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Religion und Philosophie 7: Religiöse Sprache II

Sebastian Gäb32:33 933 Aufrufe veröffentlicht Auf YouTube

Das Wichtigste aus dem Video

Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.

Transkriptautomatisch erstellt · 220 Zeilen
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  1. beim letzten mal haben wir schon über religiöse sprache gesprochen und haben die unterscheidung kennengelernt von realismus und anti realismus die
  2. bedeutungs theorien die damit zusammenhängen ich habe moderat für einen realismus plädiert das letzte mal das heißt für die position die behauptet
  3. religiöse sprache bedeutet das was sie zu bedeuten scheint bloß es scheint sie denn eigentlich zu bedeuten es ist ja nicht von der hand zu weisen
  4. dass religiöse sprache futter oft in einer ganz anderen bedeutung gebraucht als wir das aus unserer alltäglichen sprache so gewohnt sind natürlich bei
  5. speziell religiösen begriffen wie gott seele wagner und so weiter da ist das ohne weiteres festzustellen aber auch bei ganz normalen begriffen ist das
  6. sowas ist nämlich beispielsweise wenn sie sagen gott spricht zu mir oder so etwas dieses simple wörtchen spricht bedeutet dass hier genau das gleiche wie
  7. in einem ganz alltäglichen kontext wie wenden sie beispielsweise ihren freund erzählen der busfahrer spricht mit mir oder so
  8. etwas es kann ja nicht ganz genau das gleiche bedeuten sprechen stammt aus unserer ganz alltäglichen normalen lebenswelt und bedeutet da normalerweise
  9. so etwas wie mit den sprech werkzeugen in stimmen werkzeugen laute produzieren um informationen mitzuteilen das kann für gott eigentlich nicht
  10. gemeint sind denn gott hat keinen körper er hat keine stimmbänder er hat keinen mund keine lippen mit denen er laute bilden könnte das heißt was auch immer
  11. gott tut wenn er mit mir spricht es muss irgendwie was anderes sein als das was der busfahrer tut wenn er mit mir spricht man kann auch nicht einfach
  12. zuhören wenn gott zu jemand anderem spricht aber man kann sehr wohl zu hören wenn der busfahrer zu jemand anderem spricht irgendwie muss es einen
  13. unterschied geben zwischen sprechen gottes und entsprechen des busfahrers auf der anderen seite kann sprechen aber hier auch in die
  14. etwas vollkommen anderes bedeuten denn wenn gott spricht und wenn der busfahrer spricht dann müssen das ja irgendwie auch ähnliche vorgänge sein sonst würden
  15. wir ja nicht das gleiche wort nämlich sprechen für diese beiden vorgänger verwenden also einerseits kann es nicht ganz das gleiche sein
  16. andererseits kann es auch nicht ganz was verschiedenes seien bloß was ist es denn dann die religiöse wirklichkeit also die wirklichkeit über die wir reden wenn wir
  17. von gott seeländer war und so weiter sprechen die ist anders als unsere alltagswirklichkeit sie unterscheidet
  18. sich massiv davon wie kann man denn dann sinnvoll mit unserer menschlichen sprache die für diese alltägliche wirklichkeit gemacht ist über eine ganz
  19. andere religiöse wirklichkeit sprechen das ist die frage um die es heute gehen sollte werden und sie insgesamt drei möglichkeiten anschauen wie man mit
  20. diesem problem fertig werden kann also wie kann ich der besonderen bedeutung die religiöse sprache erfordert gerecht werden diese drei möglichkeiten die wir
  21. besprechen wollen sind erstens die analoge rede zweitens die metaphorische rede und drittens das schweigen oder der apo
  22. faschismus fangen wir mit dem ersten punkt an das ist die analogie die analoge rede diese schwierigkeit über gott in
  23. menschlicher sprache zu sprechen das ist ein problem mit dem sich thomas von aquin einer der bedeutendsten bedeutendsten philosophen der scholastik
  24. also wenn mittelalterlichen christlichen philosophie auseinandergesetzt hat thomas stellt fest wenn wir versuchen über gott zu sprechen dann stehen wir
  25. vor einem dilemma auf der einen seite können die worte nicht das bedeuten was die normalerweise bedeuten das wäre sonst ein kruder anthroposophisch muss
  26. als geführten uns gott wie ein menschliches wesen vorstellen nur größer und mächtiger sowas denken sie an das beispiel vom busfahrer eben wenn wir
