Zuschlagskalkulation - Arten, Summarische & Differenzierende Kalkulation, Kostenträgerstückrechnung Die Merkhilfe Wirtschaft https://www.youtube.com/watch?v=yWyxx4md118 Transkript (automatisch erstellt) 0:00 Moin zusammen. Und wieder beschäftigt uns ein Verfahren der Kostenträgerstückrechnung. Es geht um die Zuschlagskalkulation. 0:07 Starten wir. [Musik] Eine Zuschlagskalkulation ist eine 0:19 Methode zur Berechnung der Herstellungs oder Selbstkosten eines Produkts oder einer Dienstleistung. Bei der Zuschlagskalkulation werden die 0:27 Gemeinkosten, also Kosten, die nicht direkt einem bestimmten Produkt zugeordnet werden können, auf die Einzelkosten aufgeschlagen. 0:37 Um die Gemeinkosten auf die Einzelkosten umzulegen, werden Zuschlagsätze verwendet. Diese Zuschlagsätze basieren auf bestimmten Kostentreibern, wie 0:47 beispielsweise Arbeitsstunden, Maschinenstunden oder Materialverbrauch. Durch die Verwendung dieser Zuschlagsätze können die Gemeinkosten 0:56 den verschiedenen Kostenträgern wie Produkten oder Dienstleistungen zugerechnet werden. Die Zuschlagskalkulation besteht aus 1:04 mehreren Schritten. Zuerst werden die direkten Einzelkosten ermittelt, also die Kosten, die direkt einem Produkt zugeordnet werden können, wie 1:12 beispielsweise Materialkosten oder Lohnkosten. Anschließend werden die Gemeinkosten ermittelt, die nicht direkt einem 1:20 Produkt zugeordnet werden können, wie beispielsweise Mietkosten oder Verwaltungskosten. Danach werden die Zuschlagsätze für die 1:28 verschiedenen Kostenarten berechnet. Diese Zuschlagsätze geben an, welcher prozentuale Anteil der Einzelkosten als Gemeinkosten hinzugefügt werden soll. 1:39 Die Zuschlagsätze werden basierend auf vergangenen Erfahrungswerten oder Schätzungen festgelegt. Und im letzten Schritt werden die 1:48 Gemeinkosten auf die Einzelkosten aufgeschlagen, indem die Einzelkosten mit den entsprechenden Zuschlagsätzen multipliziert werden. Dadurch erhält man 1:57 die Gesamtkosten eines Produkts oder einer Dienstleistung. Die Zuschlagskalkulation ist eine wichtige Methode in der Kostenrechnung, 2:06 um die Herstellungs oder Selbstkosten eines Produkts zu ermitteln. Sie ermöglicht Unternehmen, die Kosten für ihre Produkte genau zu berechnen, um 2:15 angemessene Preise festzulegen und fundierte Entscheidungen in Bezug auf Produktion und Verkauf zu treffen. Zwei Arten der Zuschlagskalkulation 2:26 werden dabei unterschieden. Die sumarische Zuschlagskalkulation und die differenzierende Zuschlagskalkulation. 2:34 Sehen wir uns zuerst die summarische Zuschlagskalkulation genauer an. Die Einzelkosten werden bei der Zuschlagskalkulation den Kostenträgern 2:42 direkt zugerechnet. Die Gemeinkosten dagegen werden den Kostenträgern indirekt über die in den Kostenstellen ermittelten Zuschlagsätze zugeordnet. 2:53 Um die Zuschlagsätze in Prozent zu ermitteln, merke dir die folgende Formel. Zuschlagsatz in Prozent Gemeinkostensumme geteilt durch die 3:04 gewählte Einzelkostensumme mal 100. Beispiel: Ein Unternehmen möchte 2200 € Gemeinkosten auf die einzelnen Güter zuschlagen. Er stellt die Produkte A und 3:16 B in den Mengen 100 und 300 Stück her mit jeweiligen Einzelkosten von 5 € und 2 € pro Stück. Kalkulieren wir dazu die Herstellkosten pro Stück. Wir nehmen uns 3:30 für den Zuschlagsatz der Gemeinkosten unsere eben erwähnte Formel. Zuschlagsatz gleich Gemeinkostensumme durch Einzelkostensumme mal 100. Dann 3:40 setzen wir die Werte in die Formel ein. 2200 5* 100 + 2* 300 = 2200 ge 1100 3:54 und das ist gleich 2. Nun nehmen wir die 2, multiplizieren sie mit 100 und erhalten 200%. Der Zuschlagsatz beträgt hier 200%. Das 4:06 heißt, die Einzelkosten werden mit dem Faktor 2 multipliziert. So lassen sich die Herstellkosten folgendermaßen errechnen. Die 4:15 Einzelkosten liegen bei Produkt A bei 5 € und bei Produkt B bei 2 €. Die Gemeinkosten liegen bei Produkt A bei 10 € und bei Produkt B bei 4 €. Das heißt, 4:26 die Herstellkosten liegen bei Produkt A bei 15 € und bei Produkt B bei 6 €. Bei der differenzierenden Zuschlagskalkulation 4:36 bzw. Elektiven Zuschlagskalkulation werden die Gemeinkosten aufgrund der Kostenstellenrechnung auf die einzelnen Material, Fertigungs, Verwaltungs und 4:47 Vertriebsgemeinkosten verteilt. Die Zuschlagsätze dazu wurden zuvor im BAB, also Betriebsabrechnungsbogen, ermittelt und sind somit vorgegeben. 4:59 Um das Ganze etwas einfacher zu machen, verwenden wir hier ein beispielhaftes Kalkulationsschema. Die Zahlen stammen aus dem BAB eines 5:07 Unternehmens und sind exemplarisch von uns ausgewählt. Wir haben Materialkosten von 114.950 €. Wir haben Fertigungskosten von 11650 5:20 €. Wir haben Herstellkosten der Erzeugung von 231600 € und Herstellkosten des Umsatzes in Höhe von 236.6600 5:32 €. Das entspricht am Ende Selbstkosten von 284213,76€ent. Mit Hilfe der ermittelten Zuschlagssätze in Prozent gelingt es nun auch die 5:44 Gemeinkosten den Kostenträgern zuzurechnen. Beispiel: Bei einer Produktionsmenge von 1200 Stück kann ein Unternehmen seinen Selbstkostenpreis 5:55 einfach ermitteln. Wir nehmen uns die 284213,76€. Das sind die Selbstkosten und teilen das Ganze durch 1200 Stück. Wir erhalten 6:08 einen Stückpreis in Höhe von 236,84€ent. Dieser Preis kann dann als Grundlage für ein Angebot dienen, was ein Unternehmen 6:19 Kunden kalkulatorisch unterbreiten kann. Super, jetzt hast du hoffentlich einen Plan davon, wie die Zuschlagskalkulation funktioniert. Im nächsten Video sehen 6:29 wir uns die Kuppelkalkulation an. Weitere Karl AR Videos gibt's in unserer großen Playlist. Beides ist hier links verlinkt. 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