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Die Kreuzzüge - Ursachen, Verlauf und Auswirkungen im Detail erklärt

Geschichte lernen leicht gemacht24:40 67.583 Aufrufe veröffentlicht Auf YouTube

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  1. Hallo und herzlich willkommen bei Geschichte Lernen leicht gemacht. Mein Name ist Philip und in diesem Video spreche ich über die
  2. Kreuzzüge. Was war der Auslöser für die Kreuzzüge? Warum begeisterten sich so viele Ritter dafür? Wie verliefen die sieben Kreuzzüge? Und welche
  3. Auswirkungen hatte der Kontakt mit dem Morgenland auf das Abendland? Diese und noch einige Fragen mehr werde ich euch in den nächsten Minuten beantworten und
  4. wieer kurz, kompakt und vor allem verständlich die wichtigsten Fakten erklären. Jetzt geht's los. Der Auslöser für die Kreuzzüge war das militärische
  5. Fordringen der türkischen Selucken nach Kleinasien und an die östliche Mittelmeerküste. Im Zuge dessen sie auch im Jahr
  6. 1071 die Stadt Jerusalem eroberten. Durch den Vorschluss der Seluken gegen die christlichen Byzantine entstand der Gedanke, dass der christliche Westen
  7. seinen Glaubensbrüder im Osten, also den Byzantiner, bei der Abwehr dieser islamischen Bedrohung helfen sollte. Die entscheidenden Szene spielten sich im
  8. Jahr 1095 ab. Nachdem byzantinische Gesandte und militärische Hilfe baten, startete der damalige Papst Urwann II. beim Konzil von Clermont seinen
  9. berühmten Kreuzzugruf. In einer flammenden Rede rief er die Anwesenden zum Kampf gegen die Ungläubigen auf und versprach jeden, der
  10. sich daran beteiligt, die sofortige Vergebung aller Sünden. Am Ende der seiner flammenden Rede rief er in die Menge Deus Lult. Also, das bedeutet
  11. übersetzt Gott will es. Dieser Satz oder dieser Ausruf wird dann auch zum Schlach zum Schlachtruf der Kreuzritter. Ursprünglich ging Papst
  12. Oberan II. davon aus, dass ein begrenztes Kontingent von Rittern zur Hilfe äh nach Bützans fahren würde. Doch das Unternehmen geriet rasch außer
  13. Kontrolle und wick und entwickelte seine ganz eigene Dynamik, denn es traf genau den Zeitgeist, also zwei wichtige Strömungen jener Zeit befeuerten diese
  14. Kreuzzugbewegung. Das war einerseits der Gedanke der Bilgerschaft ins heilige Land, also in die heiligsten Städten des Christentums, um dort ähm Gott nahe zu
  15. sein und auch diese als notwendig und berechtigt betrachtete Krieg gegen die Ungläubigen Moslems, gegen diese Heiden. Neben diesen übergeordneten
  16. Zielen, die dem Zeitgeist geschuldet sind, gründeten gab es auch natürlich g eine Reihe individueller Motive. Warum jetzt ein Ritter äh sich am Kreuzzug
  17. beteiligte. Viele dieser Kreuzfahrer, dieser Kreuzritter waren zweit, dritt oder viertgeborene Adelsöhne, die in ihrer Heimat keine Aussicht und keine
  18. Chance auf Land hatten, denn es war immer dem Erstgeborenen vorbehalten, das elterliche gut zu übernehmen. Im Heiligen Land jedoch konnten sie es zu
  19. etwas bringen durch Plünderung, Reich werden oder auch Land im Besitz nehmen. die bereits erwähnten religiösen Aspekte, also für eine gute Sache zu
  20. kämpfen, alle Sünden erlassen zu bekommen und damit quasi ein Dicket für den Himmel zu lösen, war natürlich auch ein starkes Motiv.
