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Eine Perspektive auf die Geschichte | Kirsten Heinsohn über Frauen- & Geschlechtergeschichte | 1

Deutsches Historisches Museum6:17 1.529 Aufrufe veröffentlicht Auf YouTube

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Transkriptautomatisch erstellt · 30 Zeilen
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  1. die frauen- und geschlechtergeschichte ist vor allen dingen eine perspektive auf die geschichte sie ist auch ein besonderer teilbereich der geschichte aber ich vertrete er die position
  2. dass wir eine perspektive einnehmen wenn wir frauen und geschlechtergeschichte betreiben was heißt das konkret wir wollen zum beispiel frauen in der geschichte sichtbar machen das ist völlig
  3. unabhängig von irgend einem konkreten thema wir wollen aber auch weiblichkeit in historischer perspektive untersuchen dazu kann ich später auch noch mehr sagen wir wollen ordnungen der
  4. geschlechter sichtbar machen da geht es um die frage von macht beziehungen zwischen der gruppe der frauen und der gruppe der männer oder auch zwischen weiblichkeit und männlichkeit
  5. wir wollen aber auch die geschichte von männern und männlichkeit analysieren auch das gehört zur geschlechtergeschichte nicht zur frauengeschichte all das zusammen diese
  6. ganzen teilbereiche bezeichnen wir als frauen und geschlechtergeschichte es geht darum im großen die natürliche ordnung der geschlechter also der ordnung zwischen männern und frauen
  7. oder weiblichkeit und männlichkeit in einer gesellschaft sichtbar zu machen und zwar sichtbar zu machen als eine historisch gewachsene ordnungsvorstellungen das tun wir an
  8. verschiedenen beispielen und themengebieten bereichen und ich kann glaube ich hier schon mal sagen dass man das eigentlich überall an mit jedem thema der geschichtswissenschaft
  9. machen kann ob es getan wird ist eine andere frage aber theoretisch ist es möglich jeden bereich der geschichtswissenschaft aus einer frauen- und geschlechterforschung
  10. perspektive sich anzuschauen mir ist wichtig hier auch nochmal zu betonen dass es da eine historische entwicklung gegeben hat also die frauen und geschlechtergeschichte klingt jetzt
  11. sehr gleichberechtigt es ist aber dahinter steht aber eine historische entwicklung ist hat zuerst die frauengeschichte gegeben übrigens schon auch im mittelalter denken sie an christine die saison
  12. statt der frauen auch in der frühen neuzeit im neunzehnten jahrhundert und dann auch im frühen zwanzigsten jahrhundert und aus dieser frauengeschichte hat sich der nachkriegszeit
  13. konkreter in den 70er 80er 90er jahren dann auch die geschlechter geschichte entwickelt wichtig finde ich diese perspektive weil sie eine der zentralen einordnung von männern und
  14. frauen in unserer gesellschaft thematisieren und explizit ansprechen also sichtbar machen diese unterscheidung zwischen männern und frauen oder männlichkeit und weiblichkeit ist sehr sehr
  15. entscheidend für uns zum einen denken sie an den alltag es gibt kaum eine alltagssituation in der sie nicht sich fragen sitze ich einer frau oder einem mann gegenüber oder warum bin
  16. ich so verunsichert dass ich das jetzt nicht zuordnen kann sie wie alle wollen uns im alltag entsprechend verhalten das daran können wir schon mal sehen dass diese einordnung in männern und
  17. frauen wichtig ist für die alltagskommunikation für unser gesamtes leben sie hat sehr viel aber auch damit zu tun dass über die unterteilung in männern und frauen macht verteilt wird das
  18. ist eine frage der machtverteilung es werden ressourcen verteilt wer kann was wo lernen zum beispiel und das ist auch hat sich auch historisch ja verändert entwickelt wer bekommt möglichkeiten
  19. der partizipation und unter welchen bedingungen ganz wichtiges thema der frauengeschichte wenn man an das wahlrecht denkt kurz die gesamte ermöglicht in unsere möglichkeiten unser leben
  20. zu gestalten hängt auch davon ab in welche kategorie gehören ob ihr eine frau oder einen mann genannt werden jetzt unabhängig davon ob diese personen sich tatsächlich so
  21. fühlt oder auch so selbst darstellen möchte und in modernen gesellschaften und über die spreche ich jetzt ist eben die frage der gleichheit der menschen ein zentraler wert
  22. wir gehen davon aus alle menschen sind gleich und es darf keine unterschiede geben die dazu führen dass wir unterschiedlichen zugang zu ressourcen unterschiedliche zugänge zur
  23. macht unterschiedliche möglichkeiten unser leben zu gestalten tatsächlich ist es aber so dass das geschlecht uns unterschiedliche möglichkeiten der lebensgestaltung zuweist
  24. und deswegen glaube ich dass die frauen und geschlechtergeschichte hilft diesen angeblich so natürlichen vorgang historisch zu verstehen und zu verstehen dass der dass die unterscheidung
  25. zwischen männern und frauen möglicherweise da ist aber welche folgen als machtkonstellation sich daraus ergeben dafür ist die frauen- und geschlechtergeschichte sehr wichtig
  26. ich hab gesagt frauen geschlechtergeschichte ist eine perspektive auf geschichte es gibt da den sehr schönen begriff des sehr punktes vom genius derselbe besagt dass wir einen sehr
  27. punkt einnehmen wenn wir uns eine geschichte oder auch die geschichte anschauen und dieser sehr punkt bewirkt dass wir bestimmte dinge sehen und bestimmte dinge nicht sehen und
  28. geschaut und geschlechtergeschichte ist so einen sehr punkt den man einnehmen kann auch alles in der geschichtswissenschaft praktisch wie eine brille die wir aufsetzen
  29. und dann etwas sehen wenn man diese brille erstmal auf hat das meine these kann man sie nicht wieder absetzen also jeder person die ich kenne die sich einmal mit fragen
  30. der geschlechter geschichte beschäftigt hat nimmt diese perspektive immer wieder neu auf

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