  27. wirklich denken würden dass gott spricht zu mir genau das gleiche bedeutet wie der busfahrer spricht zu mir dann müssten wir uns gott als ein wesen mit
  28. deinem körper vorstellen mit ein großen mund mit lippen zunge und so weiter der damit laute bilden kann die wir hören können also gott wird zu
  29. einer art menschenartigen wesen auf der anderen seite können die vor ort aber auch nicht vollkommen anderes bedeuten denn dann könnten wir gar nichts mehr
  30. über gott sagen wenn das wort sprechen in gott spricht zu mir etwas ganz anderes bedeuten würde als das wort sprechen normalerweise bedeutet ja was
  31. bedeutet dann eigentlich dann wissen wir gar nicht was dieses wort bedeuten soll dann ist es im grunde vollkommen sinnlos von gott zu sagen dass er zu mir spricht
  32. weil wir gar nicht wissen was damit überhaupt noch ausgesagt werden soll also wir stehen zwischen dem dilemma entweder ein alberner antrieb rassismus
  33. oder ein sinnloser obskuren tisch muss wie sollen wir dann noch sinnvoll über gott reden können thomas schlägt einen ausweg vor nämlich den ausweg der
  34. analogen rede und diese analoge rede ist genau der mittelweg zwischen den beiden anderen hörnern des dilemmas der uni wogen und derek wie wogen rede die uni
  35. wo geredet das ist das erste horn des dilemmas also der gebrauch bei dem die bedeutung exakt gleich ist ein unikum gebrauch ist etwas ganz normales in
  36. unserer alltäglichen sprache also ich kann zum beispiel sagen der apfel ist rot und die tomate ist rot und das wort rot wird in beiden sätzen
  37. in exakt der gleichen bedeutung gebraucht da spannt nix das wäre ein beispiel für einen uni wogen gebrauch des wortes roth derek vivo gebraucht das
  38. ist der zweite fall also das zweite horn des dilemmas das bedeutet wir haben gleiche worte als der form nach gleiche worte vorliegen die aber mit
  39. verschiedene bedeutung versehen sind in der grundschule ich so was bei uns die kästchen das sind dann also solche wörter wie kiefer es gibt den kiefer als
  40. den bestandteil eines schädels hier und es gibt die kiefer als den baum der irgendwo im wald wachsen kann also beides ist das gleiche wort aber mit
  41. einer vollkommen anderen bedeutung und das wäre ein ganz klares beispiel für eine solche app wifo gerede und zwischen diesen beiden unattraktiven optionen von
  42. univeg wie vogue bedeutung da geht thomas mit seinen mittelweg durch der analogen rede analoge geräte bedeutet nämlich die
  43. bedeutung ist weder vollkommen gleich wie bei der uni bogen rede noch ist sie vollkommen verschieden wie bei der ecke hocken rede
  44. das beispiel dass thomas selbst wählt um diese analoge form der bedeutung zu erklären ist das wort gesund ich kann ja zum beispiel sagen ich bin gesund wurde
  45. ich kann auch sagen sport ist gesund in beiden fällen bedeutet das wort gesund nicht ganz das gleiche aber eben auch etwas vollkommen verschieden ist wenn
  46. ich sage ich bin gesund dann meine ich damit ich bin frei von krankheiten und allen formen von unwohlsein oder so etwas
  47. wenn ich hingegen sage sport ist gesund dann meine ich nicht dass der sport nicht krank ist sondern dann meine ich dass der sport diesen zustand in dem ich
  48. mich befinde herstellen kann die bedeutung sind also nicht gleich aber es gibt zwischen den beiden bedeutungen so eine art systematischen
  49. zusammenhang thomas schlüssel das ein bisschen genauer auf er sagt es gibt prinzipiell zwei möglichkeiten wie ein solcher zusammenhang aussehen kann
  50. da haben wir einmal die analogie der attribution und einmal die analogie der proportion analogie der attributs ion das bedeutet das wort bezieht sich
  51. eigentlich nur auf den einen der beiden gegenstände von denen es ausgesagt wird also im eigentlichen sinne auf einen dabei im gegenstände im abgeleiteten
  52. sinne kann man aber auch auf den anderen beziehen das ist so die situation die wir jetzt hier bei gesund vorliegen haben wenn ich sage ich
  53. bin gesund und sport ist gesund die gesundheit die mir im eigentlichen sinne zugeschrieben wird kann nimmt ihm abgeleiteten sinne auch dem sport