  21. Ähm, zudem brachte äh eine Beteiligung am Kreuzzug dem eigenen Geschlecht großes Ansehen und äh bei vielen war natürlich
  22. auch eine gehörige Portion Abenteuerlust mit dabei. Im Jahr 1096 begann dann der erste Kreuzzug. Eigentlich sollte in
  23. zumindestens einer der beiden großen europäischen Führer, also entweder der römisch-deutsche Kaiser oder der französische König anführen. Doch beide
  24. waren zu dieser Zeit vom Papst ex kommuniziert worden. Kaiser war zu dieser Zeit Heinrich I. Also diese Zeit fällt auch genau in die Zeit des
  25. Investiturstreits. Daher war Heinrich exkommuniziert. In Ermangelung an diesen großen äh Fürsten, die durften natürlich nicht mitmachen, übernahmen andere die
  26. Führung dieses dieses Kreuzzuges z.B. Gottfried von Buouillon oder der Bruder des französischen Königs Hudo Vermando oder der Nomannenfürst
  27. Behem und von Tarent. Der Großteil der Truppen zog über den Landweg nach Byzans. Dort traten sie in die Dienste des Byzantinischen Kaisers,
  28. leisteten ihm einen treue Spur und verpflichteten sich, die alle von ihnen eroberten Städte und Ländereien, die vormals den Byzantiner gehört hatten,
  29. ihnen also den byzantinischen Kaiser zurückzugeben. Ein Jahr später, also im Frühjahr 1097, begannen dann die Kreuzfahrer mit ihrem Feldzug. Sie
  30. konnten gleich wichtige Städte wie Nikaja, Edessa oder Antiochia und 1099 dann schließlich Jerusalem erobern. Sie richteten dort feudale Staaten, die
  31. sogenannten Kreuzfahrerstaaten. Das waren das Königreich Jerusalem, das Fürstendentum Antiochia sowie die Grafschaften Edessa
  32. und Tripolis. Die beherrschten Territorien waren zwar nicht groß, also lediglich ein rund 800 km langer Streifen an der Küste äh an der
  33. Mittelmeerküste an der östlichen, der nebenbei nur 150 km breit war. Aber dort gab es sehr viele wichtige und vor allem stark befestigte
  34. Städte. Anfangs galten die fanatisch und motiviert kämpfenden Kreuzritter als unbesiegbar. Doch auf die anfänglichen Erfolge folgten auch militärische
  35. Rückschläge. Aber der große Zuzug immer neuer Ritter und die unermüdlichen Kriegszüge sowie die Sicherung der Ländereihen durch gewaltige
  36. Befestigungsanlagen verhinderten den raschten Niedergang dieser Kreuzfahrerstaaten. Mit der Gründung der Ritterorden erhielten die
  37. Kreuzfahrerstaaten eine zusätzliche militärische Basis, die von großer Bedeutung war. Die Idee hinter der Gründung der Ritterorden war die
  38. mönchische Lebensform mit dem Heidenkampf zu einem neuen ritterlichen Ideal zu verbinden. Die ersten der erste Orden
  39. erhielt vom König Balduin von Jerusalem Räume in königlichen Palast, also der im Tempel von Jerusalem äh sich befand. Davon leitete sich dann auch der Name
  40. dieses ersten Ordens, nämlich Templer ab. Damit die Gemeinschaft auch zu einem geistlichen Orden werden konnte, erhielt sie vom damals berühmten
  41. Geistlichen, dem Bernhard von Clervotu eine Ordensregel. Und die Templer wurden vom Papst als Orden auch gleich anerkannt. Im Grunde
  42. waren diese äh Templer äh Mönche und auch zu diesen mönchischen ähm Idealen verpflichtet, also wie Keuschheit, Armut und
  43. Gehorsam. Zusätzlich aber waren sie auch zum Kampf für den christlichen Glauben verpflichtet. Nach dem Vorbild der Templer wurden auch
  44. die Johannitter, die vormals im Hospital von Jerusalem wirkten, organisiert. Auch sie unterstellten sich direkt in Papst und übernahmen zu ihren ursprünglichen
  45. karitativen Aufgaben, also im Hospital, also bei der Betreuung der ähm der Bilger, wichtige Funktionen im Grenzschutz. Um die Mitte des 12.
  46. Jahrhunderts bildeten äh auch sie einen Ritterorden, der sich wie die Templer dem Heimkampf widmete und 1155 eine an die Augustiner Regel
  47. angelehnte Ordnung erhielt. Als dritter bedeutender Kreuz äh Ritterorden kam der deutsche Orden dazu. Dieser kam aber erst relativ spät dazu, im Jahr 1198.
