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Die Kreuzzüge - Ursachen, Verlauf und Auswirkungen im Detail erklärt
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Transkriptautomatisch erstellt · 148 Zeilen
- Hallo und herzlich willkommen bei Geschichte Lernen leicht gemacht. Mein Name ist Philip und in diesem Video spreche ich über die
- Kreuzzüge. Was war der Auslöser für die Kreuzzüge? Warum begeisterten sich so viele Ritter dafür? Wie verliefen die sieben Kreuzzüge? Und welche
- Auswirkungen hatte der Kontakt mit dem Morgenland auf das Abendland? Diese und noch einige Fragen mehr werde ich euch in den nächsten Minuten beantworten und
- wieer kurz, kompakt und vor allem verständlich die wichtigsten Fakten erklären. Jetzt geht's los. Der Auslöser für die Kreuzzüge war das militärische
- Fordringen der türkischen Selucken nach Kleinasien und an die östliche Mittelmeerküste. Im Zuge dessen sie auch im Jahr
- 1071 die Stadt Jerusalem eroberten. Durch den Vorschluss der Seluken gegen die christlichen Byzantine entstand der Gedanke, dass der christliche Westen
- seinen Glaubensbrüder im Osten, also den Byzantiner, bei der Abwehr dieser islamischen Bedrohung helfen sollte. Die entscheidenden Szene spielten sich im
- Jahr 1095 ab. Nachdem byzantinische Gesandte und militärische Hilfe baten, startete der damalige Papst Urwann II. beim Konzil von Clermont seinen
- berühmten Kreuzzugruf. In einer flammenden Rede rief er die Anwesenden zum Kampf gegen die Ungläubigen auf und versprach jeden, der
- sich daran beteiligt, die sofortige Vergebung aller Sünden. Am Ende der seiner flammenden Rede rief er in die Menge Deus Lult. Also, das bedeutet
- übersetzt Gott will es. Dieser Satz oder dieser Ausruf wird dann auch zum Schlach zum Schlachtruf der Kreuzritter. Ursprünglich ging Papst
- Oberan II. davon aus, dass ein begrenztes Kontingent von Rittern zur Hilfe äh nach Bützans fahren würde. Doch das Unternehmen geriet rasch außer
- Kontrolle und wick und entwickelte seine ganz eigene Dynamik, denn es traf genau den Zeitgeist, also zwei wichtige Strömungen jener Zeit befeuerten diese
- Kreuzzugbewegung. Das war einerseits der Gedanke der Bilgerschaft ins heilige Land, also in die heiligsten Städten des Christentums, um dort ähm Gott nahe zu
- sein und auch diese als notwendig und berechtigt betrachtete Krieg gegen die Ungläubigen Moslems, gegen diese Heiden. Neben diesen übergeordneten
- Zielen, die dem Zeitgeist geschuldet sind, gründeten gab es auch natürlich g eine Reihe individueller Motive. Warum jetzt ein Ritter äh sich am Kreuzzug
- beteiligte. Viele dieser Kreuzfahrer, dieser Kreuzritter waren zweit, dritt oder viertgeborene Adelsöhne, die in ihrer Heimat keine Aussicht und keine
- Chance auf Land hatten, denn es war immer dem Erstgeborenen vorbehalten, das elterliche gut zu übernehmen. Im Heiligen Land jedoch konnten sie es zu
- etwas bringen durch Plünderung, Reich werden oder auch Land im Besitz nehmen. die bereits erwähnten religiösen Aspekte, also für eine gute Sache zu
- kämpfen, alle Sünden erlassen zu bekommen und damit quasi ein Dicket für den Himmel zu lösen, war natürlich auch ein starkes Motiv.
