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KI-Musik & Urheberrecht: 10 wichtige Fragen verständlich erklärt

SoftwareFokus12:57 2.851 Aufrufe veröffentlicht Auf YouTube

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Transkriptautomatisch erstellt · 84 Zeilen
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  1. In diesem Video behandle ich zehn Fragen zum Thema Urheberrecht. Ich würde sagen, wir starten direkt los. Kurze Info vorab, ich bin kein Anwalt und das hier
  2. ist keine Rechtsberatung. Na ja, das kommt natürlich ganz auf die Plattform an. Wir nehmen jetzt hier
  3. natürlich mal Suno als Beispiel und bei Suno gibt's eben zwei verschiedene Planarten. Einmal gibt's den Basic Plan, der ist kostenlos, da kannst du jeden
  4. Tag ein paar Songs erstellen und dann gibt's noch die anderen Pläne. Da kannst du gegen Geld quasi noch mehr Songs und mehr Futures nutzen.
  5. Basic Plan, der kostenlose Plan, da schreibt Suo ausdrücklich in die AGB rein, dass die Songs nur zu privaten Zwecke verwendet werden dürfen und dass
  6. sie nur für den internen Gebrauch zu verwenden sind. Es ist damit untersagt, diese Songs irgendwo hochzuladen und der Öffentlichkeit damit zur Verfügung zu
  7. stellen. Du darfst damit auch kein Geld verdienen. In den Pro oder Prämionplänen, wo du dann eben einen monatlichen Beitrag zahlst, dort
  8. bekommst du dann auch automatisch mit der Rate die Nutzungslizenz der generierten Inhalte. Das bedeutet, du darfst ab da alle Inhalte kommerziell
  9. nutzen. Wichtig an der Stelle, du darfst, wenn du nachträglich ein Abo abgeschlossen hast, nicht die Songs aus deiner Zeit davor verwenden. Wenn du
  10. jetzt also eine Person aus einem Song erstellst, der noch im Basic Plan erstellt worden ist, dann ist es theoretisch gesehen nicht kommerziell
  11. nutzbar. Was bedeutet kommerziell nutzbar eigentlich in diesem Kontext? Na ja, du darfst die Songs verkaufen, du darfst die Songs auf jede Plattform
  12. hochladen, also Spotify, YouTube, sonst irgendwo und du darfst diese Songs in deine Projekte verwenden. Wenn dann das Abo abgelaufen ist, brauchst du dir aber
  13. keine Sorgen machen. Du darfst dann die in derzeit generierten Inhalte kommerziell weiternutzen.
  14. Die kurze Antwort darauf ist ja. Ja, du bist dafür haftbar, wenn ein KI generierter Song zu nah an einem Original ist und es ist unabhängig
  15. davon, ob du das wusstest oder nicht. Das bedeutet, je näher dein KI generiertes Werk an einem bereits bestehenden Werk ran ist, desto höher
  16. ist auch die Gefahr, dass du hier rechtliche Konsequenzen bekommst. Das Ganze gilt nicht nur für die Melodie, das gilt auch für die Stimme und es gilt
  17. für den Text. Wir haben hier also drei verschiedene Elemente, auf die wir aufpassen müssen. Das ganze Thema ist aber noch in Weiden Teilen eine riesige
  18. Grauzonne. Z.B. kommt jetzt erstmal die Frage auf, wer bestimmten, was zu nah dran ist und was nicht zu nah dran ist. Hier ist natürlich jeder einzelne Fall
  19. einzeln zu entscheiden und das ist natürlich eine Aufgabe, die absolut nicht stimmbar ist. Ich bin gespannt, wie sich das Ganze die nächsten Jahre
  20. entwickeln wird, wie sich die Rechtsprechung hier vielleicht auch verändern wird. Das werden wir sehen.
  21. Okay, wir haben jetzt höllisch aufgepasst und gewissenhaft gearbeitet. Trotzdem ist es passiert, wir haben einen KI Song veröffentlicht, der zu nah
  22. an einem anderen Werk dran ist. Was passiert denn dann jetzt? Na ja, Unwissenheit schützt vor Strafe nicht. Auch wenn du davon nichts wusstest, hast
  23. du die Rechte des anderen verletzt und bist dafür haftbar zu machen. Das gilt übrigens auch dann, wenn die Plattform, bei der du die KI Musik erstellt hast,
  24. z.B. Suno, wenn die Plattform sagt: "Ja, wir haben unsere Modelle gar nicht auf den trainiert. Das kann gar nicht sein, der spielt überhaupt keine Rolle. Wenn
  25. du den Song veröffentlichst und damit das Recht eines anderen verletzt, dann bist auch du erstmal dafür haftbar zu machen." Was passiert nun? Na ja, als
  26. erstes wirst du höchstwahrscheinlich eine Unterlassungserklärung bekommen. Das bedeutet, du musst deinen Song überall offline nehmen, wo du ihn
  27. geteilt oder hochgeladen hast. Der zweite Schritt ist dann höchstwahrscheinlich die Schadensersatz Forderung. Das bedeutet, man geht her
  28. und sagt: "Hey, mir ist dadurch ein wirtschaftlicher Schaden entstanden, weil du meinen Song verwendet hast und damit Geld verdient hast." Das Ganze
  29. wird d wahrscheinlich vor Gericht gehen und dann hast du einen Schadenersatz zu leisten, wenn du den Prozess verlierst. Abmahnungen sind, glaube ich, auch noch
  30. ein Thema. Die kommen dann wahrscheinlich zwischen Unterlassungserklärung und Schadenszersatzanspruch.