  48. Der überraschend große Erfolg des ersten Kreuzzug war vor allem wegen der Uneinigkeit der muslimischen Herrscher möglich geworden. Als die Zengiden von
  49. Mossul die Einigkeit unter den islamischen Fürsten herstellten, kamen die Kreuzfahrerstaaten unter große Bedrängnis. Als die Zengeden 1044 die
  50. Einnahme Edessas gelang, war die erst war der erste Kreuzfahrerstaat praktisch gefallen. Die Nachricht vom Fall Edessas führte dann zum zweiten Kreuzzug, der
  51. vom römischen König Konrad dem I und Ludwig dem VI von Frankreich angeführt wurde. Dieses Mal waren die Herrscher nicht
  52. gebannt. Der zweite Kreuzzug selbst verlief nicht nur extrem verlustreich, sondern war ein voller Misserfolg. Die Kreuzfahrer waren untereinander
  53. uneinig, da die Deutschen, die Franzosen, die Nomen oder die Byzantiner unterschiedliche Machtinteressen verfolgten. Sie griffen das eigentlich
  54. mit ihnen verbündete Damaskus an, was so Folge hatte, dass dieses einige Jahre später zu den Zengiden überlief und ihnen die Stadt übergab. Damit befand
  55. sich eine weitere wichtige Stadt in der Nachbarschaft der Kreuzfahrerstaaten, in der Hunter Zengiden. Der einzige zählbare Erfolg war die Einnahme
  56. Lissabons, das 1147 auf der Reise der Kreuzzugteilnehmer ähm ins heilige Land quasi nebenbei in einem kühnen
  57. Handstreich erobert wurde. Zur größten Bedrohung aber für die Kreuzfahrerstaaten wurde jedoch wenige
  58. Jahrzehnte später Salad Adin, also in Europa auch als Saladin bekannt. Er konnte die Herrschaft über die wichtigen islamischen Städten Meckka und Medina
  59. über Ägypten und auch über Syrien sichern und führte auch den Titel des Kalifen. Harddin westlich des Segenesaret lckte Saladin im Jahr 1000
  60. im Jahr 1187 das größte Herr, das die christlichen Fürsten bislang sammeln konnten in eine Hinterhalt und fügte
  61. ihnen eine vernichtende Niederlage zu von der sich die Kreuzfahrer nie wieder erholen sollten. Die meisten Fürsten wurden entweder gefangen genommen oder
  62. starben in der Schlacht. Saladin konnte dann infolge 52 Städte und Festungen ohne großen Widerstand erobern. Am 2. Oktober dieses Jahres fiel dann auch die
  63. Stadt Jerusalem, wo Saladin der Bevölkerung gegen entsprechend äh hohe Zahlungen auch freien Abzug gewährte. Diese Geschichte könnte auch im Film
  64. Königreich der Himmel nachschauen. Ist ein guter Film, kann ich nur empfehlen. Die Nachricht von der vernichteten Niederlage bei Hadin sowie
  65. vom Fall von Jerusalem führt in Europa noch einmal zum Aufleben der Kreuzzugsidee. König Richard Löwenherz von England, König Philip II von
  66. Frankreich sowie Kaiser Friedrich. Auch genannt Barbarossa. ähm der damals schon 65 Jahre alt war, machten sich auf den Weg ins heilige Land. Als erster kam
  67. Barbarossa an, der sich auf dem Landweg durchkämpfen musste, da ihm entgegen vorheriger Vereinbarung der byzantinische Kaiser Isak II. die
  68. Durchreise verweigerte. Er konnte sogleich die Chuckun besiegen. Äh er trank aber kurz darauf im Fluss Salev, äh was dazu führte, dass sich sein Herr
  69. mehr oder weniger auflöste, da die deutschen Ritter jetzt ohne Führung ihres Kaisers einfach wieder nach Hause fuhren. Richard Löwenherz und Philip II.
  70. konnten das verloren gegangene Akon wieder zurückerobern. Während der französische König kurz darauf wieder nach Frankreich zurückfuhr, kämpfte
  71. Richard Löwenherz noch ein Jahr weiter gegen Saladin. Trotz einiger Erfolge änderte sich an der generellen Situation im heiligen Land nicht mehr viel.
