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Wie KI Musik ruiniert
Das Wichtigste aus dem Video
Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.
Transkriptautomatisch erstellt · 293 Zeilen
- Anstatt von Menschen geschriebene sexistische Rap Lyrics sagt halt jetzt Chat GBT, dass du eine [ __ ] bist. Wieso sagt chatt, dass du eine
- Tiger veröffentlicht sein mit KI erstelltes Album Starface [musik] und erhält damit zum ersten Mal in der Geschichte des Musikmagazins
- Pitchfk ein null Sterne Rating. Ja, und sogar eine Paula Hartmann droppt an einem random Mittwoch KI Slop Promo für ihr Comeback.
- Ich habe einen, der ist traurig jetzt. Nau das traurigste Mischen der Welt das Spiel. Leute, ich glaube, es ist an der Zeit,
- dass wir auf diesem Kanal mal ein Deepdve in das Thema Mucke und KI machen. Es sind Zeiten von TikTok Lipsing Song Promotion, 70 Sekunden
- Songs und spottilligen Album Merch Bundels, damit die Platte bloß auch in die Charts einzieht. KI jetzt der letzte Todesstoß für echte gute Musik, für
- innovativen Sound mit Seele oder ist das Ganze doch nicht so wild und verdammt, wie wir denken? Ich meine, technische Innovation gab es ja schon immer. Bei
- Autotune haben sich auch alle emphört und mittlerweile ist es ein Industry Standard und Stilmittel. Vielleicht ist es gar nicht so schlimm, dass ich mir
- das nischige Konzeptalbum, dass ich im Spätkapitalismus kein Rapper mehr trau zu produzieren einfach selbst prompten kann. Hi, ich bin Matilda und auf meinem
- Kanal findet ihr Deep Dives zu Musik, Popkultur und Gesellschaft. Die Takes und Analysen in meinen Videos kommen übrigens alle frisch aus meinem Köpfchen
- und sind 100% Matilda gemacht. Also abonniere meinen Kanal, damit mich die KI nicht irgendwann ersetzt. Danke schön. Bo, ey, diese technische Neuerung
- ist dann wohl jetzt das Ende für Kreativität und Musik. Schon wieder, denn ja, man glaubt es kaum, aber das ist gar nicht das erste Mal, dass wir
- diese Warnung hören. Die haben wir z.B. auch schon gehört, als das hier zum Kassenschlager in der Popmusik wurde. Das hier sieht zwar aus wie ein antikes
- Relikt und das unter anderem heutzutage Museen zu bestaunen, war aber mal eine krasse technische Erfindung, die die ganze Musikindustrie revolutioniert hat.
- Die Roland Compuhthm CR78 war die erste erfolgreiche Drum Machine auf dem Markt, mit der Musiker nicht nur die Kickdrum und die Snare straight aus einer Box
- bekamen, sondern diese zu eigenen Sequenzen programmieren konnten. Und damit war basically die Era der elektronischen Musik geboren.
- Sie ist [musik] ein Model und sie sieht gut aus. Der Aufschrei war damals aber nicht nur schlichtwg positiv von das klingt halt
- einfach nicht so gut wie ein echtes Live Drumpet reichte die Kritik auch hin bis zu dieses Ding seine Bedrohung für die echten Musiker und Tool, dass die Kunst
- menschlicher Artist ausnutzt. Am Ende hat die Drum Machine aber kreatives Musizieren nicht ersetzt, sondern ganz neue Wege für kreatives Musizieren
- geebnet. [musik] [musik]
- Die ikonischsten Tracks der Musikgeschichte sind mit Hilfe einer Drummaschine entstanden.
- Oder um euch hier mal noch so ein kleines zeitgenössischeres Beispiel zu liefern, ebenfalls umstritten gehatet und zum tragischen Ende von Musik
- erklärt. Autotune. Ja, klar. Man kann argumentieren, dass sich Vocals vor Autotune echter, unbearbeiteter und roher angehört haben.
- Die Fähigkeit zu singen bei Sängern hat Autotune jetzt aber nicht wirklich ersetzt. [musik]
- Heutzutage ist Autotune Standard. Es hat sich zu einem gängigen Werkzeug in der Musikproduktion etabliert und mehr noch es wird von Artist auch ganz bewusst als
- Stilmittel eingesetzt. It's so funny to me. I've always loved the sound of autotune. I think it sounds so interesting and and creepy and also
- autotun so much fun to sing with. Think about you know Travis Scott people aut west like these are people that have paved the way for autotune as a
- funny people teilweise sind ganz neue Genres auf den Nacken von Autotune erwachsen. Und dann
- küsst [musik] du mich auf den Mund. [musik]
- Tja, und jetzt sind halt Programme wie Zo oder Freebeat AI auf dem Markt. Suno ist ein generatives KI Programm, mit dem sich z.B. Lyrics schreiben lassen oder
- Stemdateien generieren, mit denen man dann selbst in der eigenen Musikproduktionssoftware weiterarbeiten kann. Na ja, oder man lässt sich halt
- direkt den ganzen Song prompten. [ __ ] Baby. Schatz, es wird alles gut, Schatz. Oh Mann, come on.
- Freebeat AI ist eine ähnliche Software, die explizit damit wirbt, für Musiker zu sein. Ein Programm, mit dem man, Zitat ohne Produktionsteam seine Songs in
- filmreiche Musik zu Videokreation verwandeln kann. Von Tanzclips über Lyric Videos bis hin zu vollständigen Musikvideos.