  54. zugeschrieben werden insofern sport die ursache der gesundheit ist man kann das auch in die andere richtung drehen also man kann auch so eine
  55. analogie der attribution haben wenn das wort die folge beschreibt wenn ich nämlich zum beispiel sage jemand hat eine gesunde gesichtsfarbe es etwas also
  56. dass die gesichtsfarbe gesund ist ist die folge der gesundheit in diesem sind auch wieder abgeleitet aus der eigentlichen bedeutung in bezug
  57. auf gott würde das bedeuten wenn wir zum beispiel von gott sagen dass gott gut ist dann meinen wir damit nicht dem eigentlichen sinne dass er gut ist
  58. sondern wir meinen damit den abgeleiteten sinne dass er gut ist weil er nämlich die ursache von allen guten in der welt ist
  59. das war die analogie der attributs ion was ist jetzt die analogie der proportion nun bei der analogie der proportion da bezieht sich das wort
  60. tatsächlich im eigentlichen sinne auf beide gegenstände aber in unterschiedlichem ausmaß nehmen sie als beispiel diese bald setzte hier
  61. ich kann sagen ich liebe meine frau und ich kann sagen ich liebe ein scharfes curry ich liebe meine frau natürlich an gast
  62. als ich ein scharfes curry liebe aber ich liebe beide das heißt das wort lieben wird hier schon in der gleichen bedeutung gebraucht nur muss diese
  63. bedeutung eben immer dem jeweiligen gegenstand angepasst werden wenn ich beispielsweise habe mir ein bild anschaut dass mein
  64. vierjähriger sohn von einer rakete gemalt hat dann würde ich sagen diesem bild das ist schön wenn ich im museum bin und schaue mir van goghs
  65. sternennacht an oder so etwas dann würde ich wahrscheinlich auch vor diesem bild stehen und sagen das ist schön wenn jetzt allerdings von goch ein bild
  66. gemalt hätte von einer rakete das aussieht wie das von meinem vierjährigen sohn dann würde ich wahrscheinlich nicht mehr
  67. sagen das ist schön die bedeutung dieses wortes schön schwankt also je nachdem auf welchen gegenstand sie angewandt wird
  68. das heißt aber nicht dass ich in den beiden fällen mein sohn und van gogh unterschiedliche bedeutungen von schön anlegen würde sondern dass die
  69. gegenstände unterschiedliche sind im einen fall ein gemälde eines weltberühmten künstlers im anderen fall das gemälde eines kleinen sohnes und
  70. diese gegenstände erfordern unterschiedliche anpassungen der bedeutung des eigentlichen wortes wenn wir das ganze jetzt auf gott anwenden
  71. dann würde das bedeuten ich sage zum beispiel von gott er sei weise und ich sage auch von sokrates dass er weiß ist aber weisheit trifft auf gott in einem
  72. höheren ausmaß zu als auf sokratis denn gottes weisheit beispielsweise ist unbegrenzt die von sokrates hingegen ist endlich
  73. aber nichtsdestotrotz in beiden fällen ist mit weise das gleiche gemeint nur nicht im gleichen ausmass also die proportionalität ist nicht die gleiche
  74. weil ich eben an den gegenstand anpassen muss sieht so aus als wäre thomas mit dieser lehre von der analogie eigentlich ein ganz guter kompromiss gelungen also
  75. wir können über gott reden das ist spaß und wir können dennoch akzeptieren dass sich gott in seiner realität in seinem wesen ganz massiv von unserer
  76. alltäglichen wirklichkeit unterscheidet also wir können einerseits wird reden aber andererseits zugestehen dass gott ganz anders ist
  77. problem bei der sache ist nur es sieht jetzt irgendwie so aus als würde hier das verhältnis von gott und welt auf den kopf gestellt denn eigentlich müssten
  78. wir sagen nur die endlichen dinge also die geschöpfe die kreaturen der welt und so weiter die sind im eigentlichen sinne weise und
  79. unschön usw und gott ist das nur in einem abgeleiteten übertragenen sinne er ist die ursache von weisheit und güte und so weiter aber die eigentliche
  80. weisheit und güte und schönheit was die gibt es nur in den kreaturen aber das ist irgendwie seltsam denn eigentlich sollte es anders sein als gott als die
  81. quelle von allem sein der sollte im eigentlichen sinne gut und schön und so weiter sein und nicht die kreaturen außerdem was ist dann mit negativen
  82. prädikaten also mit zu denken wie nervtötend oder übel riechend müssten wir nicht eigentlich auch sagen dass gott weil er die ursache von allem ist
