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Epik einfach erklärt | Grundlagen | Erzählform | Erzählverhalten

How to Deutsch4:28 59.713 Aufrufe veröffentlicht Auf YouTube

Das Wichtigste aus dem Video

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  1. Das Video jetzt ist zwar wahrscheinlich nicht episch, es geht aber trotzdem um die Epik.
  2. [Musik] Epic bezeichnet die erzählende Literatur. Das heißt, alles was eine
  3. Geschichte erzählt und nur eine Geschichte erzählen soll, ist epik. dazu zählen heute Romane, Novellen,
  4. Kurzgeschichten, alles was eben nur erzählt, was nicht direkt geplant ist, dass es aufgeführt
  5. wird oder dass sich grundsätzlich reimt. Das Problem bei der Epic ist aber, dass es die jüngste Gattung ist. Man kann
  6. also aus der Geschichte her nicht sagen, das und das ist epik und das und das nicht.
  7. Weil heute die Hauptform der Roman ist oder das gedruckte Buch, ähm kann man aus heutiger Sicht nicht genau sagen,
  8. das ist jetzt epic. Wenn man irgendwann in hunderten Jahren mal eine andere Form hat, die ähm modern
  9. ist und der Roman nicht mehr ganz oben mit dabei ist, dann kann man vielleicht besser sagen, okay, das da gehört
  10. eigentlich in die Form der Epic mit rein. Es gibt sehr kurze Formen der Epic. Z.B.
  11. zählt Ernest Hammingways Kurzgeschichte mit im Englischen sechs Wörtern zu verkaufen, Babyschuhe nie getragen als
  12. Epic. Allerdings gibt es auch tausende Seitelange Geschichten. Beispielsweise der fünfte Harry Potter Band hat im
  13. Deutschen über 1000 Seiten und das zählt alles. Die erste epische Literatur hat man im
  14. alten Griechenland schon gehabt. Das sind Homers Epen, Ilias, die Odysseée. Die sind aber in Versform geschrieben.
  15. Das heißt, dass die aus heutiger Sicht nicht unbedingt gut als Beispiel dienen. Im 17. Jahrhundert gab es dann den
  16. ersten wirklichen Roman, das ist Don Key Shot und im 18. Jahrhundert hat sich dann der Roman als Form auch in der
  17. Gesellschaft verbreitet. Das heißt, die Erzlliteratur kam langsam in Schwung. Diejenigen, die sich leisten konnten und
  18. auch diejenigen, die lesen konnten, die haben sich auch mit Romanen dann langsam ans Lesen rangesetzt.
  19. Weil die Epic eine relativ junge Art der Literatur ist, versucht man sich heute über Umwege an Epic ranzutrauen. Das
  20. heißt, man nimmt z.B. als Eigenschaft die Erzählinstanz. Jede epische Geschichte hat einen Erzähler. Wenn man
  21. sich z.B. ein Drama anschaut, da gibt es keinen Erzähler im Text. Da steht einfach nur drin die Personelpunkt
  22. Wasser sagt sie. dann die andere Person, dann gibt's noch ein paar Regieanweisungen oder Anmerkungen, wie
  23. etwas gesagt werden soll, aber es gibt keinen Erzähler. In der Epic gibt es Erzähler, die ähm durch die komplette
  24. Geschichte führen und Stück für Stück oder auch erst das eine, dann das andere und dann wieder zurück ähm die Sachen
  25. erzählen. Da gibt es verschiedene Varianten. Es gibt einmal den Icherzähler, es gibt den Ererzähler,
  26. selten gibt es einen Doerzähler und diese verschiedenen Erzähler haben auch ein unterschiedliches Erzählverhalten.
  27. Es gibt den auktorialen Erzähler, der weiß im Prinzip alles und erzählt die Geschichte mit dem Wissen, was passiert.
  28. Das gibt den Personalen Erzähler, der erzählt die Geschichte aus der Sicht einer speziellen Figur oder einer
  29. speziellen Gruppe. Und es gibt den neutralen Erzähler, der wiederum sich keiner Person zuwendet, sondern versucht
  30. komplett nüchtern zu beschreiben, was passiert. Inhaltlich ist im Prinzip alles möglich.
  31. Es gibt für alle möglichen Themen unterschiedliche Genre. Es gibt Novellen, die grundsätzlich eine
  32. sogenannte unerhörte Begebenheit behandeln. Es gibt tausende Seitenlange Zeitromane.
  33. Es gibt also wirklich sehr viel. Es ist sehr schwer da einzugrenzen bzw. einen Trendstrich zu ziehen. Das gehört zur
  34. Epic und das hier nicht. Arbeiten kann man aber trotzdem damit. Es gibt die Möglichkeit, einfach den Inhalt zu
  35. interpretieren. Das heißt, ähm eine Bedeutung, die nicht im Text direkt geschrieben wird, aber trotzdem
  36. rauszuziehen. Es gibt die Möglichkeit, den Erzähler also zu analysieren und sich so das Werk selber zurecht zu
  37. biegen mehr oder weniger. Ja. [Musik]

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