- un Ferrari 180 [musik] [singen] [musik]
- Allinone KI Musikvideo Studio. E cooli, das klingt auch nach einer niederschwelligen Möglichkeit endlich professionell Musik zu machen. Das ist
- ja auch schon teuer genug. Selbst für so ein Kinderzimmerstudio muss man sicher erstmal Equipment anschaffen und damit es hochwertig klingt, braucht man am
- Ende eigentlich auch jemanden, ja, der es fertig ausproduziert und mixt. Aber solche menschlichen Dienstleistungen kosten para. Expertise, Knohow,
- Ausbildung, Arbeitserfahrung, das rechnet sich und nicht jeder Artist kann sich das von Anfang an leisten. Machen KI Programme Musikproduktion damit nicht
- more accessible? Na, ihr wartet schon die ganze Zeit auf mein AER oder Spannungsbogen aufbauen kann ich ja generative Musiksoftwares sind
- effizienter und kostengünstiger für ein Verbraucher. Ey, ich meine im besten Fall kann sich so ein aufstrebender der Artes dann nicht nur Produktionskosten
- sparen, er kann sogar noch ein bisschen was dazu verdienen. Freebeat AI hat er z.B. so einen schönen Reiter mit Geld verdienen auf der Website. Shoutout
- nicht an euch übrigens für eure ständigen Kooperationsanfragen in meinem E-Mail Postfach. Nee, danke. Und ich erkläre euch jetzt mal wieso. Der Preis
- wird nämlich an der anderen Stelle gezahlt. Die KI kann dir auf deinem prompt erstelle mir einen abbieder aggressiven Song über Prinzessin Lile.
- Sicht einer Hamburger Straßenrasselbande. Nur einen persönlichen Hit ausspucken, weil sie halt mit echten Songs einer Hamburger
- Straßenrasselbande gefüttert wurde. Millionen von Songs von echten menschlichen Künstlern und Künstlerinnen dienen KI System als Trainingsgrundlage,
- unter anderem gerippt von z.B. YouTube. Nur die menschlichen Urheber und Urheberinnen hinter diesen Werken, mit denen KI so gefüttert wurden, werden in
- aller Regel nicht gefragt, ob sie ihre Kunst denn dafür bereitstellen wollen, geschweige denn dafür finanziell entlohnt. Dafür werden Programme wie Zo
- damit, dass die Rechte von KI Musik nach der Erstellung bei dem schöpferischen Genie bleiben, dass ich da beim Eintippen des Prompts das kreative
- Köpfchen über der Tastatur zerbrochen hat. Das US-Magazin The Atlantic veröffentlichte mit AI Watchdog ein Recherchetool, mit dem Künstler und
- Künstlerinnen überprüfen können, inwiefern ihre Werke für das Training generativer KI zum Einsatz kommen. Aktuell umfasst die Datenbank mehr als
- 21 Millionen Tracks. Wir finden dort Songs von Ariana Grande, Teller Swift, Eminem, Michael Jackson und halt auch Tracks von unseren Deutschrappern. Vor
- einigen Wochen erst reagierte Elguni darauf, dass 104 seiner Songs genutzt werden, um KI zu trainieren. 104 Songs, es sind Songs, die sind
- [musik] gar nicht auf Streaming. High Bad Baby Remix. Darauf wird die KI trainiert. Ohne seine Zustimmung und obviously auch
- finanzielle Entschädigung. Es passiert alles auf der Arbeit von anderen Leuten und die machen Milliarden damit. Milliarden. Man selber kriegt
- davon nichts. Es sind 104 Songs in dieser Datenbank. Ich wurde nie gefragt. Auch Jaco Okay von Partiner Records äußerte sich auf Instagram dazu, dass er
- sich da selbst recherchieren konnte. Ich mache seit ca. 8 Jahren Musik. Ich produziere, schreibe, Mixe und Masere Songs selber und habe tausende Stunden
- Arbeit dain investiert, mir das alles beizubringen. Da ich anfangs gar keine wirklich Nullkontakte zur Musikindustrie hatte, ich in keiner einzigen Playlist
- war und ich auch von Promo keine Ahnung hatte, habe ich einen Großteil der Zeit nichts bis wenig Geld mit Musik verdient. Die Songs waren vielleicht
- nicht perfekt technisch gemixt, aber hatten starke kreative Ideen. Und genau diese kreativen Ideen, z.B. Melodien, Beats, Texte, die über Jahre entstanden
- sind, werden jetzt in KI Programme eingespeist. Jetzt gibt es Geschäftsmänner und natürlich auch Privatleute, die z.B. bei Label sitzen
- und alle Hebel, Playlist, Marketing und so weiter haben. Die lassen sich in 10 Sekunden einen Song bei Zuno generieren und verdienen Unsummen an Geld mit
- Ideen, die in jahrelanger Arbeit entstanden sind und für die der Urheber selber teilweise wenig oder kein Geld gesehen hat. Credits oder Beteiligung
- gibt es null. Laut einer Studie im Auftrag der GEMA und SGM, das ist die französische GEMA sozusagen, könnten bis 2028 die Einnahmen von Musikschaffenden
- aufgrund von KI um bis zu 27% sinken. Das entspreche einem geschätzten potenziellen Schaden von 950 Millionen Euro nur für das Jahr 2028 und einem
- Gesamtschaden für den Zeitraum 2023 bis 2028 von rund 2,8 Milliarden Euro und das bezieht sich hier nur aus Musikschaftende aus Deutschland und
- Frankreich. 71% von Artis befürchten aufgrund von den Entwicklungen rund um KI langfristig nicht mehr ihre Lebensgrundlage sichern zu können. Hier
- geht's also nicht nur um fehlende Props oder Credits, hier geht's um Existenz. Generell wirft es so eine ganz grundlegende Frage auf, was ist uns
- Musikproduktion eigentlich wert? Beats bauen ist halt eben nicht nur am Laptop ein paar Shortcuts aus der Hand schütteln und dabei mit dem Kopf nicken.
- Producer sind selbstartis mit einer künstlerischen Vision für den Track, ein Album oder den Interpreten. Vor ein paar [räuspern] Wochen durfte ich Kitch Creek
- interviewen und die haben ziemlich schön ja umschrieben, was Producing eigentlich alles umfasst. Das erste, was man sieht, ist so, das Beat wird gemacht, so und
- dann geht das natürlich weiter. Ein Song wird geschrieben und aufgenommen. Vielleicht wird es damit dann noch weitergearbeitet, dann wird eine Welt
- drumrum. In unserem Fall versuchen wir immer so eine konsistente Welt zu schaffen, die immer ähnlich aussieht und auch wenn die Gäste neu sind. Ich finde
- das, was Chris gesagt hat, so ein Raum schaffen, in dem so etwas passieren kann und den Leuten Sicherheit geben und den Bestätigung geben im richtigen Moment.