  83. auch die ursache dessen herz tötenden und das übel riechenden ist und dementsprechend müssten wir auch sagen gemäss der analogie der attribution gott
  84. ist übel riechend und gott ist nervtötend in einem abgeleiteten sie mich natürlich aber nichtsdestotrotz das sind ihre eine richtige aussage und
  85. schließlich das größte problem vermutlich es hilft uns eigentlich gar nichts diese lehre von der analogie hilft uns gar nicht dabei zu verstehen
  86. was eigentlich aussagen über gott bedeuten können nehmen wir nochmal dieses beispiel von eben ich liebe meine frau ich liebe ein scharfes curry
  87. wir haben gesagt da muss ich die bedeutung den jeweiligen gegenstand anpassen das heißt ich muss wissen was ein mensch ist oder was menschliche
  88. liebesbeziehungen sind und ich muss wissen was ein curry ist sonst kann ich die bedeutung nicht an dem gegenstand anpassen sonst verstehe ich gar nicht
  89. wovon die rede ist wenn ich nun das ganze auf gott übertragen wenn ich jetzt sage gott ist weise dann
  90. müsste ich doch um das zu verstehen wissen was weise in bezug auf gott bedeuten soll aber dann muss ich gottes wesen kennen
  91. dann muss ich ja wissen was gott ist oder wie gott ist denn sonst könnte ich die bedeutung die einen gegenstand anpassen wenn ich nicht weiß von welchem
  92. gegenstand ich rede wie soll ich die bedeutung anpassen aber wie soll ich denn gottes wesen kennen ohne ihn beschreiben zu können
  93. wenn ich das wesen einer sache kenne musste ich etwas eine definition geben können oder einer hinreichende beschreibung dieses wesens
  94. wenn ich aber nicht beschreiben kann also anders wenn ich ihn beschreiben kann so und wenn ich gott beschreiben kann warum muss ich dann in analogie
  95. über ihn reden das heißt wir drehen uns irgendwie im kreis also entweder wir kennen gottes wesen nicht dann hilft uns die analogie auch nicht dieses wesen zu
  96. beschreiben oder wir kennen gottes wesen dann brauchen wir die analogie nicht wir haben also zwei unbekannte in dieser gleichung oder gar keins das ist nun die
  97. lehre der analogie der erste versuch mit der besonderheit religiöser sprache umzugehen schauen wir uns jetzt den zweiten
  98. versuch an nämlich die metaphorische rede mit der frische rede ist sehr sehr weit verbreitet in allen religionen es lässt sich wohl kaum bestreiten dass
  99. religiöse sprache voll ist von metaphern von bildlicher rede beispielsweise ja denken sie an das christentum wenn gesagt wird christus
  100. ist der gute hirte denken sie an den buddhismus der vom rivaner spricht und damit den zustand der erlösung meint was eigentlich ja
  101. übersetzt das verlöschen bedeutet oder denken sie an den dow es muss mit seinen namensgebenden begriff dauer von dem wir ganz am anfang schon mal gesprochen
  102. haben was wortwörtlich eigentlich nur weg bedeutet aber gemeint ist das fundamentale prinzip der realität oder so etwas
  103. das alles sind klarerweise metaphern metapher können wir hier vorsichtig und ein bisschen grob definieren als metapher ist wenn man über eine sache
  104. redet inbegriffen die von einer anderen sache her stammen und dadurch dass man in anderen begriffen von dieser sache redet erzeugt man eine ähnlichkeit
  105. zwischen den beiden dingen oder macht eine ähnlichkeit die bisher unbekannt ist offenkundig metaphern werden oft gebraucht rein ornamentale funktion oder
  106. etwas zu erfüllen also als ausschmückung der rede um sie poetischer zu machen oder um sich gebildet auszudrücken oder manchmal auch um komplexe sachverhalte
  107. anschaulich zu erläutern und damit das verständnis zu erleichtern aber darüber hinaus gibt es in der sprache
  108. philosophie auch eine position die als kognitives muss bekannt ist und die behauptet dass metaphern auch einen kognitiven gehalt haben können also dass
  109. sie erkenntnisse ausdrücken können erkenntnisse die anders als metaphorisch gar nicht zu fassen sind wenn ich zum beispiel sagen das ist ein
  110. ganz instruktive beispiel das gehirn ist ein computer dann ist das ganz offensichtlich eine metapher das geld nicht im wirklich ein computer dann kann