- Ähm, zudem brachte äh eine Beteiligung am Kreuzzug dem eigenen Geschlecht großes Ansehen und äh bei vielen war natürlich
- auch eine gehörige Portion Abenteuerlust mit dabei. Im Jahr 1096 begann dann der erste Kreuzzug. Eigentlich sollte in
- zumindestens einer der beiden großen europäischen Führer, also entweder der römisch-deutsche Kaiser oder der französische König anführen. Doch beide
- waren zu dieser Zeit vom Papst ex kommuniziert worden. Kaiser war zu dieser Zeit Heinrich I. Also diese Zeit fällt auch genau in die Zeit des
- Investiturstreits. Daher war Heinrich exkommuniziert. In Ermangelung an diesen großen äh Fürsten, die durften natürlich nicht mitmachen, übernahmen andere die
- Führung dieses dieses Kreuzzuges z.B. Gottfried von Buouillon oder der Bruder des französischen Königs Hudo Vermando oder der Nomannenfürst
- Behem und von Tarent. Der Großteil der Truppen zog über den Landweg nach Byzans. Dort traten sie in die Dienste des Byzantinischen Kaisers,
- leisteten ihm einen treue Spur und verpflichteten sich, die alle von ihnen eroberten Städte und Ländereien, die vormals den Byzantiner gehört hatten,
- ihnen also den byzantinischen Kaiser zurückzugeben. Ein Jahr später, also im Frühjahr 1097, begannen dann die Kreuzfahrer mit ihrem Feldzug. Sie
- konnten gleich wichtige Städte wie Nikaja, Edessa oder Antiochia und 1099 dann schließlich Jerusalem erobern. Sie richteten dort feudale Staaten, die
- sogenannten Kreuzfahrerstaaten. Das waren das Königreich Jerusalem, das Fürstendentum Antiochia sowie die Grafschaften Edessa
- und Tripolis. Die beherrschten Territorien waren zwar nicht groß, also lediglich ein rund 800 km langer Streifen an der Küste äh an der
- Mittelmeerküste an der östlichen, der nebenbei nur 150 km breit war. Aber dort gab es sehr viele wichtige und vor allem stark befestigte
- Städte. Anfangs galten die fanatisch und motiviert kämpfenden Kreuzritter als unbesiegbar. Doch auf die anfänglichen Erfolge folgten auch militärische
- Rückschläge. Aber der große Zuzug immer neuer Ritter und die unermüdlichen Kriegszüge sowie die Sicherung der Ländereihen durch gewaltige
- Befestigungsanlagen verhinderten den raschten Niedergang dieser Kreuzfahrerstaaten. Mit der Gründung der Ritterorden erhielten die
- Kreuzfahrerstaaten eine zusätzliche militärische Basis, die von großer Bedeutung war. Die Idee hinter der Gründung der Ritterorden war die
- mönchische Lebensform mit dem Heidenkampf zu einem neuen ritterlichen Ideal zu verbinden. Die ersten der erste Orden
- erhielt vom König Balduin von Jerusalem Räume in königlichen Palast, also der im Tempel von Jerusalem äh sich befand. Davon leitete sich dann auch der Name
- dieses ersten Ordens, nämlich Templer ab. Damit die Gemeinschaft auch zu einem geistlichen Orden werden konnte, erhielt sie vom damals berühmten
- Geistlichen, dem Bernhard von Clervotu eine Ordensregel. Und die Templer wurden vom Papst als Orden auch gleich anerkannt. Im Grunde
- waren diese äh Templer äh Mönche und auch zu diesen mönchischen ähm Idealen verpflichtet, also wie Keuschheit, Armut und
- Gehorsam. Zusätzlich aber waren sie auch zum Kampf für den christlichen Glauben verpflichtet. Nach dem Vorbild der Templer wurden auch
- die Johannitter, die vormals im Hospital von Jerusalem wirkten, organisiert. Auch sie unterstellten sich direkt in Papst und übernahmen zu ihren ursprünglichen
- karitativen Aufgaben, also im Hospital, also bei der Betreuung der ähm der Bilger, wichtige Funktionen im Grenzschutz. Um die Mitte des 12.
- Jahrhunderts bildeten äh auch sie einen Ritterorden, der sich wie die Templer dem Heimkampf widmete und 1155 eine an die Augustiner Regel
- angelehnte Ordnung erhielt. Als dritter bedeutender Kreuz äh Ritterorden kam der deutsche Orden dazu. Dieser kam aber erst relativ spät dazu, im Jahr 1198.
