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Zuschlagskalkulation - Arten, Summarische & Differenzierende Kalkulation, Kostenträgerstückrechnung
Das Wichtigste aus dem Video
Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.
Transkriptautomatisch erstellt · 40 Zeilen
- Moin zusammen. Und wieder beschäftigt uns ein Verfahren der Kostenträgerstückrechnung. Es geht um die Zuschlagskalkulation.
- Starten wir. [Musik] Eine Zuschlagskalkulation ist eine
- Methode zur Berechnung der Herstellungs oder Selbstkosten eines Produkts oder einer Dienstleistung. Bei der Zuschlagskalkulation werden die
- Gemeinkosten, also Kosten, die nicht direkt einem bestimmten Produkt zugeordnet werden können, auf die Einzelkosten aufgeschlagen.
- Um die Gemeinkosten auf die Einzelkosten umzulegen, werden Zuschlagsätze verwendet. Diese Zuschlagsätze basieren auf bestimmten Kostentreibern, wie
- beispielsweise Arbeitsstunden, Maschinenstunden oder Materialverbrauch. Durch die Verwendung dieser Zuschlagsätze können die Gemeinkosten
- den verschiedenen Kostenträgern wie Produkten oder Dienstleistungen zugerechnet werden. Die Zuschlagskalkulation besteht aus
- mehreren Schritten. Zuerst werden die direkten Einzelkosten ermittelt, also die Kosten, die direkt einem Produkt zugeordnet werden können, wie
- beispielsweise Materialkosten oder Lohnkosten. Anschließend werden die Gemeinkosten ermittelt, die nicht direkt einem
- Produkt zugeordnet werden können, wie beispielsweise Mietkosten oder Verwaltungskosten. Danach werden die Zuschlagsätze für die
- verschiedenen Kostenarten berechnet. Diese Zuschlagsätze geben an, welcher prozentuale Anteil der Einzelkosten als Gemeinkosten hinzugefügt werden soll.
- Die Zuschlagsätze werden basierend auf vergangenen Erfahrungswerten oder Schätzungen festgelegt. Und im letzten Schritt werden die
- Gemeinkosten auf die Einzelkosten aufgeschlagen, indem die Einzelkosten mit den entsprechenden Zuschlagsätzen multipliziert werden. Dadurch erhält man
- die Gesamtkosten eines Produkts oder einer Dienstleistung. Die Zuschlagskalkulation ist eine wichtige Methode in der Kostenrechnung,
- um die Herstellungs oder Selbstkosten eines Produkts zu ermitteln. Sie ermöglicht Unternehmen, die Kosten für ihre Produkte genau zu berechnen, um
- angemessene Preise festzulegen und fundierte Entscheidungen in Bezug auf Produktion und Verkauf zu treffen. Zwei Arten der Zuschlagskalkulation
- werden dabei unterschieden. Die sumarische Zuschlagskalkulation und die differenzierende Zuschlagskalkulation.
- Sehen wir uns zuerst die summarische Zuschlagskalkulation genauer an. Die Einzelkosten werden bei der Zuschlagskalkulation den Kostenträgern
- direkt zugerechnet. Die Gemeinkosten dagegen werden den Kostenträgern indirekt über die in den Kostenstellen ermittelten Zuschlagsätze zugeordnet.
- Um die Zuschlagsätze in Prozent zu ermitteln, merke dir die folgende Formel. Zuschlagsatz in Prozent Gemeinkostensumme geteilt durch die
- gewählte Einzelkostensumme mal 100. Beispiel: Ein Unternehmen möchte 2200 € Gemeinkosten auf die einzelnen Güter zuschlagen. Er stellt die Produkte A und
- B in den Mengen 100 und 300 Stück her mit jeweiligen Einzelkosten von 5 € und 2 € pro Stück. Kalkulieren wir dazu die Herstellkosten pro Stück. Wir nehmen uns
- für den Zuschlagsatz der Gemeinkosten unsere eben erwähnte Formel. Zuschlagsatz gleich Gemeinkostensumme durch Einzelkostensumme mal 100. Dann
- setzen wir die Werte in die Formel ein. 2200 5* 100 + 2* 300 = 2200 ge 1100
- und das ist gleich 2. Nun nehmen wir die 2, multiplizieren sie mit 100 und erhalten 200%. Der Zuschlagsatz beträgt hier 200%. Das
- heißt, die Einzelkosten werden mit dem Faktor 2 multipliziert. So lassen sich die Herstellkosten folgendermaßen errechnen. Die
- Einzelkosten liegen bei Produkt A bei 5 € und bei Produkt B bei 2 €. Die Gemeinkosten liegen bei Produkt A bei 10 € und bei Produkt B bei 4 €. Das heißt,
- die Herstellkosten liegen bei Produkt A bei 15 € und bei Produkt B bei 6 €. Bei der differenzierenden Zuschlagskalkulation
- bzw. Elektiven Zuschlagskalkulation werden die Gemeinkosten aufgrund der Kostenstellenrechnung auf die einzelnen Material, Fertigungs, Verwaltungs und
- Vertriebsgemeinkosten verteilt. Die Zuschlagsätze dazu wurden zuvor im BAB, also Betriebsabrechnungsbogen, ermittelt und sind somit vorgegeben.
- Um das Ganze etwas einfacher zu machen, verwenden wir hier ein beispielhaftes Kalkulationsschema. Die Zahlen stammen aus dem BAB eines
- Unternehmens und sind exemplarisch von uns ausgewählt. Wir haben Materialkosten von 114.950 €. Wir haben Fertigungskosten von 11650
- €. Wir haben Herstellkosten der Erzeugung von 231600 € und Herstellkosten des Umsatzes in Höhe von 236.6600
- €. Das entspricht am Ende Selbstkosten von 284213,76€ent. Mit Hilfe der ermittelten Zuschlagssätze in Prozent gelingt es nun auch die
- Gemeinkosten den Kostenträgern zuzurechnen. Beispiel: Bei einer Produktionsmenge von 1200 Stück kann ein Unternehmen seinen Selbstkostenpreis
- einfach ermitteln. Wir nehmen uns die 284213,76€. Das sind die Selbstkosten und teilen das Ganze durch 1200 Stück. Wir erhalten
- einen Stückpreis in Höhe von 236,84€ent. Dieser Preis kann dann als Grundlage für ein Angebot dienen, was ein Unternehmen
- Kunden kalkulatorisch unterbreiten kann. Super, jetzt hast du hoffentlich einen Plan davon, wie die Zuschlagskalkulation funktioniert. Im nächsten Video sehen
- wir uns die Kuppelkalkulation an. Weitere Karl AR Videos gibt's in unserer großen Playlist. Beides ist hier links verlinkt. Abonnieren und Daumen hoch
- freut uns. Bis bald. Mach's gut und ciao.
Zum Nachlesen
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