- So, ey, das ist krass, das ist besonders, bleib mal da dran in die Richtung und so so würde ich sagen ist producen.
- Kitch Greek war bei mir zu Gast in meinem Podcast Feature mit Matilda. Die Folge mit den beiden ist Auftragt der zweiten Staffel und die kommt ab Anfang
- September wöchentlich auf allen gängigen Podcast Plattformen raus. Bereits jetzt gibt's eine ordentliche Diskrepanz zwischen sehr gut bezahlten Star
- Producern. Ihr kennt alle die Producer Tags und aufstrebenden Nukommern, die gerne erstmal einfachen Fuß in die Tür bekommen wollen, die bereits jetzt für
- Lau arbeiten oder ihre Beats verschenken in der Hoffnung, dass irgendein großer Artist sie pickt und sie damit dann ein bisschen Sichtbarkeit bekommen. Ja, und
- wenn KI Beats halt jetzt zum nächsten Industry Standard werden, wird diese Schere wahrscheinlich nur noch weiter aufgehen. Auf der einen Seite haben wir
- dann die etablierten Großen, die Künstlerstatus genießen, die mit den erfolgreichsten Performern der Szene zusammenarbeiten oder halt mit denen,
- die sich noch ihre Produktion leisten können. Und auf der anderen Seite konkurrieren Menschen, die Jahre ihres Lebens in das Erler von Musikkenntnissen
- investiert haben und gerade ihre Karriere aufbauen mit so einem Tippfeld für Prompts. Ja, bis zu dieser Stelle hier haben wir ausschließlich davon
- gesprochen, was passiert, wenn halt so KI Schritte im Musik machen ersetzt. Die KI kann dir aber nicht nur ein Drop generieren, zudem sich es besonders gut
- im Moshpit abgehen lässt oder ein vierfach Reim auf Altbauwohnung vorschlagen. Die KI kann selbst zu deinem neuen Lieblingsstrapper oder
- Indie Boy werden. Deine Mutter ist genervt, wenn du sie noch mal fragst, wie man eigentlich die Waschmaschine bedient. Keine Sorge, die KI ist
- geduldiger als deine Mama. Keinen Therapieplatz bekommen, kein Problem. Die KI kann dein Therapeut sein. Erschöpft davon, dass Frauen nur noch
- ikimel hören, statt Männer daten. Kein Problem. gibt dein KI einfach einen weiblichen Namen und dein Lieblingsrapper lässt sich einfach
- anderthalb Jahre Zeit, um am nächsten Album zu feilen? No stress, dein neuer Lieblings KI Rapper droppt häufiger Releases als Flir mit jemanden aus der
- Szene Beef anfängt. Da hätten wir z.B. Frankie fast 90.000 monatliche Hörer auf Spotify, 13k Insta Follower, darunter Justin Bieber ein Foto mit Dual Lipper,
- das safe absolut echt ist. Melodisch melancholischer R&B Sound auf dengisch. Die Songtitel werden ganz tiefgründig alle klein geschrieben. Es geht um
- Herzschmerz und die eigenen Dämonen. [musik] Das klingt nach einem vielversprechenden Nukomma. Nur ziemlich wahrscheinlich ist
- unser Frankie ein KI generierter Aris bzw. ein KI generiertes Produkt, ne? Das kein Mensch. [musik]
- Das verraten Glitches in den Visuals. Guckt euch die Augen von diesem Video an. Das hat den einfachen Grund, dass solche Videos mit Fotos erstellt werden.
- Und Fotos haben natürlich nicht 360° der Umgebung und wissen nicht, wie sich die Augen bewegen in Reall life. Connections zu Firmen, die mit KI
- arbeiten oder die Nähe zu Bambu Artisten Label, das relativ offen mit KI generierten Musikprodukten experimentiert. Und ich finde, man merkt
- auch so ein bisschen am Writing, dass da was off ist. Das Code Switching von Englisch zu Deutsch oder Deutsch zu Englisch ergibt an so manchen Stellen
- halt nicht wirklich Sinn. In seinem meist gestreamten Song Rewind wechselt er immer wieder zwischen beiden Sprachen.
- [musik] Beim Codewitching machen das Menschen aber nicht einfach random, sondern mit Bedeutung. Z.B. um Identität
- untereinander auszuhandeln oder um eine Aussage Nachdruck zu verleihen. Und an vielen Stellen geht es auch auf. Aber immer mal wieder highlightet das
- Code Switching dann auch sehr bedeutungsle Momente. Hier z.B. da wechselt Frankie nicht mit dem Satz, der die eigentliche inhaltliche Message
- trägt von Deutsch ins Englische, sondern kurz zuvor im Nebensatz, der eigentlich nur die Redeeinleitung ist. Offiziell bestätigt, dass es sich bei Frankie um
- ein KI Produkt handelt, wurde bisher noch nicht. Und damit steht Frankie stellvertreten für eine ganze Entwicklung. KI Produkte schleichen sich
- in unsere Playlists, ohne dass wir es checken. Ich bin z.B. neulich erst kurz drauf reingefallen, sage ich ehrlich. Ich hätte es eigentlich schon bei den
- weirden Visuals ahnen können. Man kriegt das Gesichterinterprete nämlich nie zu sehen. Type of Bruno catch [musik] für mich eine Granate. Typ er sagt fifty50
- doch er zahlt es. Im ersten Moment dachte ich aber einfach ah ja hier spielt mir der Algo eine kleine Nukomerin aus, die ihren ersten
- Song promotet. Eine Studie von dieser und Ipsos, die in acht Ländern mit 9000 Teilnehmern durchgeführt wurde, kam zu dem Ergebnis, dass 97% der Leute daran
- scheitern, vollständig KI generierte Musik als nicht menschlich zu identifizieren. Auf dieser werden jeden Tag 50.000 vollständig KI generierte
- Tracks hochgeladen. Das sind 34% der täglichen Uploads. Letztes Jahr stieg zum ersten Mal das KE Produkt Xania Monet in die US-amerikanischen Billboard
- Charts auf. Auch in Deutschland schaffen es bereits 2024 KI Songs in die deutschen Charts. Mittlerweile hat der Bundesverband Musikindustrie im Namen
