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Operante und instrumentelle Konditionierung – Verhaltensbiologie 3

Biologie - simpleclub6:37 401.631 Aufrufe veröffentlicht Auf YouTube

Das Wichtigste aus dem Video

Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.

Transkriptautomatisch erstellt · 47 Zeilen
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  1. Nach dem Video über die klassische Konditionierung erklären wir euch jetzt alles rund um die operante und die instrumentelle Konditionierung. Außerdem
  2. zeigen wir euch den Unterschied zur klassischen Konditionierung. Unbedingt dran
  3. bleiben. Bei der klassischen Konditionierung lernt der Organismus einen bestimmten, eigentlich mal neutralen Reiz mit einem bestimmten
  4. unbedingten Reiz oder entsprechendem Ereignis zu verknüpfen, auf den oder dass er unwillkürlich und unbedingt reagieren würde. Das bewirkt, dass er
  5. schon auf den neutralen Reiz alleine hin diese unwillkürliche Reaktion zeigt. Der Paavlasche Hon z.B. hat erlernt, das Klingeln einer Glocke mit dem Erhalt von
  6. Futter zu verknüpfen, wobei er auf die Präsentation von Futter hin Speichel produzieren würde. Das bedeutet, dass er schon alleine auf den Klingelton hin
  7. Speichel produziert, ohne dass überhaupt Futter da ist. Der Hund hat allerdings weder Kontrolle über den Reiz noch über die Reaktion. Er kann nämlich weder das
  8. Klingeln der Glocke noch seine Speichelproduktion beeinflussen. Bei der operanten und der instrumentellen Konditionierung sieht das anders aus.
  9. Hier lernt der Organismus, dass eine gewisse Verhaltensweise auch eine gewisse Konsequenz mit sich trägt. Auf gut Deutsch, wenn ich das und das mache,
  10. passiert das und das. Der US-amerikanische Psychologe Edward Lee Thorndijk gilt als der Begründer der instrumentellen Konditionierung. In
  11. seinen Untersuchungen benutzte er seine sogenannte Puzzlebox, auf Deutsch Problemkäfig genannt. Das war eine kleine verschlossene Kammer mit einer
  12. Tür, die man mit einem einfachen Mechanismus öffnen könnte. Zieht das Versuchstier in der Kammer z.B. an einer Schnur oder betätigt es einen Hebel,
  13. öffnen sich die Tür und das Tier bekommt Futter zur Belohnung. Anfangs ging es noch einige Minuten, bis das Tier mehr oder weniger zufällig den Mechanismus
  14. betätigte und sich somit befreite. Nach mehreren Versuchen brauchte es nur noch wenige Sekunden. Das Tier hat also gelernt, wenn ich den Hebel drücke oder
  15. an der Schnur ziehe, werde ich befreit und bekomme Futter. In seinem Werk Gesetz der Wirkung formuliert es Thorndiy folgendermaßen: Von allen
  16. Reaktionen in einer gegebenen Situation werden jene Reaktionen, die für das Tier von Befriedigung begleitet oder gefolgt werden, stärker mit der Situation
  17. verbunden, sodass, wenn die Situation erneut eintritt, auch jene Reaktionen erneut auftreten. Auf Deutsch hat mein Verhalten in einer gewissen Situation
  18. eine positive Konsequenz, dann werde ich in der gleichen Situation auch wieder das gleiche Verhalten aufweisen. Das funktioniert auch umgekehrt. Hat mein
  19. Verhalten eine negative Konsequenz, dann werde ich dieses Verhalten seltener oder nicht noch mal aufweisen. Kleines Beispiel: Ihr seid rotze in der Bar und
  20. pöbelt bisschen rum. Ihr schnauzt einen Gast an und brüllt, er soll euch doch mal ein Bier zahlen. Das macht er natürlich auch, weil er Ärger aus dem
  21. Weg gehen will. Ihr habt dadurch gelernt, dass man Leute anpöbeln kann, um kostenlos Bier zu bekommen. Das findet ihr ganz geil und dadurch wird
  22. das Verhalten Leute anpöbeln, womöglich häufiger eintreten. Wäre der angepöbelte Gast aber Kampfsportler und hätte euch volle Rakete verkloppt, dann wäre die
