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Operante und instrumentelle Konditionierung – Verhaltensbiologie 3
Das Wichtigste aus dem Video
Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.
Transkriptautomatisch erstellt · 47 Zeilen
- Nach dem Video über die klassische Konditionierung erklären wir euch jetzt alles rund um die operante und die instrumentelle Konditionierung. Außerdem
- zeigen wir euch den Unterschied zur klassischen Konditionierung. Unbedingt dran
- bleiben. Bei der klassischen Konditionierung lernt der Organismus einen bestimmten, eigentlich mal neutralen Reiz mit einem bestimmten
- unbedingten Reiz oder entsprechendem Ereignis zu verknüpfen, auf den oder dass er unwillkürlich und unbedingt reagieren würde. Das bewirkt, dass er
- schon auf den neutralen Reiz alleine hin diese unwillkürliche Reaktion zeigt. Der Paavlasche Hon z.B. hat erlernt, das Klingeln einer Glocke mit dem Erhalt von
- Futter zu verknüpfen, wobei er auf die Präsentation von Futter hin Speichel produzieren würde. Das bedeutet, dass er schon alleine auf den Klingelton hin
- Speichel produziert, ohne dass überhaupt Futter da ist. Der Hund hat allerdings weder Kontrolle über den Reiz noch über die Reaktion. Er kann nämlich weder das
- Klingeln der Glocke noch seine Speichelproduktion beeinflussen. Bei der operanten und der instrumentellen Konditionierung sieht das anders aus.
- Hier lernt der Organismus, dass eine gewisse Verhaltensweise auch eine gewisse Konsequenz mit sich trägt. Auf gut Deutsch, wenn ich das und das mache,
- passiert das und das. Der US-amerikanische Psychologe Edward Lee Thorndijk gilt als der Begründer der instrumentellen Konditionierung. In
- seinen Untersuchungen benutzte er seine sogenannte Puzzlebox, auf Deutsch Problemkäfig genannt. Das war eine kleine verschlossene Kammer mit einer
- Tür, die man mit einem einfachen Mechanismus öffnen könnte. Zieht das Versuchstier in der Kammer z.B. an einer Schnur oder betätigt es einen Hebel,
- öffnen sich die Tür und das Tier bekommt Futter zur Belohnung. Anfangs ging es noch einige Minuten, bis das Tier mehr oder weniger zufällig den Mechanismus
- betätigte und sich somit befreite. Nach mehreren Versuchen brauchte es nur noch wenige Sekunden. Das Tier hat also gelernt, wenn ich den Hebel drücke oder
- an der Schnur ziehe, werde ich befreit und bekomme Futter. In seinem Werk Gesetz der Wirkung formuliert es Thorndiy folgendermaßen: Von allen
- Reaktionen in einer gegebenen Situation werden jene Reaktionen, die für das Tier von Befriedigung begleitet oder gefolgt werden, stärker mit der Situation
- verbunden, sodass, wenn die Situation erneut eintritt, auch jene Reaktionen erneut auftreten. Auf Deutsch hat mein Verhalten in einer gewissen Situation
- eine positive Konsequenz, dann werde ich in der gleichen Situation auch wieder das gleiche Verhalten aufweisen. Das funktioniert auch umgekehrt. Hat mein
- Verhalten eine negative Konsequenz, dann werde ich dieses Verhalten seltener oder nicht noch mal aufweisen. Kleines Beispiel: Ihr seid rotze in der Bar und
- pöbelt bisschen rum. Ihr schnauzt einen Gast an und brüllt, er soll euch doch mal ein Bier zahlen. Das macht er natürlich auch, weil er Ärger aus dem
- Weg gehen will. Ihr habt dadurch gelernt, dass man Leute anpöbeln kann, um kostenlos Bier zu bekommen. Das findet ihr ganz geil und dadurch wird
- das Verhalten Leute anpöbeln, womöglich häufiger eintreten. Wäre der angepöbelte Gast aber Kampfsportler und hätte euch volle Rakete verkloppt, dann wäre die