- der offiziellen deutschen Charts hier für die Spielregeln immerhin ein bisschen verschärft. Damit ein Song jetzt in die Charts einziehen darf, muss
- er im Wesentlichen menschlich geschaffen sein. K darf allerhöchstens unterstützend im kreativen Prozess mitgewirkt haben. Zwischenfazit: Bei KI
- Musik, da geht's längst nicht mehr nur um das, was ich irgendwelche Boomer in ihren Telegram Gruppen rumschicken. Er hat sich das nicht ausgesucht,
- nicht das Leid, [musik] nicht diesen Luft. Ja, wenn die KI Musikprodukte nicht nur am Jahresende im Spotify Rap deines Onkels auftauchen, der das
- Fischbrötchen auf der Soli Demo für weil Timmy wegfetzte, sondern auch in den Topists deines besten Kumpels, der eure Freundesgruppe mit niechigen
- selbsterstellten Playlists versorgt, geht es auch nicht mehr nur um Fragen von Urheberrecht und künstlerischem Schaffen. Da geht's noch einige Stufen
- dieper. So und das ist die Stelle, an der wir jetzt über Nimi sprechen müssen. Nimi droppt zwar sexistische Rap Lyrics, als hätte sie so der ein oder andere
- Gangster Macker des Deutschraps persönlich geschrieben. Hi Nimi, wieso sagt Chatchi PT, dass du eine Hm bist? [gelächter]
- Tatsächlich ist Nimi, aber gar kein echter Gangster, sondern auch ein KI Produkt. Das stört über 250 000 monatliche Hörer auf Spotify jedoch
- nicht. Also so wirklich nicht. Die Songs haben über mehrere Millionen Streams gesammelt bisher. Auf Instagram nennt sich das KI Produkt Realist AI Rapper
- out there und holt mit dieser Ehrlichkeit über 130.000 Follower ab. Darunter Manuelson, der mit Nimi ein Feature hat bzw. seine KI Version hat
- mit ihm Feature. [musik] Wenn wir jetzt mal so ein bisschen in die Mucke von Nimi rein deepden, dann
- fällt uns was auf, was uns schon die tolle Instabio angeteasert hat. Nimi inszeniert sich nicht nur als Real Rapper, Nimi inszeniert sich als
- Gangster Rapper, inklusive tiefen Griff in die Klischeeschublade, garniert mit der Reproduktion von rassistischen Stereotypen, sondern an [räuspern]
- dieser Stelle muss ich mal ein richtig fettes Shoutout ansprechen, denn zentral für meine Recherche zu Nimi war die großartige Analyse meines Kollegens
- Karell, der by the way immer richtig heftige Fits trägt. Ich habe euch unten sein Video und seine Kanäle in der Beschreibung verlinkt. Wenn ihr meinen
- Content mögt, dann werdet ihr den Content von Carell auffressen. Schon, wenn Nimi einfach nur frontal in die Kamera Lip sinkt, bedient er das
- Klischee des aggressiven, hypermaskulin, schwarzen Mannes. Er tritt Dark Skin, obfrei und [ __ ] beepackt auf und guckt ernst, vielleicht sogar leicht
- bedrohlich in die Kamera. Wieso sag, dass du bist noch deutlicher wird's mit den Videoclips, die da irgendwie filmisch
- die Geschichte hinter den KI Songs noch erzählen. Wir sehen Nimi in Großstadtmilieus jetzt nicht in der APAI oder Charlottenburg, ne? Wir sehen ihn
- verstrickt in illegale Machenschaften. Auch wenn Kugeln gleich auf unser Jeep fallen, du weißt doch, dass Liebe manchmal Krieg heißt. Wenn uns Blaulicht
- umkreist, bleibst du down und schweig. Am wegrennen vor der Polizei. Das Leben uns aus unserem Paradies [musik]
- schmeißt in dem Barber Shop. Weil ich nicht schlafen kann in sozial prären Milieusö
- bit machen wir Love Street oder straight up eine weiße Person, die den Stat repräsentiert bedrohnt. [musik]
- Hier wird nicht nur einfach ein Bild von einem schwarzen Mann gezeichnet. Es ist das Bild des kriminellen aggressiven schwarzen Gangsters.
- Ich will mein per haben. Genau. Jetzt Dass das rauskommt, wenn KI Musik und die dazugehörigen Visuals generiert, ist kein Zufall. Generative KI verstärkt
- Diskriminierung, darunter insbesondere Sexismus, Rassismus, Abalismus und Klassismus. KI mag nach außen hin vielleicht nach einem objektiven Tool
- wirken. KI lernt aber nicht neutral. Die Daten, mit denen KI trainiert werden, sind alles andere als das in ihnen steckt, was auch in unserer Gesellschaft
- steckt. Machdynamiken, Vorurteile, Ungerechtigkeit. Ja, und das spiegelt sich in den Produkten, die eine KI generiert wieder mal mehr subtil, mal
- mehr in die Fresse. Offensichtlich Frauen sind z.B. schlank lächeln, haben lange Haare. Wenn ich mir einen Boyfriend generieren lassen würde, wäre
- der auf jeden Fall größer als ich. Erfolgreiche Männer werden ableudied dargestellt und ein Rapper ist dann halt der schwarze harte Th aus der Hood, der
- sexistischeum Hooks performt. Wieso sag [musik] herr Matilde, aber weißt du gar nicht, dass der Ersteller hinter Nimi selbst
- gar nicht weiß ist? Es kann auch dann gar nicht rassistisch sein. Das überinterpretierst du als Walke Veganerin hier schon wieder viel zu
- sehr. Doch tatsächlich auch etwas, das aus der Feder von einer Person of color komm, kann rassistische Narrative reproduzieren.
- Interessanterweise gibt die Person hinter Nimi an selbst schwarz zu sein. Die Frage lautet daher nicht, ist die Person, die eine schwarze KI Person
- generiert, schwarz, sondern welche Bilder, welche Stereotype und Narrative werden denn über die KI Persona über eine Gruppe reproduziert und in wie fern
- profitieren Personen davon oder leiden sie darunter? Wer schlägt Kapital daraus? Der Straßenrapper ist heutzutage eigentlich einfach ein Rapklischee.