  111. man aus dieser metapher jetzt noch weitere schlüsse ziehen zum beispiel kann man sagen ja wenn das gehirn ein computer ist dann muss es doch auch eine
  112. programmiersprache geben in der die gedanken des gehirns kodiert sind und so weiter und so fort wir können also anfangen diese metapher
  113. zu entpacken die metapher enthält neue erkenntnisse über das gehirn mit die funktionsweise des gehirns die erst offenbar gemacht
  114. werden müssen aber die in der metapher schon drinnen sind ähnlich wäre es in der religiösen sprache wenn wir jetzt zum beispiel sagen christus ist der gute
  115. hirte daraus könnten wir zum beispiel den schluss ziehen dass christus uns beschützen wird dass er sich um alles kümmern wird und führen wird und so
  116. weiter und so fort jetzt könnte man an der stelle natürlich argumentieren ist dann die metapher nicht eigentlich überflüssig könnte man
  117. nicht ganz einfach eine wörtliche über schreie umschreibung eine paraphrase an die stelle dieser metapher setzen die genau das gleiche bedeutet das scheint
  118. eigentlich ja immer möglich zu sein wenn das nicht möglich wäre wie sollte man sonst erklären welche metaphern gelungen sind und welche nicht
  119. gelungen sind also wenn ich beispielsweise nicht sage christus ist der gute hirte sondern ich sage christus ist der brave metzger dann
  120. würden die meisten christinnen und christen mir vermutlich wieder sprechen und sagen was diese metapher irgendwie nicht zutreffend ist aber warum denn
  121. eigentlich nicht naja weil christus uns eben nicht hin schlachten wird sondern weil christus uns beschützen würde uns sicher nicht kümmern wird und so weiter
  122. und so fort also die bedeutung dieser metapher erscheint nicht die richtige zu sein also der metapher dass christus der
  123. braves geist wenn die bedeutung aber nicht die richtige ist dann muss sich offenbar in der lage sein sie zu erklären also
  124. angeben zu können was denn eigentlich die bedeutung ist um sie dann zu bewerten wenn ich das kann kann ich die metapher doch auch paraphrasieren also
  125. ich kann sie wörtlich erklären die metapher ist überflüssig dagegen haben einige theoretikerin und theoretiker eingewandt dass mit dem von
  126. ihr reduziere sind das heißt keine paraphrase keine umschreibung kann exakt das ausdrücken was die metapher ausdrückt warum nicht moniert zum einen
  127. ist es so die wörtliche paraphrase scheinbar wörtliche paraphrase ist in wirklichkeit oft selbst eine metapher nehmen wir mal ein säkulares beispiel
  128. ich sage gestern war draußen ein schneidender wind dann ist das natürlich ein metapher der wind schneidet nicht wirklich also
  129. ich werde nicht stücke geschnitten wenn ich bei schneidendem wind vor die tür gehen wie könnte ich denn dann diese metapher paraphrasieren ich könnte sagen
  130. naja der wind schneidet wie man wie messerklingen oder so etwas wie schon gesagt das tut endlich wirklich meistens passiert ihnen nicht gern zu viel wenn
  131. sie bei schneidendem wind vor die tür ging dann meinen sie vielleicht naja ich meine es fühlt sich so an als würde er schneiden aber auch das ist natürlich
  132. wieder eine metapher ist fühlt sich gerade nicht so an als würden sie vom wind zerschnitten werden es tut bedeutend weniger weh würde ich sagen
  133. was bleibt ihnen letzten endes gar nicht viel anderes übrig als die eine metapher durch andere metaphern zu ersetzen außerdem wenn man mal von dieser
  134. operation von immer weiteren mit davon absieht eine metapher ist grundsätzlich offen dh eine metapher bietet mehr interpretationsmöglichkeiten mehr raum
  135. zur ausbeutung dessen was sie bedeuten soll als jede wörtliche übersetzung und gerade deswegen kann sie ja neue erkenntnisse ermöglichen
  136. also nehmen sie noch mal unsere metapher von christus als den guten hirten wir haben das bisher so ausgedeutet dass wir sagen christus beschützt uns aber die
  137. mit kann ja auch dann anders ausgedrückt werden wenn wir dann zum beispiel sagen ja das heißt dann wohl dass die
  138. gläubigen schafe sind das heißt am ende werden sie gemolken geschoren und geschlachtet werden denn das ist das was wir normalerweise mit ihren schafen
