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Deutsch lernen: Die Basis der Grammatik einfach erklärt │ A2-B2
Das Wichtigste aus dem Video
Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.
Transkriptautomatisch erstellt · 77 Zeilen
- Wusstest du, dass jeder Satz aus maximal 5 Teilen besteht? Hallo und herzlich willkommen in der Lingster Academy!
- Ich bin deine Deutschlehrerin Julia und das heutige Video ist mal wieder so gut, dass du in wenigen Minuten lernst, wofür andere im Deutschkurs mehrere Monate brauchen.
- Du lernst jetzt die Basis der Grammatik im Satz – und da geht es immer um Fragen – wer? Was?
- Wann? Wie?
- Wo? usw.
- Mit diesen Fragen kannst du einen Satz in einzelne Teile zerlegen oder aus einzelnen Teilen zusammenbauen, ähnlich wie ein Puzzle oder Lego.
- Wenn du richtig gut in Grammatik und damit auch in Deutsch allgemein werden willst, musst du die 5 Funktionen kennen und anwenden können. Denn damit kannst du jeden Satz analysieren und konstruieren, besser verstehen, korrekter
- schreiben und letztendlich auch fehlerfrei sprechen. Also schau dir das Video bis zum Ende an, das wird deine beste Investition heute!
- Hol dir auch mein kostenloses 1x1 der Grammatik mit den wichtigsten Regeln, Übungen und Lösungen zu diesem Thema. Der Link ist in der Beschreibung unter dem Video.
- Bis du bereit? Dann geht`s los!
- Wir beginnen mit der 1. und wichtigsten Funktion. Frage an dich: Was braucht ein Satz mindestens?
- Bestimmt denkst du jetzt „ein Verb“ und damit hast du Recht – Das ist der zentrale Teil in einem Satz und alle anderen Informationen bauen auf diesem Verb auf.
- Ein Verb ist eine Wortart, eine Form, so wie Nomen oder Adjektiv. Die Funktion von einem Verb ist das Prädikat.
- Man unterscheidet zwischen Form und Funktion. Schau dir diesen Satz an: Heute gibt es Spaghetti.
- Die Funktion von „gibt“ ist Prädikat. Die Form von „gibt“ ist ein Verb in der 3. Person Singular im Präsens.
- Die Form sagt dir, wie ein Wort oder ein Satzteil aussieht. Die Funktion sagt dir, welche Aufgabe es im Satz hat.
- Das erkläre ich dir im Verlauf des Videos genauer. Hier noch ein paar Beispiele für Prädikate: Gestern hat es Spaghetti gegeben.
- Prädikat: hat gegeben – Form: 3. Person Singular Perfekt und das besteht aus dem Hilfsverb „haben“ und dem Partizip II.
- Siehst du, jetzt kann man nicht mehr so einfach „Verb“ sagen, denn es gibt ja zwei Teile. Schau dir mal das hier an: Gestern haben Spaghetti von mir eingekauft werden müssen.
- Also, dieser Satz heißt nichts anderes als „Ich musste gestern Spaghetti kaufen“. Aber ich möchte dir damit zeigen, wie lang ein Prädikat sein kann: haben eingekauft werden müssen.
- Funktion: 1 Prädikat – Form von „einkaufen“: 3. Person Plural Perfekt im Passiv mit Modalverb „müssen“. 4 Verbformen = 1 Prädikat.
- Kommen wir mal zur 2. Funktion. Was kommt jetzt wohl?
- Wenn der wichtigste Teil das Prädikat bzw. das Verb im Satz ist, was gehört dann am ehesten zum Prädikat? Das Subjekt – sie sind sozusagen Partner, beste Freunde oder Brüder – denn das Subjekt
- ist die Person oder Sache, die etwas macht, z.B. Carlos lacht. Und jetzt zeige ich dir die ersten Schritte, um einen Satz zu analysieren.