- Baggy Pants, Eceout Chains, Bes, Bares Flexen, Drivebys Päckchen ticken, vor den Cops wegrennen. In seinem Ursprung war Straßenrap aber alles andere als ein
- Klischee. Entstanden ist er in den 80ern an der East Coast als Hardcore Rap [musik]
- bzw. Ende der 80er an der West Coast als Gangster Rap. [musik] Es ist bis heute eines der kommerziell erfolgreichsten Subgenres des Hiphop.
- [musik] Was Millionen von Hörern in ihren College Dorms beim Carpool Karaoke beim
- Vorglühen im Club oder während des Springbreaks pumpen war aber für die meisten Artists hinter den Tracks ihr Alltag.
- Los in der Realität, in der junge schwarze Männer ohne Perspektive anstatt von
- einer ordentlichen Sozialpolitik aufgefangen nur kriminalisiert wurden, wurde der Gangster Rap zu einem persönlichen Ausdrucksraum. Auf düsteren
- Beats erzählten die Rapper vom harten Leben in ihren Huts. Von sozial präkieren Verhältnissen, Drogen, Gewalt, Kriminalität,
- [musik] Toughness, Stärke, Gewaltbereitschaft, echter Gangster, statt nur so ein Halfway Crook zu sein. Das war nicht
- Image, Artist Identity oder USP, das waren Überlebensstrategien. [musik]
- Der Gangster Rap wurde für schwarze junge Männer somit zu einem Ausdrucksraum, wo sie ihre Identität leben konnten, für die sogar gefeiert
- wurden von Fans. Abseits der bürgerlichen weißen Mehrhezgesellschaft, die sie für diese Identität stigmatisierte, unter anderem als
- rassistisches Klischee des gefährlichen, kriminellen, brutalen, aggressiven, hypermaskulinen, schwarzen jungen Mannes.
- Das ist aber mit der Mainstreamisierung und Kommerzialisierung von Straßenrap immer mehr verwessert. Marker, die zunächst noch wirklich Bedeutung trugen,
- wurden zu oberflächlichen Attributen, zu Klischees, zum Kostüm. Ja, und die Art und Weise, wie KI jetzt Gangster Rap künstlerisch aufgreift, scheint die
- Darstellung endgültig zu einer teils auf rassistischen Stereotypen fußenden Karikatur zu verkommen. Wenn uns Blaulicht umkreist, bleibst du down und
- schweigst Baby und was wenn es schief [musik] läuft. Wenn wir die Debatte um KI Musikprodukte führen, geht's also nicht nur um Fragen
- weh. Kann etwas, das ein Computersystem auf Basis von Trainingsdaten generiert hat, wirkliche Kunst sein? Da geht es nicht mehr nur um Urheberrecht oder
- darum, ob Kreativität auch an Menschlichkeit zwangsweise geknüpft sein muss. Es geht gleichzeitig um die Fragen, was generiert die Kaide
- eigentlich überhaupt? Welche Machtdynamiken, Vorurteile, Narrative reproduziert sie dabei? Wer profitiert daran und wessen Kultur wird dafür
- ausgenutzt? Vielleicht geht es in der Debatte um KI gar nicht so viel um die Technologie, sondern darum, wer dafür als Inspirationsquelle hinhalten muss
- und welche Ressourcen, welche Kreativität dafür unvergütet, wie auch ungefragt verwendet werden. Es ist nämlich in der Tat auffällig, wie
- viele KI Musikprodukte aka KI Artist Perss of Color sind, KI Produkte of Color sind. Es ist nicht selten der Fall, dass schwarze KIONas von nicht
- schwarz Menschen generiert werden, um über spitze Emotionen oder auch Ästhetiken darzustellen, was bei nicht schwarzen KI Personas nicht so möglich
- wäre. Das nennt sich Digital black facing. Man braucht nur nicht mehr reale schwarze Person, sondern kann sie einfach generieren und das ist für jede
- Person möglich. Die KI Persona kann also schwarzer Körper jemandem gehören. We are back to the plantations. So und das klingt jetzt alles nach einer
- neuen, wichtigen aktuellen Debatte, die wir führen müssen. Das ist aber alles nicht neu. Bereits seit Jahrzehnten wird in der Popkultur schwarze Kunst von
- weißen Menschen kommeralisiert und gewidewasht. [musik]
- [musik] Hier mal eine kleine kurze Geschichtsaufrischungsstunde. Rock and Roll hat seine Wurzeln in
- afroamerikanischen Musikgenres R&B and Blues. Pioniere waren schwarze Musiker. Als King of Rock gilt aber heute der weiße Elvis Presley. Und sobald sich
- Rock and Roll an eine breite Bevölkerung verkaufen ließ, profitierten vor allem weiße Menschen. Auch Jazz war ursprünglich ein schwarzes Genre und
- entstand um 1900 in den Südstaaten der USA. Heute assoziieren wir es aber vor allem irgendwie mit weißen Jupis und Beamten, die nach Feierabend in der
- gentrifizierten Listening Bar sitzen und ihren Vino schlürfen. Und wie bereits oben herausgearbeitet, betrifft es auch den Hiphop. Es gibt wirklich dutzende
- Beispiele, wie so aus schwarzer Kultur, weißer Erfolg, Memes
- oder beides wurde. Was wir also hier bei der ganzen Thematik rund um KI Musik, Künstler,
- Musikprodukte beobachten, ist also am Ende nur eine Fortsetzung von dem, was eh in unserer Gesellschaft schon lange stattfindet. Eigentlich möchte ich hier
- gar nicht wie so ein Oldscho Veteran die Genre schwingen. Ich glaube, das jetzt aber schon ein Moment, wo sich es lohnt, auf den Ursprung von HipHop zu verweisen
- und Schlagworte wie Authentizität auszupacken. Real AI Rapper, Bro, das ist ein Oxymeron. Realness und AI sind zwei nicht zu vereinende Widersprüche.
