zuschlagsätze basieren auf bestimmten Kostentreibern, wie
  6. beispielsweise Arbeitsstunden, Maschinenstunden oder Materialverbrauch. Durch die Verwendung dieser Zuschlagsätze können die Gemeinkosten
  7. den verschiedenen Kostenträgern wie Produkten oder Dienstleistungen zugerechnet werden. Die Zuschlagskalkulation besteht aus
  8. mehreren Schritten. Zuerst werden die direkten Einzelkosten ermittelt, also die Kosten, die direkt einem Produkt zugeordnet werden können, wie
  9. beispielsweise Materialkosten oder Lohnkosten. Anschließend werden die Gemeinkosten ermittelt, die nicht direkt einem
  10. Produkt zugeordnet werden können, wie beispielsweise Mietkosten oder Verwaltungskosten. Danach werden die Zuschlagsätze für die
  11. verschiedenen Kostenarten berechnet. Diese Zuschlagsätze geben an, welcher prozentuale Anteil der Einzelkosten als Gemeinkosten hinzugefügt werden soll.
  12. Die Zuschlagsätze werden basierend auf vergangenen Erfahrungswerten oder Schätzungen festgelegt. Und im letzten Schritt werden die
  13. Gemeinkosten auf die Einzelkosten aufgeschlagen, indem die Einzelkosten mit den entsprechenden Zuschlagsätzen multipliziert werden. Dadurch erhält man
  14. die Gesamtkosten eines Produkts oder einer Dienstleistung. Die Zuschlagskalkulation ist eine wichtige Methode in der Kostenrechnung,
  15. um die Herstellungs oder Selbstkosten eines Produkts zu ermitteln. Sie ermöglicht Unternehmen, die Kosten für ihre Produkte genau zu berechnen, um
  16. angemessene Preise festzulegen und fundierte Entscheidungen in Bezug auf Produktion und Verkauf zu treffen. Zwei Arten der Zuschlagskalkulation
  17. werden dabei unterschieden. Die sumarische Zuschlagskalkulation und die differenzierende Zuschlagskalkulation.
  18. Sehen wir uns zuerst die summarische Zuschlagskalkulation genauer an. Die Einzelkosten werden bei der Zuschlagskalkulation den Kostenträgern
  19. direkt zugerechnet. Die Gemeinkosten dagegen werden den Kostenträgern indirekt über die in den Kostenstellen ermittelten Zuschlagsätze zugeordnet.
  20. Um die Zuschlagsätze in Prozent zu ermitteln, merke dir die folgende Formel. Zuschlagsatz in Prozent Gemeinkostensumme geteilt durch die
  21. gewählte Einzelkostensumme mal 100. Beispiel: Ein Unternehmen möchte 2200 € Gemeinkosten auf die einzelnen Güter zuschlagen. Er stellt die Produkte A und
  22. B in den Mengen 100 und 300 Stück her mit jeweiligen Einzelkosten von 5 € und 2 € pro Stück. Kalkulieren wir dazu die Herstellkosten pro Stück. Wir nehmen uns
  23. für den Zuschlagsatz der Gemeinkosten unsere eben erwähnte Formel. Zuschlagsatz gleich Gemeinkostensumme durch Einzelkostensumme mal 100. Dann
  24. setzen wir die Werte in die Formel ein. 2200 5* 100 + 2* 300 = 2200 ge 1100
  25. und das ist gleich 2. Nun nehmen wir die 2, multiplizieren sie mit 100 und erhalten 200%. Der Zuschlagsatz beträgt hier 200%. Das
  26. heißt, die Einzelkosten werden mit dem Faktor 2 multipliziert. So lassen sich die Herstellkosten folgendermaßen errechnen. Die
  27. Einzelkosten liegen bei Produkt A bei 5 € und bei Produkt B bei 2 €. Die Gemeinkosten liegen bei Produkt A bei 10 € und bei Produkt B bei 4 €. Das heißt,
  28. die Herstellkosten liegen bei Produkt A bei 15 € und bei Produkt B bei 6 €. Bei der differenzierenden Zuschlagskalkulation
  29. bzw. Elektiven Zuschlagskalkulation werden die Gemeinkosten aufgrund der Kostenstellenrechnung auf die einzelnen Material, Fertigungs, Verwaltungs und
  30. Vertriebsgemeinkosten verteilt. Die Zuschlagsätze dazu wurden zuvor im BAB, also Betriebsabrechnungsbogen, ermittelt und sind somit vorgegeben.
  31. Um das Ganze etwas einfacher zu machen, verwenden wir hier ein beispielhaftes Kalkulationsschema. Die Zahlen stammen aus dem BAB eines
  32. Unternehmens und sind exemplarisch von uns ausgewählt. Wir haben Materialkosten von 114.950 €. Wir haben Fertigungskosten von 11650
  33. €. Wir haben Herstellkosten der Erzeugung von 231600 € und Herstellkosten des Umsatzes in Höhe von 236.6600
  34. €. Das entspricht am Ende Selbstkosten von 284213,76€ent. Mit Hilfe der ermittelten Zuschlagssätze in Prozent gelingt es nun auch die
  35. Gemeinkosten den Kostenträgern zuzurechnen. Beispiel: Bei einer Produktionsmenge von 1200 Stück kann ein Unternehmen seinen Selbstkostenpreis
  36. einfach ermitteln. Wir nehmen uns die 284213,76€. Das sind die Selbstkosten und teilen das Ganze durch 1200 Stück. Wir erhalten
  37. einen Stückpreis in Höhe von 236,84€ent. Dieser Preis kann dann als Grundlage für ein Angebot dienen, was ein Unternehmen
  38. Kunden kalkulatorisch unterbreiten kann. Super, jetzt hast du hoffentlich einen Plan davon, wie die Zuschlagskalkulation funktioniert. Im nächsten Video sehen
  39. wir uns die Kuppelkalkulation an. Weitere Karl AR Videos gibt's in unserer großen Playlist. Beides ist hier links verlinkt. Abonnieren und Daumen hoch
  40. freut uns. Bis bald. Mach's gut und ciao.

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