  23. Konsequenz eures Verhaltens eher negativ. Dadurch werdet ihr das Verhalten Leute anpöbeln eher vermeiden. Man unterscheidet vier Arten von
  24. Konsequenzen. Bei der Verstärkung bzw. Diese Belohnung unterscheidet man zwischen positiver und negativer Belohnung. Bei der positiven Belohnung
  25. kommt es zu einer angenehmen Konsequenz. Beispiel: "Ich pöbel rum und es gibt Freibier." Bei der negativen Belohnung kommt es zu keiner unangenehmen
  26. Konsequenz. Beispiel: "Ich gehe nach Hause und werde dafür nicht verkloppt. Ich bekomme nichts angenehmes, aber etwas Unangenehmes bleibt aus." Man
  27. unterscheidet auch zwischen positiver und negativer Bestrafung. Positive Bestrafung bedeutet, das Verhalten hat eine unangenehme Konsequenz. Beispiel:
  28. "Ich pöbel rum und werde verkloppt. Oder mal was Neues. Ich springe vom Baum, breche mir ein Bein und verblute." Bei der negativen Bestrafung bleibt die
  29. angenehme Konsequenz aus. Beispiel: "Ich war böse und bekomme deshalb keinen Nachtisch." Klingt bisschen verwerrend, weil die positive Bestrafung Beinbrechen
  30. und verbluten eigentlich recht wenig Positives beinhaltet. Ihr müsst das positiv und negativ als eher ja oder nein betrachten. Es ist jeweils auf
  31. Belohnung oder Bestrafung bezogen. Beinbrechen und verbluten ist eine positive Bestrafung. Positiv also ja, denn es
  32. kommt zu einer unangenehmen Konsequenz. Kein Nachtisch ist eine negative Bestrafung. Negativ also nein, denn es kommt nicht direkt zur unangenehmen
  33. Konsequenz. Es bleibt lediglich eine angenehme Konsequenz aus. Falls ihr es nicht ganz verstanden habt, schaut es euch noch mal an oder fragt einfach mal
  34. in den Kommentaren nach. Wir fassen jetzt noch mal kurz zusammen und erklären euch den Unterschied zwischen operant und instrumentell. Im Grunde
  35. genommen geht's bei beiden darum, dass der Organismus lernt. Auf eine Verhaltensweise folgt eine Konsequenz. Z.B. wenn ich den Hebel drück, bekomme
  36. ich Futter. Oder ich springe vom Baum und breche mir an Beinen und verblute. Ist die Konsequenz einer Verhaltensweise angenehm? Dann steigt die
  37. Wahrscheinlichkeit, dass diese Verhaltensweise wiederholt wird. Ist die Konsequenz einer Verhaltensweise unangenehm, dann wird diese
  38. Verhaltensweise seltener wiederholt. Es geht also um das Verstärken bzw. Abschwächen von bestimmten Verhaltensweisen. Laut dem deutschen
  39. Psychologen Gertz Miezel sieht die instrumentelle Konditionierung ungefähr so aus. Die Verhaltensweise ist ein Instrument, um angenehme Konsequenzen
  40. herbeizuführen und um unangenehme zu vermeiden. Eine Aktivität ist somit ein Mittel zum Erreichen einer bestimmten Konsequenz. Bei der
  41. Operantenkonditionierung betrachtet man eher ein beliebiges spontanes Verhalten mit der erlernten Konsequenz daraus. Es muss nicht zielgerichtet erfolgen. Es
  42. kann auch unbeabsichtigt oder zufällig sein. Man spricht von einem Operantenverhalten, weil es in der Umwelt operiert bzw. etwas bewirkt.
  43. Beide Konditionierungen sind sich, wie ihr seht, sehr ähnlich, sind im Prinzip auch fast gleich, nur dass bei der instrumentellen Konditionierung das
  44. Verhalten als Instrument im Mittelpunkt steht, um etwas bestimmtes zu erreichen. Ob es dann klappt oder nicht, im nächsten Video dieser Playlist geht's um
  45. das Mogram Experiment, sehr bekannt und verdammt interessant. also unbedingt anschauen. Wir hoffen, das Video hat euch gefallen. Wenn ja, gibt ein
  46. Däumchen. Wir würden uns freuen. Falls ihr euch für euer Gehirn interessiert und erfahren wollt, wie es funktioniert, dann klickt auf dieses Video. Haut rein,
  47. Leute. Bis dann und ciao.

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