Historischer Kontext für das Abitur erklärt Knippi https://www.youtube.com/watch?v=rMEiov_UPyg Transkript (automatisch erstellt) 0:00 Nachdem ihr den ersten Aufgabenteil in der Geschichtsklausur abgeschlossen habt, wird von euch erwartet, dass ihr die Quelle in den historischen Kontext 0:06 einordnet. Doch was genau ist damit eigentlich gemeint? Als historischer Kontext bezeichnet man die Strukturen, Prozesse und Ereignisse, in der eine 0:14 Quelle oder der Vorgang, der in einer Quelle beschrieben wird, eingebettet ist. Das heißt, er bezieht sich auf die Zeit unmittelbar vor, während und nach 0:22 den Ereignissen einer Quelle. Es kommt hier also auf das historische Vorwissen an. Es empfiehlt sich dabei chronologisch vorzugehen. Das heißt, ihr 0:30 beginnt mit dem Zeitgeschehen vor der Quelle. Wählt dabei ein Ereignis aus, das euch als Startpunkt für den Kontext als geeigt erscheint. Seid bei der 0:38 Auswahl des Startpunktes pragmatisch. Natürlich kann man, wenn man über die Ursachen des zweiten Weltkriegs diskutiert, bis zu Napoleon zurückgehen. 0:46 Wirklich sinnvoll ist das im Abitur aber nicht. Am besten sucht man sich die direkten Ursachen und Auslöser raus. Der Auslöser markiert ein bestimmtes 0:53 Ereignis, das eine Kette oder einen Prozess in Gang setzt, [musik] in den auch die vorliegende Quelle eingottet werden kann. Urssachen hingegen sind 1:01 Ereignisse oder Zustände, die einen solchen Prozess fördern oder bedingen. Auch sie sind zeitlich vor der Quelle zu suchen. Nehmen wir mal den ersten 1:10 Weltkrieg als Beispiel. Der Auslöser ist hier eindeutig das Attentat von Zarajevo am 28. Juni 1914. Und zu den Ursachen zählten z.B. Nationalismus. 1:21 Imperialismus, das Wettrüsten zur damaligen Zeit und damit auch der Militärismus. Diese Faktoren machen den Krieg 1:28 wahrscheinlich, aber nur deswegen allein begann er noch nicht. Anschließend beschreibt ihr jedes Ereignis in ein bis zwei Sätzen und erläutert den Bezug zur 1:37 Quelle. wichtig dann am Ende auch noch auf die direkten Folgen und Auswirkungen einzugehen. Folgen sind direkte und kurzfristige Ergebnisse und Auswirkungen 1:46 beschreiben langfristige tiefgreifende Veränderungen. Nehmen wir dazu wieder den ersten Weltkrieg als Beispiel. Folgen wir in hier z.B. der Versa 1:54 Vertrag, die Gründung des Völkerbundes und der Zusammenbruch großer Reiche wie das deutsche Kaiserreich oder Österreich-Ungarn. 2:01 Auswirkungen wären beispielsweise die große politische Instabilität, welche den Aufstieg Hitlers begünstigte und damit auch den Weg in den Zweiten 2:09 Weltkrieg.