- Zuerst suchst du immer das Prädikat – dann fragen wir mit dem Prädikat nach dem Subjekt. Man fragt danach immer und nur „Wer oder was?“.
- Hier ein paar Beispiele: Herr Tröster bekommt heute Abend Besuch von einer Dame. Unser neuer Kühlschrank ist seit Tagen kaputt.
- Wir beginnen mit der Analyse von Satz 1: Prädikat „bekommt“ – Wer/Was bekommt (Besuch…)? Herr Tröster – er ist das Subjekt – du weißt ja, „wer“ ist für Menschen und
- manche Tiere und „was“ ist für alles andere, also für Dinge. Satz 2: Prädikat: „ist“ – dazu gehört „kaputt“, denn alleine macht das Verb keinen Sinn.
- Also fragen wir: Wer/Was ist kaputt? Unser neuer Kühlschrank – das ist das Subjekt.
- Bestimmt weißt du, dass das Subjekt immer im Nominativ steht, aber was heißt das? Nominativ bezieht sich auf die Form und dieses Subjekt besteht aus dem Possessivartikel „Unser“,
- aus dem Adjektiv „neuer“ und aus dem maskulinen Nomen „Kühlschrank“. „Unser“ und „neuer“ hat die Endungen des Nominativs, weil das Subjekt immer und nur im Nominativ steht.
- Damit du genau verstehst, was ich meine, kommen wir nun zur 3. Funktion – den Objekten. Darüber habe ich schon mehrere Videos gemacht, die ich dir hier oben verlinke.
- Dennoch schauen wir kurz in das Thema hinein, beginnend mit dem Akkusativobjekt: Wir haben unseren neuen Kühlschrank in die Reparatur gebracht.
- Fällt dir schon etwas auf? Wir machen wieder eine Analyse und beginnen wie immer mit dem Prädikat: „haben gebracht“
- und dann fragen wir wie immer nach dem Subjekt: Wer/Was hat … gebracht? „Wir“ Dieses Subjekt hat die Form eines Personalpronomens.
- Und erst jetzt im 3. Schritt fragen wir nach dem Akkusativobjekt. Wen/Was haben wir in die Reparatur gebracht?
- unseren neuen Kühlschrank Wir vergleichen mal mit dem Satz von eben: Unser neuer Kühlschrank ist seit Tagen kaputt.
- Was fällt dir auf? Unser neuer Kühlschrank hat einmal die Funktion von einem Subjekt und dann von einem Akkusativobjekt.
- Das sind zwei komplett unterschiedliche Aufgaben im Satz. Schau dir mal die Form an: Die Wörter sind gleich, aber die Endungen sind anders – klar, einmal Nominativ, einmal Akkusativ.
- Übrigens: Nach dem Akkusativobjekt fragt man immer und nur „Wen oder was“? Es gibt noch einen anderen Akkusativ, den zeige ich dir anhand der 4. Funktion.
- Kommen wir zum Dativobjekt: Es gibt zum Glück nur wenige Verben, die ein Dativobjekt brauchen! Meistens sind es Verben, die nur mit Mensch oder Tier funktionieren, z.B. „helfen“
- oder „gratulieren“ deshalb fragt man nach dem Dativobjekt nur „Wem?“, nichts anderes! Hier ein Beispiel: Er gratuliert seinem Sohn zum Geburtstag.
- Analyse: Prädikat: gratuliert – Subjekt: Wer/Was gratuliert? Er Wem gratuliert er? seinem Sohn – Dativobjekt
- Vielleicht fragst du dich jetzt: Was ist „zum Geburtstag“? Das ist ein Präpositionalobjekt, denn man stellt die Frage immer mit einer Präposition.
- Du weißt ja, Verb mit Präposition und so: Wozu gratuliert er ihm? zum Geburtstag Worüber freut er sich?
- über seine Geschenke Woran denkt er heute? an seinen nächsten Geburtstag Dieses Thema habe ich ausführlich in zwei
- Videos erklärt, die du dir unbedingt anschauen musst! Es gibt noch ein letztes Objekt, das Genitivobjekt, aber das wird so selten benutzt, dass du es eigentlich nicht brauchst.