- Wenn wir uns so eine Skala vorstellen mit Real Rap am einem Ende, dann ist kommerzialisierter Mainstream Rap irgendwo im oberen Drittel und KI
- Musikprodukte, also KI Artis am ganz anderem Ende. Ihnen fehlt endgültig das, was ein Real anden Hiphop Track im Kern auszeichnet. persönliche menschliche
- Lebensumstände, Probleme, Gefühle in Musik verarbeiten, den Text selbst schreiben oder freestylen, die eigenen Skills zur Schau stellen, andere Artists
- in der Szene mit Respekt behandeln. Die KI Artists, die gerade am Hype sind, sind Culturewaltchers. Sie tragen selbst nichts zur Kultur bei. Sie bedienen sich
- dafür an Elementen des Hiphops, auch noch auf krass Stereotype Art und Weise, um das Momentum eines Trends mitzunehmen. Das heißt Klicks, Streams,
- Profit. In meinem Blog ist jeder zu radikal. Deutsch Rapper sprechen ja so gerne davon, dass HipHop vor die Hunde geht,
- dass die Nukommer ja gar nicht mehr wissen, woher das Image kommt, dass sie für ihre Artis Identity benutzen, dass die Kids von heute auf den Erfolg von
- OGs aufspringen, um schnell an Geld und Fame zu kommen. Guck mal, damals haben wir Sachen gehört im Hiphop, besonders die haben so die Welt verändert, so ein
- ganzes Weltbild haben die geändert, so Tupack oder NAS. Die sind ins Studio gegangen, haben Hits gemacht, aber das was die sagen hat, das hat d so gemoved,
- weißt, ich meine das hatte so Charakter von dem Album vom Künstler A gehst du auf Track 3, nimmst den zweiten Verse, diesen Verse kannst du bei Künstler B
- auf dem zweiten Album sechster Song kannst den Verse einfach da reintun und das Lied bleibt trotzdem rund, weil alle die gleiche Scheiße labern. Ja und genau
- die machen jetzt Features mit KI Musikprodukten. [räuspern] Durfte hier noch mal was nachdrehen. Läuft halt nicht alles perfekt und rund,
- wenn man es ohne KI macht. Kurzs Zwischenfazit: Hasse ich also KI und finde, man darf die auf gar keinen Fall benutzen. Nö, natürlich nicht. Auch ich
- benutze Schocker, manchmal KI in meinem Leben. Das Tool, mit dem ich Bilder ausschneide, z.B. für Videos wie dieses hier, ist KI gestützt. Die Untertitel
- Funktion in der App, mit der ich meine Instagram Reels bearbeite, ist es by the way auch. Und die Boys, die meine YouTube Thumbnails machen, das ist
- tatsächlich das einzige, was ich bei meinen Videos an andere bezahlt abgebe, weil ich selbst nicht auf die Kette bekomme. Die arbeiten ebenfalls mit KI.
- Das sollte ich hier vielleicht aus Transparenzgründen auf jeden Fall sagen. Wofür ich KI aber nicht verwende und auch niemals verwenden möchte, selbst
- wenn es eigentlich effizienter wäre zum Schreiben, zum Skripten meiner Inhalte. Da hätte ich ganz schön Schiss irgendwann meine eigene Kreativität,
- mein eigenes analytisches Denken zu verlieren, wenn ich es halt immer outsource. Und es ist ja auch mit der coolste Teil meines Jobs, also warum
- sollte ich den abgeben? Ich glaube, am Ende lässt sich die große KI Frage runterbrechen auf nutze ich KI assistierend oder generativ? Bei
- ersterem ist KI einfach ein Tool, ein Werkzeug, das mich bei der Ausführung von Aufgaben supportet, sozusagen eine Verlängerung meiner selbst, die halt
- leider ziemlich viel Wasser verbraucht. Das aber noch mal ein ganz anderes Thema, was jetzt in diesem bereits über 35 Minuten langen Video keinen Platz
- hat. Sorry. Bei der generativen KI wird die KI aber selbst zur Aufgabenausführerin. Sie hilft mir nicht dabei, Texte, Bilder oder Videos zu
- erstellen. Sie erstellt sie selbst für mich. Safe kann KI in der Musikindustrie auch irgendwo einen Art legitimen Platz haben. Dann nicht, um sich ganze Songs,
- Musikvideos oder Beats ausspucken zu lassen, aber vielleicht setzt den Producer ein, um Vocals Cleaner auszuschneiden oder Stems zu splitten.
- Ja, meine [räuspern] Güte, vielleicht brainstormt so ein Rapper halt auch ein paar Ryes mit Chetti. Ich checke auch, wenn man sich da vielleicht mal ein
- Streichquartett generieren lässt, denn sich da was ganz exklusiv von Orchester Professionals im Studio einspielen zu lassen, das ist ein sehr teures
- Privileg. Sehr teures Privileg, dass ich z.B. Spiel Labels leisten könnten, aber während vor allem kreative Musikschaffende den Einsatz generativer
- KI kritisieren, sind es halt dann die Big Fish, die mit ihr rumexerimentieren. Und ich vermute, das liegt nicht daran, dass man mit KI halt so kreativ sein
- kann, sondern um eine musikwirtschaftliche Entscheidung. Wer sich den Beat von der Software bauen lässt, der spart sich die Gage für ein
- Producer. Und wenn Programm die Lyrics schreibt, dann muss man auch die Songwriting Credits mit niemanden teilen. Tja, und wer direkt ein KI
- Musikprodukt sign in Anführungszeichen, der muss auch niemanden zu einem Signing Dinner ins Grill Royale einladen bzw. mit Artist Star Alen am Musikvideos Set
- umgehen oder einem Artist mit Lampenfieber im Backstage noch kurz vom Auftritt ein Pap Talk geben. Wo genau da die Grenze verläuft zwischen KI
- assistierend oder generativ nutzen, das ist noch mal eine neue Frage. Sicherlich verläuft die nicht eindeutig, sondern ist abhängig vom Artis, dem Projekt, den
- Rahmenbedingungen oder persönlichen Voraussetzungen. Auf jeden Fall ist es was, dass man wieder aushandeln muss. KI kommt in der Musik aber auch noch in der
- anderen Form vor. Und damit kommen wir zum letzten großen Analysekapitel KI als Stilmittel. Vielleicht habt ihr es mitbekommen, nach Monaten ohne Releases
- und Auftritten ist Paula Hartmann wieder zurück und zwar mit ihrem Song Zwei Punkte. Aber glaub mir, es kommen bessere [musik] Tage. Zwei Punkte machen
- Smiley aus einer hässlichen Die unerwartete Promo für die Single irritierte aber ein paar Leute. Teils wurde spekuliert, ob Paula Hartmans
- Kanäle gehackt wurden. Ich hoffe wirklich, sie wurde gehackt oder es gibt einen plausiblen Grund, warum ich zum
- 5k generierte Videos von Paula Hartmann gerade auf meine Forage hatte. Plötzlich waren Timelines voll mit Weirden KI Slop Videos, der an die surrealistische
- Erinnerung grenzte sich in den Sommerferien um 6 Uhr morgens nicht nur den Zuckerschocks, sondern auch die Werbung auf Nickelodeon reinzufahren.