- Der überraschend große Erfolg des ersten Kreuzzug war vor allem wegen der Uneinigkeit der muslimischen Herrscher möglich geworden. Als die Zengiden von
- Mossul die Einigkeit unter den islamischen Fürsten herstellten, kamen die Kreuzfahrerstaaten unter große Bedrängnis. Als die Zengeden 1044 die
- Einnahme Edessas gelang, war die erst war der erste Kreuzfahrerstaat praktisch gefallen. Die Nachricht vom Fall Edessas führte dann zum zweiten Kreuzzug, der
- vom römischen König Konrad dem I und Ludwig dem VI von Frankreich angeführt wurde. Dieses Mal waren die Herrscher nicht
- gebannt. Der zweite Kreuzzug selbst verlief nicht nur extrem verlustreich, sondern war ein voller Misserfolg. Die Kreuzfahrer waren untereinander
- uneinig, da die Deutschen, die Franzosen, die Nomen oder die Byzantiner unterschiedliche Machtinteressen verfolgten. Sie griffen das eigentlich
- mit ihnen verbündete Damaskus an, was so Folge hatte, dass dieses einige Jahre später zu den Zengiden überlief und ihnen die Stadt übergab. Damit befand
- sich eine weitere wichtige Stadt in der Nachbarschaft der Kreuzfahrerstaaten, in der Hunter Zengiden. Der einzige zählbare Erfolg war die Einnahme
- Lissabons, das 1147 auf der Reise der Kreuzzugteilnehmer ähm ins heilige Land quasi nebenbei in einem kühnen
- Handstreich erobert wurde. Zur größten Bedrohung aber für die Kreuzfahrerstaaten wurde jedoch wenige
- Jahrzehnte später Salad Adin, also in Europa auch als Saladin bekannt. Er konnte die Herrschaft über die wichtigen islamischen Städten Meckka und Medina
- über Ägypten und auch über Syrien sichern und führte auch den Titel des Kalifen. Harddin westlich des Segenesaret lckte Saladin im Jahr 1000
- im Jahr 1187 das größte Herr, das die christlichen Fürsten bislang sammeln konnten in eine Hinterhalt und fügte
- ihnen eine vernichtende Niederlage zu von der sich die Kreuzfahrer nie wieder erholen sollten. Die meisten Fürsten wurden entweder gefangen genommen oder
- starben in der Schlacht. Saladin konnte dann infolge 52 Städte und Festungen ohne großen Widerstand erobern. Am 2. Oktober dieses Jahres fiel dann auch die
- Stadt Jerusalem, wo Saladin der Bevölkerung gegen entsprechend äh hohe Zahlungen auch freien Abzug gewährte. Diese Geschichte könnte auch im Film
- Königreich der Himmel nachschauen. Ist ein guter Film, kann ich nur empfehlen. Die Nachricht von der vernichteten Niederlage bei Hadin sowie
- vom Fall von Jerusalem führt in Europa noch einmal zum Aufleben der Kreuzzugsidee. König Richard Löwenherz von England, König Philip II von
- Frankreich sowie Kaiser Friedrich. Auch genannt Barbarossa. ähm der damals schon 65 Jahre alt war, machten sich auf den Weg ins heilige Land. Als erster kam
- Barbarossa an, der sich auf dem Landweg durchkämpfen musste, da ihm entgegen vorheriger Vereinbarung der byzantinische Kaiser Isak II. die
- Durchreise verweigerte. Er konnte sogleich die Chuckun besiegen. Äh er trank aber kurz darauf im Fluss Salev, äh was dazu führte, dass sich sein Herr
- mehr oder weniger auflöste, da die deutschen Ritter jetzt ohne Führung ihres Kaisers einfach wieder nach Hause fuhren. Richard Löwenherz und Philip II.
- konnten das verloren gegangene Akon wieder zurückerobern. Während der französische König kurz darauf wieder nach Frankreich zurückfuhr, kämpfte
- Richard Löwenherz noch ein Jahr weiter gegen Saladin. Trotz einiger Erfolge änderte sich an der generellen Situation im heiligen Land nicht mehr viel.