  31. Aber mit diesen drei Elementen musst du dann auf jeden Fall rechnen. Na ja, man muss hier vor allem erstmal erwähnen, dass ein KI generiertes Werk,
  32. also ein Song, ein Bild oder sonst irgendwas, dass das keinen Urheberrecht hat. Das bedeutet, niemand hat darauf ein Urheberrecht. Es gehört eigentlich
  33. niemanden, aber es gibt Nutzungsrechte, die damit einhergehen. Im Falle Suno ist es so, wenn du den Basic Plan hast, dann hast du ein Nutzungsrecht für private
  34. Nutzung. Du darfst also den Song in deinem privaten Kreise verwenden. Das hat mir in der anderen Frage vorhin schon. Du darfst ihn aber nicht
  35. kommerziell oder öffentlich nutzen. In den Bezahlplänen, also in Pro, Premier oder sonst irgendwas, hast du dann allerdings eine weitreichende
  36. Nutzungslizenz. Hier ist dann das kommerzielle auf jeden Fall mit abgedeckt. Du darfst es hochladen und so weiter. Was viele jetzt aber nicht
  37. wissen, Suno behält sich ebenfalls Nutzungsrechte bei. Sie können den Song speichern, bearbeiten oder zur Verbesserung ihres Services benutzen.
  38. Was das jetzt natürlich im Detail bedeutet, das ist eine sehr breite Auslegungssache. Und ganz wichtig an dieser Stelle, das gilt nicht nur für
  39. den Output, sondern auch für den Input. Wenn du also einen Songtext vorgibst, den du selbst entwickelt hast, dann überträgst du hiermit an Suno eine
  40. Nutzungslizenz, dass Suno damit machen kann, was er will im Prinzip und zwar unbegrenzt. Das ist nicht befristet und du bekommst dafür
  41. auch kein Geld, das muss klar sein. Die GEMA ist ein Musikrechter Verwerter. Musiker oder Künstler besser gesagt, die
  42. können sich bei der GEMA anmelden, bezahlen dann eine Eintrittsgebühr und eine Jahresgebühr und dafür verwertet die GMA quasi die Nutzungslizenzen.
  43. Das bedeutet, wenn dann dein Song äh in einer öffentlichen Platz einem öffentlichen Platz gespielt wird, dann bekommst du da ein Geld dafür. Dafür
  44. verlierst du aber ein ganz bestimmtes Recht. Alle Werke, die du erstellst, musst du der GEMA melden und du darfst sie auch nicht mehr ähm, ich nenn es
  45. jetzt mal gemeinfrei verwenden lassen. Also, sie fallen dann immer unter die GEM Lizenz, damit die GEMA die Möglichkeit hat, das Geld einzutreiben.
  46. Ist ja irgendwo logisch. Wenn du jetzt GER Mitglied bist und mit Zo einen Song erstellst, was bedeutet das dann, wenn dieser Song öffentlich
  47. gespielt wird? Hier sind wir jetzt wieder beim Thema Urheberrecht. Das Urheberrecht besteht eigentlich
  48. nicht auf KI generierte Inhalte. Insofern wäre es dann gemafrei. Wenn du aber in einem bestimmten Maße an dem Song selbst eingewirkt hast, du hast
  49. z.B. eigene äh Musikstücke mit einfließen lassen oder der Text ist sehr sehr individuell, sehr aufwendig, dann kann dadurch ein Urheberrecht entstehen
  50. an dem KI Song. Und wenn das der Fall ist, dann gehen automatisch als Gamer Mitglied die Verwertungsrechte in die GEMA über. Das bedeutet, dann wäre
  51. dieser Song nicht gemafrei. Ja, das darfst du, sofern du natürlich die Nutzungslizenz dieser Songs hast.
  52. Z.B. wenn du in Suno einen Bezahlabo hast. Inzwischen kennen wir das System. Du solltest die Songs dann auch als KI generiert kennzeichnen. Zu erwähnen ist
  53. hier außerdem noch, dass die Plattformen stärker gegen KI generierte Inhalte vorgehen möchten. Das betrifft jetzt einerseits z.B. in YouTube ähm gegen,
  54. ich nenn es jetzt mal sinnlose KI, die keinen Mehrwert haben, aber vor allem auch in Falle von Spotify z.B. Spiel oder TikTok möchte man ähm stärker
  55. dagegen vorgehen, dass mit KI Songs echte Künstler nachgebildet werden. Dem ganzen möchte man jetzt natürlich ein bisschen entgegenwirken.