- Mama, wir wollen was spielen. Wir haben nur das ein Spiel. Ich habe einen. Der ist traurig jetzt. Na das traurigste Mächen der
- Welt, das Spiel. Irgendwie wurde ein Kinderspiel mit dem Titel "Das traurigste Mädchen der Welt" beworben. Irgendwie hat das ganze was mit Paul
- Hartmann zu tun, aber so richtig gecheckt hat man es dann doch nicht. KI wurde hier nicht genutzt, um kostengünstig eine Videoproduktion
- einzusparen. KI wurde als Stilmittel genutzt, um ein Uncenny Gefühl einzufangen. Uncenny bedeutet übersetzt unheimlich oder seltsam und wird in der
- Film und Literaturanalyse, vor allem im Kontext des Uncenny Valleys genutzt, das unheimliche Tal. Es beschreibt den Effekt, dass Menschen mit Figuren mehr
- mitfühlen, sie mehr akzeptieren, desto fotorealistischer sie sind. Mit der Ausnahme einer bestimmten Spanne kurz vor der absoluten Menschenähnlichkeit,
- dem Uncenny Valley. Die finden wir dann teilweise verstörender als abstrakte oder völlig künstliche Darstellungen von Figuren. Und so ein KI Glitch von
- Kinderwerbung scheint da direkt in dieses Uncanny Valley reinzufallen. Ladula,
- der Preis schonth das Spiel der Welm. Traurig schreib sturigste. In uns entsteht so ein mulmiges Gefühl
- von Bedrohung, das vor uns lässt sich nicht mehr richtig einordnen. Unsicherheit, Irritation, Angst eventuell. Und das scheint zum Style von
- Paula zu passen, die er bereits auf der letzten Platte kleine Feuer die Stylistik des Unheimlichen aufgegriffen hat. Die eigentliche Message steckte
- aber in dem abschließenden 15 Sekundigen Real, das gepostet wurde. Das war länger als die KI Slops davor und die erste kohente Erklärung fürs Publikum, was es
- mit diesem Spiel das traurigste Mädchen der Welt auf sich hat. Aus der Tiefe. Wow. Tauch ab ins der Tränen. Jetzt mit noch mehr Gefühl.
- Oh Mann, jetzt bin ich das traurigste Mädchen der Welt. Das traurigste Mädchen der Welt. Im nächel. Ja, das war im Stil den KI
- generierten Vorghängern schon ähnlich, aber es war gleichzeitig auch das einzige, was eben gar nicht mit KI, sondern mit acht Menschen hinter der
- Kamera und einem menschlichen Cast produziert wurde. Während die vorherigen KI Videos also auf allen Falls so ein surrealistisches Gefühl von
- Reizüberflutung vermitteln konnten, brauchte es ein ganzes Produktionsteam und wahrscheinlich auch einen ganzen Produktionstag, um die Version hinter
- dem Kinderspiel das Traurigste Mädchen der Welt im Paula Hartmannstyle umzusetzen. Diese Promoaktion war für mich keine faule KI Kapitulation von
- Paula. Es war für mich ein Statement. KI schafft es vielleicht ein ganzes Konzert zu generieren, wenn da so ein stereotyper Gangster Rapper in
- sexistischen Track performt. Verständlich aber das abstrakte Gefühl von Depression als Allegorie eines Kinderspiels zu vermitteln. Ja, da
- bleibt menschliche Arbeit dann doch unmatchted. Nur so richtig angekommen ist es bei Paulas Zuschauern nicht unbedingt. In den Kommentarspalten war
- da mehr der Modus. diesen KI Slop Move von Poul hätte ich jetzt nicht erwartet. Ich bin enttäuscht. To be honest, ich glaube, da haben viele beim letzten Real
- auch gar nicht richtig in die Caption geschaut und gesehen, dass da echte Menschen in den Credits standen. Die Herausforderung für uns ist nicht nur zu
- erkennen, ob etwas real oder KI ist. Die Herausforderung ist anscheinend auch, wenn etwas klar KI generiert ist, differenzieren zu können, mit welcher
- Absicht sie eingesetzt wurde. Vielleicht ist das auch der Grund, warum Paula die Promoaktion mittlerweile wieder runtergenommen hat. Pu, das klingt alles
- ziemlich ernüchtern. KI entwickelt sich schneller, als sie reguliert wird und die Musikindustrie kommt nicht mit. Nun ja, da wo menschliche Artists plötzlich
- mit KI Musikprodukten um Hörer und Aufmerksamkeit konkurrieren, da entwickelt sich auch eine Gegenbewegung. Vielleicht seid ihr online auch schon
- mal drüber gestolpert. Gerade gibt's so einen Trend, da posten selbstständige Künstler und Künstlerinnen ihre Werke mit der Caption. AI, I made this with my
- hands. Von Fashion über Tattoos bis hin zu Nageldesigns findet man da jetzt so die gesamte Bandbreite menschlichen Schaffens und auch immer mehr
- Musikschaffende positionieren sich öffentlich gegen KI Mucke. Im deutschen Raum hat unreleased zuletzt richtig Welle online gemacht. Kurzer Kontext,
- falls ihr nicht aus Berlin seid, unreleased ist eine Eventreihe, die inzwischen in ganz Deutschland Konzerte mit Secret Lineups spielt, die nicht
- mitgefilmt werden dürfen und damit vor allem Newcom, aber auch etablierten Acts die Möglichkeit bietet, unveröffentlichte Tracks von dem
- Publikum auszuprobieren. Die haben neulich auf Instagram erstmal sowas wie ein Aufklärungspost über die Konsequenzen von KI Musik für echte