  139. machen und dafür haben sie die schafe nur eine metapher nicht die wörtliche paraphrase hat diese offenheit oder diesen man könnte es auch so nennen
  140. bedeutungs überschuss die metapher ist also tatsächlich nicht reduzierbar sie drückt mehr aus als das was in der wörtlichen paraphrase drin steckt das
  141. macht nichts das ist auch gar nicht schlimm dass man die metapher nicht paraphrasiert dann sehr viele ganz triviale setzte in der sprache kann man
  142. auch nicht paralysieren wir werden die paraphrase von der apfel des rot fällt mir auch nichts zur 1 aber natürlich in ein solcher satz
  143. vollkommen verständlich und unproblematisch auch wenn sie nicht paralysieren kann das heißt jetzt also wozu sind meter fanta wozu brauchen wir
  144. sie wir brauchen sie um mit ihnen über dinge zu sprechen die wir eigentlich noch gar nicht richtig verstanden haben nehmen wir mal ein nicht religiöses
  145. beispiel nämlich licht als welle die physiker der vergangenheit haben licht als welle bezeichnet und konnten indem sie diese metapher angewandt haben sehr
  146. viel über das wesen des lichts erfahren inzwischen sieht die sache anders aus also uns ist mittlerweile klar im einundzwanzigsten jahrhundert das licht
  147. eigentlich keine welle ist wir sind mittlerweile so weit dass wir den welle teilchen dualismus des lichts verstanden haben also licht ist nur im
  148. metaphorischen sinn eine fällung da kann so betrachtet werden aber es ist nicht wirklich eine welle sowie die wellen auf dem ozean beispielsweise wählen sind
  149. aber indem man nicht metaphorisch als eine welle betrachtet kann man einen neuen noch einen sinnvollen zugang zur wirklichkeit zur natur des lichts
  150. gewinnen und viel über das nicht lernen indem man dieser metapher folgt und diese metapher weiterentwickelt das gilt dann auch für religiöse sprache wenn wir
  151. in der religion gute metaphern finden und lernen sie auszubeuten dann ist das für uns eine wichtige möglichkeit zum neuen erkenntnissen zu gelangen
  152. also metaphern spielen eine wichtige kognitive oder man könnte auch sagen er bis t mische erkenntnis mäßig funktion für religiöse sprache so bleibt noch die
  153. dritte option nämlich der abruf atheismus automatismus was ist das ja also abo faschismus oder auch abo vater beziehungsweise negative theologie wie
  154. es auch manchmal genannt wird das ist eine theorie die in vielen antiken formen von religionen weit verbreitet ist grob ausgedrückt besagt
  155. diese akustische these wir können über manche religiösen gegenstände nicht sagen wir können nur negativ sagen was sie
  156. nicht sind in der christlichen artikel also insbesondere im westlichen christentum im griechisch sprachigen bereich ist das
  157. unter dem einfluss des neue platten ismus eine relativ verbreitete position gewesen zum beispiel bei den christlichen
  158. mystiker des 56 jahrhunderts der sich als dionysius von europa kita ausgibt der schreibt beispielsweise die gottheit ist weder zahl noch ordnung weder größe
  159. noch kleinheit wieder gleichheit nach ungleichheit wieder ähnlichkeit noch uneinigkeit aber wir finden auch in anderen
  160. religionen insbesondere in den regionen des ostens apathische positionen zum beispiel im eben schon genannten da ist muss die berühmten worte mit denen das
  161. dauert ihnen beginnt das da über das man sprechen kann ist nicht das ewige dauer oder sie finden so etwas ebenfalls im buddhismus nehmen wir als ein einfaches
  162. beispiel dafür die beschreibung die der butter selbst vom nirvanas dem zustand nach dem tod die endgültige erlösung gibt er
  163. beschreibt es wie folgt er sagt es gibt ihr mönche einen bereich wo wir der erde noch wasser noch feuer noch wind ist wo die sphäre der unendlichkeit des raumes
  164. und der unendlichkeit des bewusstseins nicht mehr besteht wohl nicht irgend etwas mehr ist weder die sphäre des unterscheiden es noch dieses nicht
  165. unterscheiden es nicht diese welt doch die jenseitige welt wo beide sonne und mond nicht mehr sind viele negativer kann man es kaum noch machen das heißt