- Jerusalem, das wichtigste Zentrum, blieb in der Hand der Muslime. 1192 blieb den christlichen Herrscher nichts anderes übrig, als mit Saladin
- einen Waffenstehstand zu schließen. Dieser verstarb dann wenige Wochen später und sein Reich wurde unter seinen Söhnen aufgeteilt, was auch den
- Niedergang dieses mächtigen geeinten Reiches zurfolge hatte. Dies verschaffte den Kreuzfahrern wiederum eine dringend benötigte
- Ruhepause. Spätestens beim vierten Kreuzzug wird offensichtlich, dass die ursprüngliche Kreuzzugsidee komplett pervertiert bzw. Weise in den
- Hintergrund getreten war und der Kreuzug mehr als vorgeschobenes Argument eigentlicher Machtinteressen diente. Daher gibt es zum vierten Kreuz auch
- eine kurze Vorgeschichte, die ich euch zum Verständnis kurz erklären werde. Mitte des 12. Jahrhunderts lebten in Konstantinopel nämlich viele europäische
- Händler, vor allem Venezianer. Durch ihr anmaßende und unsympathische Art und untereinander ausgetragene Feindsäigkeiten zogen sie den Zorn der
- byzantinischen Bevölkerung auf sich. Nach gewalttätigen Auseinanders Auseinandersetzungen äh beschuldigten beschuldigte der
- byzantinische Kaiser die Venezianer dafür verantwortlich zu sein und ließ ähm ihren gesamten Besitz konfiszieren und die Kaufleute verhaften. Benedik
- ließ sich das natürlich nicht gefallen und schickte darauf hin 1171 seine Kriegsflotte, um Konstantinopel zu erobern und eben Rache an den
- Byzantinern zu nehmen. Als die Venezianer an Land gingen, führten die Byzantiner mit ihnen Scheinverhandlungen, um Zeit zu
- schinden. Diese nutzten sie, um ihre Verteidigungsanlagen weiter auszubauen. Als Lager der Venezianer noch eine Solche ausbrach, blieb ihnen eigentlich
- nichts mehr übrig, als in Schmach und unverrüchteter Dinge wieder abzuziehen. Nun zum eigentlichen Kreuzzug. Zum vierten Kreuzzug
- aufgerufen hatte Papst Innozen I. eigentlich ohne besonderen Anlass. Ziel war die Eroberung Ägyptens, da man davon ausging, dass ich Palästina, also das
- heilige Land ohne Ägypten nicht halten könne. Da die Kreuzfahrer eine Flotte für die Fahrt nach Ägypten brauchten, äh wandten sie sich an die
- Venezianer. Als nun nur ein Drittel der erwarteten Kreuzfahrer in Venedig ankamen, glaubten die Venezianer nicht an einen Erfolg des Kreuzzugs. Zudem
- konnten die Kreuzfahrer die vereinbarte Summe den Venezianern nicht zahlen. Ein Scheitern aber des Kreuzzugs, also ohne große Beute, ohne Plünderungen und ohne
- Landgewinn, hätte den RuinVenedig bedeutet. Daraufhin einigten sich die Venezianer mit den Kreuzfahrern, dass sie für Venedig äh die Stadt Zara an der
- dalmatinischen Küste, also noch auf europäischen Gebiet an der Adria einnehmen sollten und dann durch die äh Beute und durch die Übergabe der Stadt
- an Venedig ähm die Überfahrt bezahlen sollten. Jetzt kommen wieder die Byzantiner ins Spiel. Wir erinnern uns an die kurze Vorgeschichte. Äh Prinz
- Alexius, der Sohn äh des Kaiser Isak, der gestürzt wurde vornach Sarah, um die dort lagernden Kreuzfahrer um Unterstützung zu bitten, seinem Vater
- wieder an die Macht zu verhelfen. Er versprach ihnen dafür ungeheure Summen Geld, die Versorgung ihres Heeres und zusätzlich noch 10 000 Soldaten für die
- Rückeroberung Jerusalems. So griffen die Kreuzfarer Konstantinopel an und Isak I. wurde wieder zum Kaiser. Also er konnte wieder
- äh auf den Kaisertron mit Hilfe der Kreuzfahrer gehieft werden. Er erkannte die an die Kreuzfahrer gemachten Versprechen seine Sohn Alexius an.
- Da er aber auchstande war, weder das Geld aufzubringen, um die Schulden zu begleichen, noch die sprochenen Soldaten zu stellen,
- äh kam es zu leichten äh Missverständnissen und Stimmungsschwankungen gegenüber den Kreuzfahrern.