- Künstler und Künstlerinnen rausgehauen und das ging richtig viral. Mittlerweile haben sich über 100 Künstler Support Real Artists angeschlossen. Es wurde
- noch für den Herbstwinter 2026 eine Support Real Artists Tour angekündigt. Und mit diesem Videofilter hier konnte man sich als Fan selbst der
- Solidarisierung anschließen. AI I saw this Life macht für mich eine Sache deutlich, die mich trotz dieser
- Flut von KI Songs irgendwie optimistisch stimmt. Ja, wahrscheinlich werden wir KI Musikprodukte erstmal nicht mehr los. Ja, vermutlich wird es auch eine fette
- Challenge, KI Musik als solche zu erkennen und ja, wahrscheinlich werden auch einige Artists aufgrund der Entwicklungen von KI existentiell
- strugglen. In the end kann KI aber nicht alles ersetzen. Musik ist am Ende mehr als ein viraler Clip beim TikTok Doomsrolling. Musik ist auch mehr als
- mit dem Smartphone durch die durch Brandneu Playlist skippen, um die reizüberflutende U-Bahnfahrt schneller zu kriegen. Musik ist Erinnerung
- schaffen, mit anderen zusammenkommen. Musik ist den Lieblingsrack Life mit Grölen. Musik ist bei Feuerzeugromantik mit dem besten Kumpel zu einem sechelt
- romantisch hin und her schunkeln. Musik ist im Mpit hinfallen und wieder aufgeholfen bekommen. Musik ist in der Einlasssstchlange mit anderen Fans
- connecten und am Merchstand den Lieblingsarts treffen. Musik bleibt am Ende Community und Kultur. KI macht Menschen dagegen irgendwie meiner
- Meinung nach einsam. Ja, vielleicht ist es die günstigere Alternative, eine Songskizze mit Zuno auszuproduzieren, anstatt einen menschlichen Produzenten
- zu bezahlen. Vielleicht geht's einfacher von der Hand, dein Musikvideo mit Freebit AI zu prompten, anstatt deine Freunde zu überreden, ihr Wochenende für
- dein Dreh zu opfern. Was dabei aber auf der Strecke bleibt, ist mit anderen zusammenarbeiten. Gerade als Independent Artis ist es essentiell, sich mit
- anderen Leuten zu verbinden, die an deine Vision glauben und Lust haben, da ihren Flavor noch mit reinzubringen. Mit anderen Produzenten, Stylisten,
- Fotografen gemeinsam ein Projekt ausarbeiten. Und ja, vielleicht können KI Manuelson und KI Nimi auf ihrem KI Konzert ihr KI Publikum zu KI Tränen
- rühren. Gänsehaut bekomme ich aber, wenn ich z.B. in der Crowd vom BHZ Open Air stehe und da die Jungs mit einem Chor auf der
- Bühne Kleiner Prinz für Pablo performen. Ich [musik][singen] bin allein auf der Welt,
- [musik] denn ich bin der kleine Prinz. Ganz ehrlich, Menschen, denen es bums egal ist, ob ihre Musik von echten Arts oder von KI generierten Artis kommt, mit
- denen will ich gar nicht zusammen auf dem Konzert stehen. Ich kann mir gut vorstellen, dass ich durch die Normalisierung von KI Musik ein Publikum
- noch mal deutlich differenziert. Auf der einen Seite Leute, die Musik halt einfach als Produkt oberflächlich konsumieren wollen, auf der anderen
- Seite diejenigen, die Musik als Kultur erleben wollen. Und vielleicht, Achtung, ich droppe jetzt hier ein bisschen ganz unerwartet mal was kitschiges. drücken
- wir dadurch näher zusammen. Aus diesem Grund möchte ich mein Video hier abschließen mit den Handson Ratschlägen von Unreleased, ergänzt durch meine
- eigenen, wie wir menschliche Musikschaffender supporten können. Der erste liegt zich auf der Hand. Stream kein Chat. GBT sagt, dass du eine bist
- Type Slop. Und ansonsten konsumiert Musik nicht im Stillen, sondern laut. Damit meine ich jetzt nicht, keine Sorge liebe BVG, andere Fahrgäste belästigen.
- Ich meine, kommentiert auf Social Media die Song Promo Clips, ja auch die Cring and Lipsing Videos. Schickt euch öfter gegenseitig Tracks, Presaved Songs. Du
- musst dich dafür aber bei Spotify anmelden und du hast ja das Passwort vergessen und es dann so umstellen. Ja, ist vielleicht mal an der Zeit, das
- Passwort zu ändern. Kauft euch Tickets für Livehows. Geht vor allem zu Touren von Klein Artist und Nukomann. Lasst aufstrebenden Arts auch den Raum, sich
- musikalisch zu entwickeln. Meine Güte, da hat mal jemand live den Ton nicht getroffen. Der perfekte Performer ist nicht v am Himmel gefallen. Schaut bei
- Konzerten auch die Supporta Acts und auf einem Festival vielleicht auch mal um 15 Uhr auf der Kleinen Bühne vorbei. Gönnt euch Merch. Schaut wieder öfter
- Musikvideos. Kauft auch mal ein physischen Plattenträger. Ja, man darf Vinyl auch einfach nur für die Esthetic haben. Meine Güte. Kurz gesagt, Embrace
- the Cringe des Fans und damit cha kakao. Hallöchen meine Friends und liebe Grüße aus dem Schnitt. Muss mal ganz kurz hier was kleines am Rande erwähnen. Schneide
- dieses Video seit so d vi Tagen. Das bedeutet, dass ich seit ein halben Woche Ohrwürmer von diesen Mimi Songs habe. Bitte rettet mich. Bitte gibt mir ein
- bisschen Schmerzensbonus und ja, lasst einen Daumen nach oben da oder ein Abo oder ihr schickt das Video weiter. Bisschen Support. Support real
- artists und real Content Creators.