  166. jetzt allerdings nicht dass wir einfach nur nicht wissen wie diese dinge sind also dass er bloß das eine war nämlich kennen oder dass wir gott nicht richtig
  167. beschreiben können weil wir irgendwie nicht zu wenig wissen über ihn und das wäre vielleicht prinzipiell noch irgendwo zu beheben diese wissenslücke
  168. nein gemeint ist dass diese dinge prinzipiell jenseits unseres begrifflichen denkens liegen dass also unsere sprache oder unser konzeptuelles
  169. denken grundsätzlich versagt wenn es auf diese gegenstände trifft in der mystic ist das eigentlich immer eine ziemlich beliebte haltung gewesen
  170. ganz anders aber in der eher rational gesonnenen religionsphilosophie die das sehr sehr kritisch gesehen hat grundsätzlich sind ja drei große
  171. schwierigkeiten immer festgemacht worden an dieser akustischen theologie der erste einwand lautet ist das nicht vollkommen paradox wie kann ich denn
  172. über etwas sagen dass man nichts darüber sagen kann denn wenn wir sagen dass wir nichts sagen können ja dann sagen wir doch
  173. schon etwas nämlich gerade dass wir nichts sagen können auf der anderen seite wenn wir wirklich nichts sagen könnten dann könnten wir
  174. auch gar nichts sagen nicht mal das nicht mal dass wir nichts sagen könnten aber wir können offensichtlich was sagen nämlich dass wir nicht sagen können
  175. also können wir nicht sagen wie gesagt paradox erscheint uns hier im kreis zudreht diese aussage ich kann über diesen gegenstand nichts aussagen
  176. scheint sich selbst zu widerlegen in dem moment wo ich den mund aufmache und diese aussage tätige scheint sie sich zu widerlegen
  177. ein wort nummer zwei lautet es geht doch gar nicht um ein unbekanntes iks sondern wir reden von gott oder von rahn oder sonst irgendwas also wir wenden einen
  178. namen auf dieses unsagbare wesen an von dem wir sprechen ja aber warum sagen wir dann beispielsweise gott zu diesem unsagbaren wesen und nicht roh mehr
  179. wüsste das nicht irgendwie voraussetzen dass es da gewisse eigenschaften bei diesem unsagbaren wesen gibt die es rechtfertigen den begriff gott
  180. anzuwenden statt des begriffs romer oder donald trump oder sonst irgendetwas aber wenn es da solche eigenschaften gibt die das rechtfertigen zum beispiel dass
  181. dieses unsagbare wesen der schöpfer der welt ist oder allwissende was weiß ich was ja wenn es diese eigenschaften gibt dann müssen wir doch auch sagen können
  182. was diese eigenschaften sind sonst wäre es ja vollkommen beliebig welchen begriffen also kann das wesentlich und sagt da sein und schließlich ein
  183. wandmalerei führt das ganze nicht in einem infinite regress wir fangen an mit so einer aussage wie gott ist körperlich das sagen uns die akustischen theologen
  184. kann nicht sagen wir müssen regieren also sagen wir gott ist nicht körperlich aber das ist ja auch wieder nach aussage also müssen wir auch diese aussage
  185. wieder negieren und wir müssten stattdessen sagen gott ist weder körperlich noch nicht körperlich es wird hier schon ein bisschen schwer das
  186. überhaupt logisch zu verstehen was das heißen soll aber auch das ist eine aussage und auch diese aussage müssten sie ja wieder negieren indem sie sagen
  187. es ist nicht der fall dass gott weder körperlich noch um körperlich ist und immer so weiter was kann man denn dann eigentlich noch
  188. mit dieser akustischen theologie anfangen nun die verteidiger dieser akustischen these sagen es geht ja gar nicht darum dass wir gar nichts über
  189. gott oder nirvana aussagen können also solche sätze wie viele menschen glauben an gott sind natürlich auch aussagen über gott und vollkommen unproblematisch
  190. also niemand würde aus der akustischen theologie einspruch gegen sowas erheben der punkt ist vielmehr nur einiges kann nicht gesagt werden
  191. das sind dann natürlich zwar die wichtigsten dinge also jetzt gerade die natur oder das wesen gottes des vaters usw betreffen aber es ist immerhin etwas
  192. mehr als nichts was wir sagen können und daher gibt es auch keinen widerspruch also es ist nicht so dass wir gar nichts über gott sagen können bloß wir können
  193. einiges über gott ich sagen es war einiges was ziemlich wichtig ist aber dennoch genug um hinreichend sagen zu können worum es eigentlich geht