  72. Jerusalem, das wichtigste Zentrum, blieb in der Hand der Muslime. 1192 blieb den christlichen Herrscher nichts anderes übrig, als mit Saladin
  73. einen Waffenstehstand zu schließen. Dieser verstarb dann wenige Wochen später und sein Reich wurde unter seinen Söhnen aufgeteilt, was auch den
  74. Niedergang dieses mächtigen geeinten Reiches zurfolge hatte. Dies verschaffte den Kreuzfahrern wiederum eine dringend benötigte
  75. Ruhepause. Spätestens beim vierten Kreuzzug wird offensichtlich, dass die ursprüngliche Kreuzzugsidee komplett pervertiert bzw. Weise in den
  76. Hintergrund getreten war und der Kreuzug mehr als vorgeschobenes Argument eigentlicher Machtinteressen diente. Daher gibt es zum vierten Kreuz auch
  77. eine kurze Vorgeschichte, die ich euch zum Verständnis kurz erklären werde. Mitte des 12. Jahrhunderts lebten in Konstantinopel nämlich viele europäische
  78. Händler, vor allem Venezianer. Durch ihr anmaßende und unsympathische Art und untereinander ausgetragene Feindsäigkeiten zogen sie den Zorn der
  79. byzantinischen Bevölkerung auf sich. Nach gewalttätigen Auseinanders Auseinandersetzungen äh beschuldigten beschuldigte der
  80. byzantinische Kaiser die Venezianer dafür verantwortlich zu sein und ließ ähm ihren gesamten Besitz konfiszieren und die Kaufleute verhaften. Benedik
  81. ließ sich das natürlich nicht gefallen und schickte darauf hin 1171 seine Kriegsflotte, um Konstantinopel zu erobern und eben Rache an den
  82. Byzantinern zu nehmen. Als die Venezianer an Land gingen, führten die Byzantiner mit ihnen Scheinverhandlungen, um Zeit zu
  83. schinden. Diese nutzten sie, um ihre Verteidigungsanlagen weiter auszubauen. Als Lager der Venezianer noch eine Solche ausbrach, blieb ihnen eigentlich
  84. nichts mehr übrig, als in Schmach und unverrüchteter Dinge wieder abzuziehen. Nun zum eigentlichen Kreuzzug. Zum vierten Kreuzzug
  85. aufgerufen hatte Papst Innozen I. eigentlich ohne besonderen Anlass. Ziel war die Eroberung Ägyptens, da man davon ausging, dass ich Palästina, also das
  86. heilige Land ohne Ägypten nicht halten könne. Da die Kreuzfahrer eine Flotte für die Fahrt nach Ägypten brauchten, äh wandten sie sich an die
  87. Venezianer. Als nun nur ein Drittel der erwarteten Kreuzfahrer in Venedig ankamen, glaubten die Venezianer nicht an einen Erfolg des Kreuzzugs. Zudem
  88. konnten die Kreuzfahrer die vereinbarte Summe den Venezianern nicht zahlen. Ein Scheitern aber des Kreuzzugs, also ohne große Beute, ohne Plünderungen und ohne
  89. Landgewinn, hätte den RuinVenedig bedeutet. Daraufhin einigten sich die Venezianer mit den Kreuzfahrern, dass sie für Venedig äh die Stadt Zara an der
  90. dalmatinischen Küste, also noch auf europäischen Gebiet an der Adria einnehmen sollten und dann durch die äh Beute und durch die Übergabe der Stadt
  91. an Venedig ähm die Überfahrt bezahlen sollten. Jetzt kommen wieder die Byzantiner ins Spiel. Wir erinnern uns an die kurze Vorgeschichte. Äh Prinz
  92. Alexius, der Sohn äh des Kaiser Isak, der gestürzt wurde vornach Sarah, um die dort lagernden Kreuzfahrer um Unterstützung zu bitten, seinem Vater
  93. wieder an die Macht zu verhelfen. Er versprach ihnen dafür ungeheure Summen Geld, die Versorgung ihres Heeres und zusätzlich noch 10 000 Soldaten für die
  94. Rückeroberung Jerusalems. So griffen die Kreuzfarer Konstantinopel an und Isak I. wurde wieder zum Kaiser. Also er konnte wieder
  95. äh auf den Kaisertron mit Hilfe der Kreuzfahrer gehieft werden. Er erkannte die an die Kreuzfahrer gemachten Versprechen seine Sohn Alexius an.
  96. Da er aber auchstande war, weder das Geld aufzubringen, um die Schulden zu begleichen, noch die sprochenen Soldaten zu stellen,
  97. äh kam es zu leichten äh Missverständnissen und Stimmungsschwankungen gegenüber den Kreuzfahrern.