- Konsequenz eures Verhaltens eher negativ. Dadurch werdet ihr das Verhalten Leute anpöbeln eher vermeiden. Man unterscheidet vier Arten von
- Konsequenzen. Bei der Verstärkung bzw. Diese Belohnung unterscheidet man zwischen positiver und negativer Belohnung. Bei der positiven Belohnung
- kommt es zu einer angenehmen Konsequenz. Beispiel: "Ich pöbel rum und es gibt Freibier." Bei der negativen Belohnung kommt es zu keiner unangenehmen
- Konsequenz. Beispiel: "Ich gehe nach Hause und werde dafür nicht verkloppt. Ich bekomme nichts angenehmes, aber etwas Unangenehmes bleibt aus." Man
- unterscheidet auch zwischen positiver und negativer Bestrafung. Positive Bestrafung bedeutet, das Verhalten hat eine unangenehme Konsequenz. Beispiel:
- "Ich pöbel rum und werde verkloppt. Oder mal was Neues. Ich springe vom Baum, breche mir ein Bein und verblute." Bei der negativen Bestrafung bleibt die
- angenehme Konsequenz aus. Beispiel: "Ich war böse und bekomme deshalb keinen Nachtisch." Klingt bisschen verwerrend, weil die positive Bestrafung Beinbrechen
- und verbluten eigentlich recht wenig Positives beinhaltet. Ihr müsst das positiv und negativ als eher ja oder nein betrachten. Es ist jeweils auf
- Belohnung oder Bestrafung bezogen. Beinbrechen und verbluten ist eine positive Bestrafung. Positiv also ja, denn es
- kommt zu einer unangenehmen Konsequenz. Kein Nachtisch ist eine negative Bestrafung. Negativ also nein, denn es kommt nicht direkt zur unangenehmen
- Konsequenz. Es bleibt lediglich eine angenehme Konsequenz aus. Falls ihr es nicht ganz verstanden habt, schaut es euch noch mal an oder fragt einfach mal
- in den Kommentaren nach. Wir fassen jetzt noch mal kurz zusammen und erklären euch den Unterschied zwischen operant und instrumentell. Im Grunde
- genommen geht's bei beiden darum, dass der Organismus lernt. Auf eine Verhaltensweise folgt eine Konsequenz. Z.B. wenn ich den Hebel drück, bekomme
- ich Futter. Oder ich springe vom Baum und breche mir an Beinen und verblute. Ist die Konsequenz einer Verhaltensweise angenehm? Dann steigt die
- Wahrscheinlichkeit, dass diese Verhaltensweise wiederholt wird. Ist die Konsequenz einer Verhaltensweise unangenehm, dann wird diese
- Verhaltensweise seltener wiederholt. Es geht also um das Verstärken bzw. Abschwächen von bestimmten Verhaltensweisen. Laut dem deutschen
- Psychologen Gertz Miezel sieht die instrumentelle Konditionierung ungefähr so aus. Die Verhaltensweise ist ein Instrument, um angenehme Konsequenzen
- herbeizuführen und um unangenehme zu vermeiden. Eine Aktivität ist somit ein Mittel zum Erreichen einer bestimmten Konsequenz. Bei der
- Operantenkonditionierung betrachtet man eher ein beliebiges spontanes Verhalten mit der erlernten Konsequenz daraus. Es muss nicht zielgerichtet erfolgen. Es
- kann auch unbeabsichtigt oder zufällig sein. Man spricht von einem Operantenverhalten, weil es in der Umwelt operiert bzw. etwas bewirkt.
- Beide Konditionierungen sind sich, wie ihr seht, sehr ähnlich, sind im Prinzip auch fast gleich, nur dass bei der instrumentellen Konditionierung das
- Verhalten als Instrument im Mittelpunkt steht, um etwas bestimmtes zu erreichen. Ob es dann klappt oder nicht, im nächsten Video dieser Playlist geht's um
- das Mogram Experiment, sehr bekannt und verdammt interessant. also unbedingt anschauen. Wir hoffen, das Video hat euch gefallen. Wenn ja, gibt ein
- Däumchen. Wir würden uns freuen. Falls ihr euch für euer Gehirn interessiert und erfahren wollt, wie es funktioniert, dann klickt auf dieses Video. Haut rein,
- Leute. Bis dann und ciao.
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