  194. solange wir nämlich wenigstens etwas sagen können wie zum beispiel gott ist das wesen das mir gestern in einer vision erschienen ist das etwas oder
  195. gott ist das was mich mit liebe erfüllt oder was auch immer sie wollen also solange wir wenigstens irgendetwas in der art sagen können können wir genug
  196. sagen um den gegenstand um den es geht um das wovon wir reden wollen das unsagbare etwas hinreichend genau zu definieren nicht vollständig aber
  197. hinreichend um zu wissen worum es eigentlich geht wir können sagen ja das nirvana ist das was der butter im moment seine
  198. erleuchtung erlebt hat dann wissen wir noch nicht was ist eigentlich war was soll da ein seine erleuchtung erlebt hat und vielleicht gestehen wir ein dass wir
  199. niemals beschreiben können was das ist was er da erlebt hat dass das auf immer unsere begrifflichen kapazitäten sprengen muss aber wir wissen immerhin
  200. genug darüber um es als fixpunkt markieren zu können um sozusagen festhalten zu können worum wir eigentlich vorüber wir eigentlich reden
  201. wollen keine endgültige klärung der sache wie gesagt aber genug um verstehen zu können wovon eigentlich die rede ist und was ist dann mit dem dritten punkt
  202. also mit den endlosen negativen zuschreibungen auch da würde die apathische theologie antworten es geht gar nicht darum einfach nur negative
  203. eigenschaften zu besprechen das geht gar nicht darum zu sagen diese und jene eigenschaften kommen gott kommen den fahner dem dauer und so weiter nicht zu
  204. sondern man muss differenzieren zwischen zwei verschiedenen funktionen die die negation haben kann also das eine ist die simple sache negation sind dazu da
  205. zu sagen dass etwas nicht so ist das das nicht der fall ist wenn ich beispielsweise sage das ist kein langes buch dann schreibe ich dem buch eine
  206. bestimmte eigenschaft zu nämlich nicht lang also kurz zu sein aber es gibt daneben noch andere funktionen von negationen und das ist die funktion
  207. nicht zu sagen dass es so ist als ich lehne es ab etwas zu behaupten ich sage nicht dass es nicht der fall ist sondern ich lehne es ab zu behaupten das ist der
  208. fall ist das ein wichtiger unterschied beispiel dafür ich sage das buch ist nicht gut das buch ist fantastisch wenn ich sage dass buch
  209. ist nicht gut dann will ich damit nicht sagen dass das buch nicht gut ist obwohl genau diese worte gerade aus meinem boot aus meinem mund rausgekommen sind man
  210. das buch ist nicht gut ich will damit viel mehr sagen dass ich nicht behaupten will dass das buch gut ist weil der ausdruck unpassend ist oder weil er zur
  211. falschen assoziationen verführen wird oder sonst etwas und genau so sagen die abo farbiger müssen wir diese negative rede von gott
  212. verstehen also wenn ich sage gott ist nicht körperlich dann heißt das nicht dass er das gegenteil davon ist also dass gott
  213. geist wäre oder etwas sondern es soll bedeuten dass es nicht passend ist dass es nicht angemessen treffend ist diesen begriff auf gott
  214. anzuwenden das ziel ist also nicht die richtigen negativen begriffe zu finden die man gott anheften kann sondern das ziel
  215. liegt darin eine sprachlose und begriffs freie einsicht in die wirklichkeit dieser dinge zu bekommen also die sprache sozusagen durch den prozess der
  216. negation zu transzendieren und hinter sich zu lassen so dass wir letzten endes zu einer über sprachlichen nicht mehr begrifflich fassbaren einsicht in das
  217. wesen gottes des japaners und so weiter kommen das waren jetzt also die optionen die wir auf dem tisch haben wie man sinn
  218. machen kann aus den seltsamen ausdrücken die in religiöser sprache vorkommen nun verstehen ist aber die eine sache also verstehen was die aussagen der
  219. verschiedenen religionen bedeuten da es ist ein punkt den wir uns jetzt einigermaßen gut ernähren konnten aber eine andere frage ist die ob das was da
  220. gesagt wird und was wir dann verstanden haben auch wirklich wahr ist und das ist das thema den wir uns dann beim nächsten mal zu wenden müssen

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