  98. Äh diese entschlossen sich aber nicht auf ihre auf die versprochenen ähm Geld zurzahlungen und Truppen und so weiter zu verzichten und warteten praktisch vor
  99. Konstantinopel, bis sie das Versprochene auch bekamen. Isak II. II. und sein Sohn Alexis waren aber nicht die fähigsten Herrscher und wurden 1204 wieder
  100. abgesetzt und an ihrer Stelle ein neuer Kaiser eingesetzt. Diese wiederum äh verweigerte den Kreuzfahren jegliche Zeung. sagte, was ihr mit Isak und
  101. seinem Sohn Alexius hier ausgemacht habt, das interessiert mich eigentlich gar nicht. Und übrigens, er könnt hier gerne äh vor meiner Stadt und aus meinem
  102. Land verschwinden. Natürlich wollten das die Kreuzfahren nicht. Also, sie konnten jetzt nicht ohne Beute und ohne Verpflegung äh das Feld räumen. Und so
  103. kam es natürlich hier wieder zum Konflikt. Mit dem Wbruch hatten jetzt die Kreuzfahrer sogar ein Motiv und äh angestachelt wurden sie auch noch von
  104. den Venezianern, die eh schon eine äh offene Rechnung mit den Byzantine hatten da. Das heißt also, sie griffen die Stadt Konstantinopel an. Nach mehreren
  105. Tagen heftiger Kämpfe konnten die Kreuzfahrer dann auch die Stadt erobern und plünderten, was nicht niet und nagelfest war und richteten auch unter
  106. der Bevölkerung üble Greultaten an. Das ehemalige stolze byzantinische Reich wurde in feudale Kreuzfahrerstaaten und in ein lateinisches Kaiserreich, das
  107. unter vezianischem Einfluss stand, aufgeteilt. Erst 1261 konnten die Byzantiner Konstantinopel und die verlorenen Gebiete wieder von den
  108. Kreuzfahrern zurückerobern. Also, das ist jetzt schon sehr skoril, aber vielleicht gibt es sogar noch absurdere Episoden aus den
  109. Kreuzzügen. Fragen wir mal nach. Ja, die weitaus kurilste Aktion während der Kreuzzüge war der Kinderkreuzzug aus
  110. dem Jahr 1212. Tausende Kinder und Jugendliche aus Deutschland und Frankreich wollten ins Heilige Land nach Jerusalem. Im
  111. Marseille, wo sich 30.000 taus von ihnen sammelten, um das Meer zu überqueren, wurden sie von den zwielichtigen Kaufleuten Hugo Ferreus, dem Eisenen,
  112. und Wilhelm Borkus, das Schwein, auf sieben große Schiffe gelockt. Zwei davon sankten gleich vor Sardinien. Die restlichen fuhren aber nicht nach
  113. Jerusalem, sondern nach Nordafrika. Dort wurden die Kinder den Sarazen als Sklaven verkauft.
  114. Der fünfte Kreuzzug ist eigentlich nicht ein einheitlicher Kreuzzug, sondern er ist in mehrere unabhängige Unternehmungen zu unterteilen. Die
  115. einzige erfolgreiche Unternehmung war jene vom Kaiser Friedrich den I. Er kannte den Islam und die orientalischen Sitten und sprach sogar Arabisch, da er
  116. in seiner Jugend Kontakt mit Muslimen in Abulien und Sizilien hatte, denn dieses Gebiet gehörte ja zu den staufischen äh Gebieten. Friedrich II. konte konnte mit
  117. Sultan Al Kamil einen Friedensvertrag aushandeln. Dieser sicherte den Kreuzwahen unter anderem die Herrschaft über Jerusalem und Nazareth.