- Äh diese entschlossen sich aber nicht auf ihre auf die versprochenen ähm Geld zurzahlungen und Truppen und so weiter zu verzichten und warteten praktisch vor
- Konstantinopel, bis sie das Versprochene auch bekamen. Isak II. II. und sein Sohn Alexis waren aber nicht die fähigsten Herrscher und wurden 1204 wieder
- abgesetzt und an ihrer Stelle ein neuer Kaiser eingesetzt. Diese wiederum äh verweigerte den Kreuzfahren jegliche Zeung. sagte, was ihr mit Isak und
- seinem Sohn Alexius hier ausgemacht habt, das interessiert mich eigentlich gar nicht. Und übrigens, er könnt hier gerne äh vor meiner Stadt und aus meinem
- Land verschwinden. Natürlich wollten das die Kreuzfahren nicht. Also, sie konnten jetzt nicht ohne Beute und ohne Verpflegung äh das Feld räumen. Und so
- kam es natürlich hier wieder zum Konflikt. Mit dem Wbruch hatten jetzt die Kreuzfahrer sogar ein Motiv und äh angestachelt wurden sie auch noch von
- den Venezianern, die eh schon eine äh offene Rechnung mit den Byzantine hatten da. Das heißt also, sie griffen die Stadt Konstantinopel an. Nach mehreren
- Tagen heftiger Kämpfe konnten die Kreuzfahrer dann auch die Stadt erobern und plünderten, was nicht niet und nagelfest war und richteten auch unter
- der Bevölkerung üble Greultaten an. Das ehemalige stolze byzantinische Reich wurde in feudale Kreuzfahrerstaaten und in ein lateinisches Kaiserreich, das
- unter vezianischem Einfluss stand, aufgeteilt. Erst 1261 konnten die Byzantiner Konstantinopel und die verlorenen Gebiete wieder von den
- Kreuzfahrern zurückerobern. Also, das ist jetzt schon sehr skoril, aber vielleicht gibt es sogar noch absurdere Episoden aus den
- Kreuzzügen. Fragen wir mal nach. Ja, die weitaus kurilste Aktion während der Kreuzzüge war der Kinderkreuzzug aus
- dem Jahr 1212. Tausende Kinder und Jugendliche aus Deutschland und Frankreich wollten ins Heilige Land nach Jerusalem. Im
- Marseille, wo sich 30.000 taus von ihnen sammelten, um das Meer zu überqueren, wurden sie von den zwielichtigen Kaufleuten Hugo Ferreus, dem Eisenen,
- und Wilhelm Borkus, das Schwein, auf sieben große Schiffe gelockt. Zwei davon sankten gleich vor Sardinien. Die restlichen fuhren aber nicht nach
- Jerusalem, sondern nach Nordafrika. Dort wurden die Kinder den Sarazen als Sklaven verkauft.
- Der fünfte Kreuzzug ist eigentlich nicht ein einheitlicher Kreuzzug, sondern er ist in mehrere unabhängige Unternehmungen zu unterteilen. Die
- einzige erfolgreiche Unternehmung war jene vom Kaiser Friedrich den I. Er kannte den Islam und die orientalischen Sitten und sprach sogar Arabisch, da er
- in seiner Jugend Kontakt mit Muslimen in Abulien und Sizilien hatte, denn dieses Gebiet gehörte ja zu den staufischen äh Gebieten. Friedrich II. konte konnte mit
- Sultan Al Kamil einen Friedensvertrag aushandeln. Dieser sicherte den Kreuzwahen unter anderem die Herrschaft über Jerusalem und Nazareth.