- Was du als Genitiv kennst, sind Attribute, das ist die 5. Funktion und dazu komme ich gleich. Aber zuerst kommen wir zur 4. Funktion, den Adverbialen und die kommen in fast allen Sätzen vor.
- Kleiner Hinweis: te-ka-mo-lo – Das sind alle Informationen, mit denen man auf Fragen Wann?
- Warum? Wie?
- Mit wem? Wo?
- Wohin? Wie lange?
- etc. antworten kann. Auch darüber habe ich schon mehrere Videos gemacht, die du hier oben verlinkt findest.
- Dennoch hier ein paar Beispiele: Im letzten Sommer fuhr Familie Werner wegen einer Hochzeit mit dem gesamten Freundeskreis an den Gardasee.
- Hier haben wir ziemlich viele Infos, die wir nun analysieren. Womit beginnen wir?
- Natürlich mit dem Prädikat: fuhr – Wer fuhr? Familie Werner – sie sind das Subjekt.
- Gibt es Objekte? Kann man hier Wen/Was fuhr Familie Werner fragen?
- Oder Wem fuhr Familie Werner? Nein, hier gibt es keine Objekte.
- Aber was können wir fragen? Wann fuhr Familie Werner an den Gardasee?
- Im letzten Sommer. Warum fuhr Familie Werner an den Gardasee? wegen einer Hochzeit.
- Mit wem fuhr Familie Werner an den Gardasee? mit dem gesamten Freundeskreis – Das ist kein Dativobjekt, es ist ein Adverbial im Dativ.
- Also Funktion Adverbial, Form Dativ. Für dich ist das aber total egal, solange du das im Satz korrekt benutzt.
- Wohin fuhr Familie Werner? an den Gardasee – Adverbial des Ortes (lokal) Fällt dir auf, dass es in allen Adverbialen
- einen Kasus gibt, also Akkusativ, Dativ und Genitiv? Wie gesagt, es sind keine Objekte.
- Aber warum gibt es dann immer wieder andere Endungen? Das liegt an den kleinen Wörtern am Anfang der Adverbiale – an, in, mit, wegen, usw.
- das sind Präpositionen und die brauchen einen bestimmten Kasus. Auch dazu gibt es schon mehrere Videos, die ich dir oben verlinke.
- Uff, kommen wir zur 5. und damit letzten Funktion – dem Attribut. Und die sind speziell, denn sie sind keine Funktion für sich allein, sie gehören entweder
- zum Subjekt, zum Objekt oder zu Adverbialen. Hmm, was könnte das sein?
- Schau mal: Der Computer, mit dem ich arbeite, gehört einem Freund meiner großen Schwester. Damit du gleich verstehst, worum es geht, zeige ich dir diesen Satz ohne Attribute:
- Der Computer gehört einem Freund. Attribute sind das, was Sätze so unglaublich lang macht.
- Sie geben mehr Information. Dazu gehören z.B Adjektive: meine große Schwester Adverbien (Wortart): In dem Zimmer hier ist es eiskalt.
- Genitivattribute: ein Freund meiner großen Schwester Präpositionale Attribute: Handtaschen aus Leder sind nicht günstig.
- Attributsatz (Relativsatz): Der Computer, mit dem ich arbeite, gehört … Apposition: Angela Merkel, die Bundeskanzlerin Deutschlands, tritt ab.
- Ja, das sind die 5 Funktionen. Mein Tipp für dich: Nimm dir einen ganz einfachen Text zur Hand, am besten A1 oder A2 und beginne zu analysieren.
- Du wirst sehen, dass du mit ein bisschen Übung ein ganz neues Verständnis unserer Sprache erlangen wirst. Das war`s auch schon wieder für heute!
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- Ich sag tschüss, bis zum nächsten Video! Deine Julia
Zum Nachlesen
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