  56. Na ja, es kommt drauf an. Wenn du einen Song erstellt hast mit KI, der sich zufällig anhört wie ein anderer bekannter Sänger, dann verletzt du hier
  57. höchstwahrscheinlich sein Persönlichkeitsrecht, denn die Stimme zählt in Deutschland zum Persönlichkeitsrecht.
  58. Wenn du von diesem Sänger die Nutzungserlaubnis hast, ja, dann darfst du es natürlich machen, aber ansonsten nicht. Bei Suno ist es zurzeit so, dass
  59. du die Stimme nicht unbedingt steuern kannst. Du hast ein paar Einflussmöglichkeiten, aber du kannst jetzt nicht einfach die Stimme von einem
  60. anderen bekannten Zänger nachbilden, wenn es gehen würde oder wenn du ein Tool verwendest, wo das wo das geht oder wo vielleicht sogar damit geworben wird,
  61. sei auf der Hut, denn du bist dann der, der dafür angezeigt wird, nicht die Plattform.
  62. Wenn ich jetzt z.B. keine Promt schreibe. Ich möchte einen Song von einem fallenden Mond im Herbst im Stile von Ramstein haben, dann ist es erstmal
  63. nicht verboten, denn der Musikstil an sich, der ist nicht geschützt. Was verboten ist, ist natürlich, wenn dann die KI aufgrund von Rammstein
  64. anfängt Textpassagen zu übernehmen von einem originalen Ramsteinlied oder wenn er es die KI schafft, die Stimme des Sängers quasi nachzubilden oder wenn die
  65. KI Melodien nachbildet. Also bei solchen Bromformulierungen musst du natürlich sehr gut aufpassen, dass ja nicht ausversehen eine Kopie irgendwie
  66. entsteht, aber ansonsten ist es erstmal machbar. In Suno würde die Eingabe von Künstlern erstmal quasi gar nicht akzeptiert. Wenn du das versuchst
  67. abzuschicken, kommt gleich eine Fehlermeldung, dass dein Künstlername drin ist. Es gibt hier aber zwei Workers, die du nutzen kannst. Das eine
  68. ist, du gehst in Chat GBT und lässt dir den Musikstil beschreiben. Das funktioniert mal besser, mal schlechter. Die andere Möglichkeit ist, du gehst in
  69. Suno in die simple Songenerierung rein und verfasst hier eben deinen Promt im Stile von Ramstein und machst dann einfach ein Leerzeichen nach dem ersten
  70. Buchstaben. Das geht genauso und dann wird hier Suno die den Musikstil selbst beschreiben. Das ist quasi ähnlich wie die Methode mit Jet GBT.
  71. Na ja, es kommt drauf an. Wir haben ja schon festgestellt, dass generell eigentlich kein Urheberrecht auf KI generierte Werke besteht. Das bedeutet,
  72. es gehört eigentlich niemanden. Aber wenn die Eigenleistung hoch genug ist, wenn die Schöpfungshöhe im Bromt groß genug ist, dann kann dadurch durchaus
  73. ein äh ein Urheberrecht entstehen. Die Frage ist natürlich, ab wann ist das der Fall? Das muss erstmal gerichtig geklärt werden und es muss jeder Fall einzeln
  74. geprüft werden. Das Ganze ist also bis hierhin noch eine riesige Grauzone und es bleibt abzuwarten, wie sich das entwickelt.
  75. Na ja, wenn du weißt, du möchtest den Song später öffentlich verwenden, könnte es durchaus sinnvoll sein, den Entstehungsprozess zu dokumentieren.
  76. Also, dass du z.B. den Brom speicherst, dass du einen Screenshot von der Eingabe machst, dass du dir vielleicht einen Versionsverlauf
  77. anlegst, also immer wieder die Songs herunterlässt und abspeicherst mit Datum. Das Ganze ist aber natürlich super aufwendig und es wird
  78. wahrscheinlich werden es die wenigsten machen. Der wohl noch einfachste Weg wäre es vermutlich, wenn du einfach eine Aufnahme, eine Bildschirmaufnahme
  79. startest und den Entstehungsprozess filmst. Da musst du nicht ständig daran denken, selber einen Screenshot oder sowas zu machen, sondern du hast dann
  80. ein Video oder mehrere Videos und kannst sie einfach irgendwo ablegen. Und wenn es dann zu einem Fall kommt, dann kannst du das herausgraben. Wenn es dann nichts
  81. bringt, dann war es wenigstens kein großer Aufwand, das Ganze zu erstellen. Und damit kommen wir jetzt auch schon zum Ende von diesem Video. Wenn dir das
  82. Video gefallen hat, dann lass gerne einen Like da. Wenn du kein Video mehr verpassen willst, dann abonniere gerne den Kanal. Wenn du noch irgendwelche
  83. Fragen hast, dann stell sie gerne in die Kommentare. Wenn du möchtest, dass ich bestimmte Fragen aufgreife, dann kannst du mir die auch gerne in die Kommentare
  84. schreiben. Und ansonsten würde ich sagen, bis zum nächsten Mal. Co?

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