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Historischer Kontext für das Abitur erklärt
Das Wichtigste aus dem Video
Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.
Transkriptautomatisch erstellt · 17 Zeilen
- Nachdem ihr den ersten Aufgabenteil in der Geschichtsklausur abgeschlossen habt, wird von euch erwartet, dass ihr die Quelle in den historischen Kontext
- einordnet. Doch was genau ist damit eigentlich gemeint? Als historischer Kontext bezeichnet man die Strukturen, Prozesse und Ereignisse, in der eine
- Quelle oder der Vorgang, der in einer Quelle beschrieben wird, eingebettet ist. Das heißt, er bezieht sich auf die Zeit unmittelbar vor, während und nach
- den Ereignissen einer Quelle. Es kommt hier also auf das historische Vorwissen an. Es empfiehlt sich dabei chronologisch vorzugehen. Das heißt, ihr
- beginnt mit dem Zeitgeschehen vor der Quelle. Wählt dabei ein Ereignis aus, das euch als Startpunkt für den Kontext als geeigt erscheint. Seid bei der
- Auswahl des Startpunktes pragmatisch. Natürlich kann man, wenn man über die Ursachen des zweiten Weltkriegs diskutiert, bis zu Napoleon zurückgehen.
- Wirklich sinnvoll ist das im Abitur aber nicht. Am besten sucht man sich die direkten Ursachen und Auslöser raus. Der Auslöser markiert ein bestimmtes
- Ereignis, das eine Kette oder einen Prozess in Gang setzt, [musik] in den auch die vorliegende Quelle eingottet werden kann. Urssachen hingegen sind
- Ereignisse oder Zustände, die einen solchen Prozess fördern oder bedingen. Auch sie sind zeitlich vor der Quelle zu suchen. Nehmen wir mal den ersten
- Weltkrieg als Beispiel. Der Auslöser ist hier eindeutig das Attentat von Zarajevo am 28. Juni 1914. Und zu den Ursachen zählten z.B. Nationalismus.
- Imperialismus, das Wettrüsten zur damaligen Zeit und damit auch der Militärismus. Diese Faktoren machen den Krieg
- wahrscheinlich, aber nur deswegen allein begann er noch nicht. Anschließend beschreibt ihr jedes Ereignis in ein bis zwei Sätzen und erläutert den Bezug zur
- Quelle. wichtig dann am Ende auch noch auf die direkten Folgen und Auswirkungen einzugehen. Folgen sind direkte und kurzfristige Ergebnisse und Auswirkungen
- beschreiben langfristige tiefgreifende Veränderungen. Nehmen wir dazu wieder den ersten Weltkrieg als Beispiel. Folgen wir in hier z.B. der Versa
- Vertrag, die Gründung des Völkerbundes und der Zusammenbruch großer Reiche wie das deutsche Kaiserreich oder Österreich-Ungarn.
- Auswirkungen wären beispielsweise die große politische Instabilität, welche den Aufstieg Hitlers begünstigte und damit auch den Weg in den Zweiten
- Weltkrieg.