  118. Ähm nach diesem Erfolg krönte sich Friedrich II. II zum König von Jerusalem. Interessant dabei ist, dass diesen Titel fortan alle
  119. römisch-deutschen Kaiser führen werden. Die beiden letzten Kreuzzüge waren Alleingänge des französischen
  120. König Ludwig des, der von der Kreuzzugidee besessen war. Mit seinem Herr wollte er Ägypten als die Hauptmacht der Moslim erobern, um die
  121. Oberhoheit im gesamten Gebiet zu erlangen. Nach anfänglichen Erfolgen erlitt Ludwigs Herr aber eine vernichtende Niederlage und das selbst
  122. wurde auch gefangen genommen und musste durch ein hohes Lösegeld freigekauft werden. Anschließend zog er sich in die Stadt Akon zurück. Im siebten Kreuzzug
  123. setzte Ludwig erneut von Akon aus nach Tunis über, wo er aber auch verstarb und sein Herr komplett aufgerieben
  124. wurde. Mit dem militärischen Scheitern der christlichen Heere und der Tatsache, dass sich in Europa eigentlich niemand mehr für die Kreuzzüge gewinnen ließ,
  125. war der Untergang der Kreuzfahrerstaat nur noch eine Frage der Zeit, denn auch den Zeitgenossen war war nicht gangen. dass es dabei mehr um machtpolitische
  126. Interessen ging als um die ursprüngliche Idee. Als in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts die Mameluken äh die islamischen Fürsten wieder vereinten und
  127. die Führungsrolle der Moslems übernahmen, hatte die letzte Stunde der Kreuzfahrerstaaten und der Kreuzritter geschlagen. Stadt um Stadt, Festung und
  128. Festung ging verloren und um 1291 verließen dann die letzten christlichen Ritter Palästina. Damit war eigentlich die Era der Kreuzzüge
  129. endgültig vorbei. Was bliebt nun von den Kreuzzügen? Wie kann man eine Bilanz
  130. ziehen? Während es für die Araber eigentlich nur lästige Grenzkonflikte mit den europäischen Rittern war, die sie nebenbei eigentlich pauschal als
  131. Franken bezeichneten. Also sie unterschieden jetzt gar nicht zwischen Franzosen, Deutschen, Nomen, Engländern. Das war für sie Bauschal. Die Franken
  132. hatten die Auszüge jetzt für äh das Abendland, also für Europa große Auswirkungen? Auf kultureller Ebene erhielt das Abendland eine ein eigenes
  133. Bewusstsein durch die Berührung mit dem fremden, byzantinischen, aber auch arabischen Kulturkreis. Gleichzeitig erweiterten die Kreuzziege
  134. das Weltbild viele Europäer, denn vorher kannten die Ritter eigentlich nicht viel, bis auf die nähere Umgebung ihre ihrer Burg oder auf die nähere Umgebung
  135. ihres Landes. Jetzt zogen sie ins heilige Land und kamen dort in der in die Berührung mit einer ganz anderen Welt. Sie erkannten, dass eigentlich die
  136. Welt nicht klein war, sondern groß und dass sich jenseits ihre ihrer Heimat ungernte Perspektiven eröffneten. Handfeste Auswirkungen
  137. hatten die Kreuzzüge ganz sicher auf die materielle Kultur Europas. beispielsweise brachten die Kreuzfahrer ganz neue Kulturpflanzen nach Europa wie
  138. Zitronen, Orangen, Aprikosen, Firsiche, Pflaumen, Gurken, Melonen, Reis, Safran oder Zuckerrohr, das kannte man vorher alles nicht, aber auch Gewürze wie Musk,
  139. Zimt, Kümmel oder Estragon kamen mit den Kreuzfahrern in die europäische Küche. Aber auch ganz banale Alltagsgegenstände, die wir heute als
  140. banal ansehen, wie z.B. für eine Karaffe oder die Pantoffel, eine Matratze oder ein Divan oder Sofa kannte man vorher in Europa nicht. Auf den Gebiet der Medizin
  141. und der Wissenschaften profitierte das Abendland. Beispielsweise schreiben wir heute noch in den arabischen Zahlen, die damals ähm Eingang nach Europa fanden.
  142. Die politische Bilanz der Kreuzzüge war jetzt für die Beteiligten nicht sehr berauschend. Lediglich die ober italienischen Städte, allen voran
  143. Venedig und Genua, konnten einen nachhaltigen Profit aus dieser Periode ziehen. Sie vernieten jetzt nicht nur daran, dass sie die Kreuzfahrer ins
  144. heilige Land verschiffen, sondern auch durch die dort geknüpften Handelskontakte, die natürlich diese Zeit überdauerten. Und last but not
  145. least kam es im Zuge der Kreuzzüge auch zur Gründung der Rütterorden, die ja damit die auch mit dem Rückzug aus dem heiligen Land nicht verschwanden. Sie
  146. spielten in Europa auch im restlichen Mittelalter noch eine wichtige Rolle. So, das waren jetzt die Kreuzzüge. Damit solltet ihr bei diesem
  147. Thema voll im Bilde sein und jede Prüfung dazu ein Klacks. Wenn euch mein Video gefallen hat, dann freue ich mich über ein Like, ein Abo meines Kanals
  148. oder auch über eine Weiterempfehlung. Nutzt die Kommentarfunktion, wenn ihr etwas anzumerken habt. Ich freue mich darüber. Bis zum nächsten Mal.

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