- Ähm nach diesem Erfolg krönte sich Friedrich II. II zum König von Jerusalem. Interessant dabei ist, dass diesen Titel fortan alle
- römisch-deutschen Kaiser führen werden. Die beiden letzten Kreuzzüge waren Alleingänge des französischen
- König Ludwig des, der von der Kreuzzugidee besessen war. Mit seinem Herr wollte er Ägypten als die Hauptmacht der Moslim erobern, um die
- Oberhoheit im gesamten Gebiet zu erlangen. Nach anfänglichen Erfolgen erlitt Ludwigs Herr aber eine vernichtende Niederlage und das selbst
- wurde auch gefangen genommen und musste durch ein hohes Lösegeld freigekauft werden. Anschließend zog er sich in die Stadt Akon zurück. Im siebten Kreuzzug
- setzte Ludwig erneut von Akon aus nach Tunis über, wo er aber auch verstarb und sein Herr komplett aufgerieben
- wurde. Mit dem militärischen Scheitern der christlichen Heere und der Tatsache, dass sich in Europa eigentlich niemand mehr für die Kreuzzüge gewinnen ließ,
- war der Untergang der Kreuzfahrerstaat nur noch eine Frage der Zeit, denn auch den Zeitgenossen war war nicht gangen. dass es dabei mehr um machtpolitische
- Interessen ging als um die ursprüngliche Idee. Als in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts die Mameluken äh die islamischen Fürsten wieder vereinten und
- die Führungsrolle der Moslems übernahmen, hatte die letzte Stunde der Kreuzfahrerstaaten und der Kreuzritter geschlagen. Stadt um Stadt, Festung und
- Festung ging verloren und um 1291 verließen dann die letzten christlichen Ritter Palästina. Damit war eigentlich die Era der Kreuzzüge
- endgültig vorbei. Was bliebt nun von den Kreuzzügen? Wie kann man eine Bilanz
- ziehen? Während es für die Araber eigentlich nur lästige Grenzkonflikte mit den europäischen Rittern war, die sie nebenbei eigentlich pauschal als
- Franken bezeichneten. Also sie unterschieden jetzt gar nicht zwischen Franzosen, Deutschen, Nomen, Engländern. Das war für sie Bauschal. Die Franken
- hatten die Auszüge jetzt für äh das Abendland, also für Europa große Auswirkungen? Auf kultureller Ebene erhielt das Abendland eine ein eigenes
- Bewusstsein durch die Berührung mit dem fremden, byzantinischen, aber auch arabischen Kulturkreis. Gleichzeitig erweiterten die Kreuzziege
- das Weltbild viele Europäer, denn vorher kannten die Ritter eigentlich nicht viel, bis auf die nähere Umgebung ihre ihrer Burg oder auf die nähere Umgebung
- ihres Landes. Jetzt zogen sie ins heilige Land und kamen dort in der in die Berührung mit einer ganz anderen Welt. Sie erkannten, dass eigentlich die
- Welt nicht klein war, sondern groß und dass sich jenseits ihre ihrer Heimat ungernte Perspektiven eröffneten. Handfeste Auswirkungen
- hatten die Kreuzzüge ganz sicher auf die materielle Kultur Europas. beispielsweise brachten die Kreuzfahrer ganz neue Kulturpflanzen nach Europa wie
- Zitronen, Orangen, Aprikosen, Firsiche, Pflaumen, Gurken, Melonen, Reis, Safran oder Zuckerrohr, das kannte man vorher alles nicht, aber auch Gewürze wie Musk,
- Zimt, Kümmel oder Estragon kamen mit den Kreuzfahrern in die europäische Küche. Aber auch ganz banale Alltagsgegenstände, die wir heute als
- banal ansehen, wie z.B. für eine Karaffe oder die Pantoffel, eine Matratze oder ein Divan oder Sofa kannte man vorher in Europa nicht. Auf den Gebiet der Medizin
- und der Wissenschaften profitierte das Abendland. Beispielsweise schreiben wir heute noch in den arabischen Zahlen, die damals ähm Eingang nach Europa fanden.
- Die politische Bilanz der Kreuzzüge war jetzt für die Beteiligten nicht sehr berauschend. Lediglich die ober italienischen Städte, allen voran
- Venedig und Genua, konnten einen nachhaltigen Profit aus dieser Periode ziehen. Sie vernieten jetzt nicht nur daran, dass sie die Kreuzfahrer ins
- heilige Land verschiffen, sondern auch durch die dort geknüpften Handelskontakte, die natürlich diese Zeit überdauerten. Und last but not
- least kam es im Zuge der Kreuzzüge auch zur Gründung der Rütterorden, die ja damit die auch mit dem Rückzug aus dem heiligen Land nicht verschwanden. Sie
- spielten in Europa auch im restlichen Mittelalter noch eine wichtige Rolle. So, das waren jetzt die Kreuzzüge. Damit solltet ihr bei diesem
- Thema voll im Bilde sein und jede Prüfung dazu ein Klacks. Wenn euch mein Video gefallen hat, dann freue ich mich über ein Like, ein Abo meines Kanals
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