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Wozu Geschichte? | Geschlechtergeschichte einfach gemacht
Das Wichtigste aus dem Video
Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.
Transkriptautomatisch erstellt · 48 Zeilen
- [Musik] das ist die menschheit und das ist die geschichtsschreibung bis in die 19 60er jahre
- hier haben wir alexander der große julius cäsar friedrich barbarossa und winston churchill fehlt hier nicht irgendwer
- ach hier ist sie kleopatra die einzige große frau der geschichte die einzige große frage der geschichte aber gab es nicht noch andere große
- fahren und wieso überhaupt nur große frauen also fangen wir von vorne an das ist herbert herbert steht für die
- gesamte geschichtsschreibung und forschung bis 19 60er jahren es gibt dinge die herbert interessieren und sehr wichtig findet dazu gehören zum
- beispiel klick starten nationen politik und wirtschaft und dann gibt es dinge die herbert nicht interessieren dazu gehören zb das private
- unterschiedliche soziale schichten und die geschichte von frauen und das ist gertrud gertrud wurde bis in die 1960 für die geschichtsschreibung als
- unwichtig angesehen aber eigentlich war sie eine wahnsinnig interessante frau sie konnte sehr gut reiten war eine tolle mutter und hatte
- ein ziemliches talent fürs schreiben aber wieso wurde das alles in der geschichtsforschung nicht beachtet da überzeugen dass wir die geschichte nur
- das interessant ist was sich im öffentlichen raum abspielt und mit dem staat zusammen hängt sie schränkt die auswahl von historischen untersuchungen
- subjekten ziemlich 1 er wird begründet das fehlen der frauen und übrigens auch weiterer gucken damit dass sie die unter dem haupt und
- staatsaktion einfach kaum vorhanden sind aber herbert rechnete wohl nicht mit dem gesellschaftlichen umbruch der 68er die 68er bewegung stellte bisherige
- autoritäten in frage wodurch auch die herkömmliche geschichtsschreibung kritisiert wurde auch die neue frauenbewegung habt ihr das bedürfnis
- nach einer auseinandersetzung mit der eigenen geschichte was eigentlich auch ein ziemlich legitimer anspruch ist wenn wir bedenken dass frauen mehr als die
- hälfte der menschheit ausmachen die veränderungen in der gesellschaft ließen auch das universitäre umfeld nicht unberührt
- die geschichtsschreibung wurde durch neue perspektiven um methoden erweitert plötzlich waren nicht mehr nur große staatsmänner sondern auch fabrikarbeiter
- bauern und der kleine mann von nebenan wichtig und die kleine frau von nebenan das ist esther möchte nicht dass zu einseitige männer geschichte eine
- einseitige frauen geschichte geschrieben wird also nicht dass neben julius cäsar nur kleopatra genannt wird sie möchte eine vollkommen neue
- geschichtsschreibung die sowohl den mann als auch die frau von nebenan beachtet esther möchte auch nicht dass frauen nur im typisch weiblichen kontext
- beispielsweise in der familie oder in der rolle als mutter sondern in allen historischen bereichen sichtbar gemacht werden was esther also möchte ist dass
- die ganze geschichtsschreibung überdacht und umgeschrieben wird es ist mittlerweile wohl klar dass esther ein ziemliches problem mit
- herbert hat herbert hat übrigens auch ein ziemliches problem mit esther wenn nämlich es dass ansprüche an die geschichtsforschung gehör finden so ist
- herbert wissenschaft nicht mehr zeitgemäß so verliert herbert seine position als einzig wahre geschichtsschreibung die zeit nehmen
- aber ihren lauf und herberts geschichtsschreibung ist nicht mehr die einzige esther ist jetzt auch mit von der partie
- die beiden würden nicht gleich heiraten aber für einen pausen café in der mensa reicht
- beschäftigen wir uns nun doch etwas näher mit der frauengeschichte wofür esther nun stellvertretend steht soll esther hat nämlich festgestellt dass
- frauen nicht mit gängigen theorien der geschichtswissenschaft erforscht werden können frauen sind keine minderheit
- frauen sind keine soziale klasse und frauen sind keine ethnie frauen sind ein geschlecht und müssen als solches erforscht werden
- aus der frauengeschichte wurde die geschlechter geschichte mit der kategorie geschlecht werden nun auch männer als geschlecht wagen um und
- dementsprechend auch die beziehungen zwischen den geschlechtern also das ist die neue geschichtsschreibung befindet 1970 er
- jahre aber fehlt hier nicht immer noch jemand das ist lucy sie findet die bisherige geschlechtergeschichte zu weiß und zu privilegiert denn sie stellt fest
- diskriminierung ist nicht gleich diskriminierung schauen wir uns das doch einmal in einem beispiel an weiße frauen werden aufgrund
- ihres geschlechts diskriminiert schwarze männer der hand das heißt diskriminieren guter punkt diskriminierung bedeutet wenn du die würde einer anderen person
- aufgrund bestimmter vorurteile stereotypen oder persönlichen einstellungen nicht achtest oder wenn du ihre erfahrungen einfach ignoriert und
- sie so ebenfalls benachteiligt ach so wo waren wir also schwarze männer werden aufgrund ihrer hautfarbe diskriminiert und arbeiter werden
- aufgrund ihres sozialen standes also ihrer klasse diskriminiert aber was ist wenn alle drei diskriminierungs merkmale vereint sind
- wie hier bei lisa sie ist eine schwarze fabrikarbeiterin das heißt sie könnte je nach kontext aufgrund ihres geschlechts ihrer hautfarbe und ihre klasse
- diskriminiert werden und wäre somit dreifacher diskriminierung ausgesetzt es ist klar dass ihre situation wohl eine andere ist
- als die von esther aber gibt es noch weitere situationen die sich von esther situation unterscheiden was ist zum beispiel mit menschen die sich weiblich
- fühlen aber in einem biologisch männlichen körper stecken das ist luis louis weiß schon seit sie fünf jahre alt ist dass sie eigentlich
- weiblich ist obwohl sie einen penis und keine brüste hat er fragt euch nun vielleicht was dieser pinkl kreis zu bedeuten hat in
- den 70er jahren haben verschiedene forscher und forscherinnen eine unterscheidung zwischen dem sogenannten sex und der sogenannten gender
- unternommen sex ist das biologische geschlecht außer der körper länder hingegen ist die geschlechtsidentität also das geschlecht
- aus dass man sich eben fühlt hier der pinke kreis übrigens finden sich gewisse menschen gar nichts als geschlecht zugehörig und ziemlich viele
- menschen sind nicht heterosexuell und die diskussion hört hier auch nicht auf also durch die geschlechtergeschichte sollen alle berücksichtigt werden
- das ist doch ein riesiger gewinn für die geschichtswissenschaft und die gesellschaft es ist auf jeden fall ein ganz anderes geschichtsbild als eine
- geschichte die nur auf große männer fokussiert schlussendlich sehen sich ja jede person nach der eigenen geschichte und wenn alle inkludiert sind sind alle
- glücklich außer vielleicht herbe
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